6Absthmt. Von Zerstreuung der Menschen und Pflanzung der Völker rc. 529
besonders des Gsmar und seiner Söhne z8o z8i. q. Von der Ausbreitung der Familie Iakerans,—
Z8-. des Magog Z8t- ;34 des Madai ;85- des welcher sich nicht in Armenien oder Indien Z^O. I»»d.S.40,
Iavan undseiner Söhne;86. des Thubai, Me- zy>. sondern in Arabien niedergelassen zyr- v.L.G.rz-?.
sech und Tiras Z87. Anmerkungen darüberz88- z8y. Nachricht von seinen Söhnen z^z.
- §- z;z>
wir nun auf die Abhandlung von der Zerstreuung der Menschen kommen, so die Eingang.
Folge der Sprachverwirrung gewesen, die wir im letzten Abschnit betrachtet haben:
so bitten wir um Erlaubnis zur vorläufigen Anfürung einiger Anmerkungen von derZeit, Ordnung und andern Umständen dieser Begebenheit.
§. 354 .
Die ältesten Kirchenväker nemen einen Unterschied zwischen der Erdtheilung und der Daß dieselbeZerstreuung der Menschen an, und machen daraus zwey besondere Begebenheiten. Sie mit der thej-. behaupten, Noah, dem die Erde vor der Sündflut wohl bekant gewesen, habe als Eigen, ö»r, reittunisherr der gesamten Welt dieselbe unter seine drey Söhne ausgetheilet (?<), ehe noch jemandihren Nachkommen nach Ginear aufgebrochen (^), von wannen sie nachher zerstreuetWorden, um von den jedem zugefalnen Theilen Besitz zu nemen "). Diese noachischeTheilung, so ungegründet sie auch ist, ist doch so fest geglaubt worden, daß ein gewisserSchriftsteller die gegenseitige Meinung als ketzerisch verdammet »). Salianus -) setzt,diesem von den Vatern gemachten Unterschiede zufolge, die Zerstreuung ohngefär um dieMitte des Lebens pelegs, ob er gleich die Theilung in das erste Jahr desselben einfallen last.
Andre Schriftsteller haben eine doppelte Zerstreuung angenommen: die eine um dieGeburt pelegs, und die andre, welche die Bauleute zu Babel betroffen ^). Und ein Ge-schichtschreiber von einigem Altertum scheint sich eingebildet zu haben, die Menschen seyn sogar geschwind vermeret worden, daß sie schon vor Gründung Babels verschiedne Gegen-den und Inseln bevölkert, und verschiedne Städte gebauet gehabt; und bringet sie auf einesehr ungereimte Art aufö neue gen Babel, um zum zweitenmal, der noachtsiben Einthck»lung zufolge, zerstreuet zu werden '). Doch die durchgängiger angenommene , und derSchrift gemässeste Meinung ist, daß die Theilung der Erde in den Tagen pelegs, und
die
Siehe //»-e-LF. kiü. Pütt. t, 1. »xerc. SS § y. -h ürixiens. dseref. n. 8- ch /znnrl. ecclei'.
^Niki. -cclet co>, 2KI. s^s. ^ kiüor, ecc!e 5 , lib. I. viä. ia eunpeni.
S- /da/-!/. elö.
(A) Die Meinung Epiphgnii(i) bey dieser Ge- Söhne durchs L00S ausgetheilet. Doch er hat sichlegenheit ist sehr sonderbar. Er behauptet, sie ha- in der Bedeutung dieses Worts geircet, wie einge-ben in der Stadt Rbinocornra oder Rbinocolura, lerter Man dargethan hat z).auf den Grenzen Egypkens und PalLstinä, das (B) Was hauptsächlich zu dieser Meinung An-Lvvs um ihre Erbtheile geworfen. Er scheint auf las gegeben, ist auch ein Mißverstand des hebrai-biese Meinung durch die Uebersetzung der 70 Dol- scheu Textes gewesen 4), den die 70 Dolmetscher,welscher gebracht zu seyn , wo die hebräischen an stat daß wir nicht etwa zerstreuet werden,
Worte, Nahal Mizraim 0) , welche den Strom übersetzt haben, ehe wir zerstreuet werden; daherEgvprens bedeuten, durch Rhinocolnr« gegeben sich die Kirchenvater eingebildet, daß Noah denwerden. Wodurch, wie-Hieronvmus bemerkt, von ihm entsprungnen Geschlechtern nicht nur Be-nichr sowol die Worte der Schrift, als der ftl zur Trennung gegeben, sondern daß er auch wirk-Sin der Worte ausgedruckt wird. Und eben lich jedem derselben ein gewisses Stück des Erdbo-baher glaubt er, Rhinocolura habe auf hebrä- dens zugetheilt habe; und daß dieselben, ehe sie sei-ffch b7ahal geheißen, welches er durch Loo» über- neu Bestien Folge geleistet, den Ban des babyloni-Hht; als wenn diese Stadt ihren Namen daher be- schen Thurms unternommen, zum Denkmal, daßkommen, daß Noah daselbst die Erde unter seine sie einmal hier beisammen gewonet.
>) In SncorLl c. Iiq. krerek. 66, §. 8z. p. b. r) Esai.27, II, z) bin.l>stk. coni.
I. excrc S2. §. 10 4) 2 U!of. II, 4,
A.W.H.'Theil. Tt