Z28 ii Hauptst. Algemeine Geschichte von der Sündflut bis Abrahams Geburt.
I n. d.S. 4c».. v.L G.-;s7-
Untersuchung
derselben.
§. Z 58 -
Bey dieser Untersuchung last sich keine Rechnung auf die Anzal derjenigen Personengründen, deren die Schrift als in dieser Zerstreuung mit begriffen gedenkt , die sich nur aufzz erstreckt, wann und seine drey Söhne nicht mitgerechnet werden: uud wenn wirunsre Zuflucht zu der Anzal der Geschlechtsfolgen nemen; so werden wir auch daher noch j
viel weniger Trost erhalten. Denn es waren derselben nur drey aufs höchste; indem E' l
der, der Vater pelegs, der kein Anfürer in der Zerstreuung seyn können, weil dieselbe z»rZeit seiner Geburt vorgegangen, nur der dritte vom Sem gewesen. Gleichergestalt sindnur drey Gcschlechtsfolgen in der Linie Hamsangefürt, und nur zwey in der Linie Iaphers ldaß also, wenn wir unsre Rechnung in diese Grenzen einschränken wolten, dieselbe gar sehrzu kurz fallen würde. Doch, wie ganz unleugbar viel mehr Zeugungen neuer Geschlechterzwischen der Sündflut und der Zerstreuung vorgegangen: so muS daher sowol die Zeit, diedazwischen verstrichen, als die lange Lebensdauer derjenigen, die in den ersten Zeiten nachder Sündflut gelebt haben, in Betrachtung gezogen werden.
§. Z 59 «
Verschiede- Die Zeitforscher, so diese Untersuchung unter ihre Botmäßigkeit gezogen, haben ihre^ Meinungen Rechnungen nach Masgebung ihrer verschiednen Meinungen eingerichtet. Einige habensich zu sehr auf die weltlichen Geschichtschreiber verlassen, und daher solche Rechnung erwält,wodurch der zeitige Anfang der Monarchien, und die grossen Krkegesheere begreiflich wer-den möchten, die Cresias, und die ihm folgen, in den Zeiten des Ninus, auf die Beine ge-bracht, den viele für den LTAmrod, oder zum mindsten für den Sohn desselben annemen.Doch die hebräische Zeitrechnung verwickelt sie in eine Schwierigkeit, über welche sie nichthinweg kommen können; indem sie den Zeitraum zwischen der Sündflut und der Geburtpelegs auf 101 Jahr zusammenziehet. Denn wenn die Rechnung in diesem Zeitkauf einesolche Menge Menschen hervor bringt, als sie vor nötig erachten; st, würde die Welt durchden natürlichen Anwachs der ersten Anbauer, in wenigen Menschenaltern nachher, mit Ein«wonern seyn überladen gewesen: wird dieselbe aber dem Verhältnis gegen die Anzal derMenschen in den folgenden Zeiten gemäs eingerichtet; so mus die Anzal derselben, die beyder Zerstreuung erzeugt gewesen, ungcmein klein seyn. Daher denn auch die meisten vonihnen, wie schon bemerkt worden, gegen den klaren Sin der Schrift darin übereinstimmen,diese Begebenheit gegen das Mittel oder Ende des Lebens dieses Erzvaters zu sehen, nachdem es sich zu ihrem Vorhaben schicken wil.
Fortsetzung
derselben.
. §. z6o.
Es ist eine leichte Sache, wenn sich jemand einmal eine Zahl in den Kopf gesetzt hat,hernach einen Weg ausfindig zu machen, daß dieselbe heraus gebracht werde, perav hateine Rechnung ausgesonncn, die in 28; Jahren nach der Sündflut, oder innerhalb sieben Jah-ren von der Geburt Abrahams, nach seiner Rechnung die Welt mit mehr als IZ5 mal soviel Einwonern ansült, als man annemen darf, daß jetzt in derselben leben: und dennochkan er diese Zahl zur Zeit der Geburt pelegs nicht viel über 32768 Selen hinauf treiben ^)-Dr.Lumberland, der die Rechnung gleichfals bis auf eine ausschweifende Höhe getrieben,kan gleichwol wenig mehr als 30200 Man in dem 101 Jahr nach der Sündflut auf demSchauplatz darstellen, ob er gleich in 4.0 Jahren drauf sie über 300220, und in noch 40Jahren drauf bis auf 3ooo2ooanwachsen last *)»
«) Vlö ävür. rcmp. l. 9. c, ,4.
Or-x xene. onnyn. P. k50.