6 Abschritt. Von Zerstreuung der Menschen und Pflanzung der Völker rc. zzz
Indessen sind andere viel bescheidner gewesen: Herr Mede gesteht zu, daß im Jahr I-n^ach der Sündflut iüi «) nicht über 7000 Menschen ohne Weiber und Kinder haben da-E(lchn können. Ein späterer Schriftsteller, der die hebräische Zeitrechnung eifrig verthei-und sich viel Mühe gegeben hat in Ausrechnung der Nachkommen k^sah durch dieSöhne desselben, kan um die Zeit der Geburt pelegs *) auf nicht mehr als 1416-Nansperstnen von 20 Jahr alt hinauf kommen; und Herr Mhiston, dessen Grundsätze^uverlaßiger als irgend eines andern zu seyn scheinen, bringet durch seinen gemachten Ueber-ohngefär 2Z89, und nicht mehr heraus, die um diese Zeit können gelebt haben ^).
-»on der Grösse dieser Summen aber mus man gestehen, daß sie zu dem vorgesetzten Zweck"°ch viel zu klein sey. Ein deutlicher Beweis, wie unmöglich die hebräische Zeitrechnung^ den Umständen dieser ersten Bevölkerung der Erde bestehen könne (^)
d S.golL.G 2.597.
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*) 8 ee vvrl-r bovk I. öilc. qy. -r) V> 6 . kcnxt.ckroavl, p, 205. etc.
8korr rke clironol. ok rke olä 1>Üsmenr p. 65. erc.
B) Diese genaue Ausrechnungen der Ber-gung der Menschen sind nicht nur unnötig, son-dern auch der dreifache alhier ertheilte Entwurf dcr-lklbei, übertrieben. Da i) der Bau zu Babel durchMt weniger Menschen geschehen können, als mansich gemeiniglich einbildet, theils aus Misdeutungder Worte i Mos n, 4 (212), theils auswilkürli-cher Meinung, daß die erstaunlichen Gebäude zu Ba-bel , so von den GeschjchtschrcibeviMer folgendenZelten gemeldet werden, gröstentheils bey dieser er-Iten Anbauung derselben Stadt schon aufgefüret wor-2) die Zerstreuung und Ausbreitung der-Menschen nach und nach vorgehen können, ja aller?ftschei„lichen Mutmassung nach vorgegangen ist,Milch die neuen Pflanzungen bey der anfänglichenZurichtung der gemeinen Wesen aufdenFusnatür-Mer und häuslicher Geselschaften, aus weit wenigerMenschen bestehen können, als bey dieser Vorstellung"^ausgesetzt wird; z) die fabelhaften Erzälurrgenden erstaunlichen Kriegßheeren dieser ältestenselten nickt nur an sich unwarscheinlich sind, sondern?uch aus »»verwerflichen Geschichten wiederlegetWerden können; und 4) keine Notwendigkeit dar-?ethay werden Fan, diese Begebenheit zu BabelA das Jahr der Geburt pelegs zu legen, so dasellter hFimroVs unwarscheinlich niacht: so fält dasNsse Gedränge und die gewaltige Verlegenheit nachAttischen, in diesem aten Jahrhundert nach der^uudflut, hinweg; ob gleich allerdings angenom-men werden kan und muS, daß die Ausbreitung derMnscheu damals schneller geschehen, als in denMenden Zeiten. Von den drey alhier befindlichenAusrechnungen fält die Unglaublichkeit der beidensustru jederman in die Augen. Der rvhistoni-l^e» aber felts eben so wenig an wilkurlichen Grün-die zwar etwas erträglicher zu seyn scheinen,F» der zwey übrigen Ausrechnungen; indessen doch- "d erweislicher Wilkürlichkeit und Unwarscheinlich-d" sind, sonderlich was dir angenommene Bestim-
mung der Verdoppelungsjahre der Menschen in den50 ersten Jahren nach der Sündflut, ja in den 8ersten Jahrhunderten überhaupt berrift. Bey dervon den Verfassern ertheilten Beantwortung desEntwurfs gegen die sainaritanische Zeitrechnung,den Whists» gemacht, ehe er sich in dieselbe ver-liebt , sind folgende Erinnerungen nötig: i) daß indem Verzeichnis des Alters einiger Menschen nachder Sündflut bis auf David, nicht nur viel unge-wisse und zweifelhafte Bestimmungen desselben vor-kommen , sondern die meisten aus außerordentlichenFällen bestehen, davon auf die gewönliche Länge des'menschlichen Lebens derselben Zeiten nicht geschlossenwerden kan, als welches viel zeitiger kürzer worden,wie das häufige Absterben der Nachkommen der Erz-väter vor ihren Vorfaren erweiset; wodurch die Un-richtigkeit der whistonischen Ausrechnung nochgrösser wird; 2) daß besage des Augenscheins Whi-sts» eine weit kürzere Verdoppelungszeit der Men-schen annimt, als hier vorausgesetzt wird, indem ererst im fünften Jahrhundert 60 Jahre zur Verdop-pelung erfordert, vorher aber diese Zeit unglaublichverkürzt; z) daß die Verfasser diese Ausrechnungwhistons , solcher von ihnen selbst bemerkten Un-richtigkeit ohnerachtet, im folgenden doch beibehalten,und behauptet haben, daß es im 401 Jahr nach derSündflut über 240000 Menschen müsse gegeben ha-ben ; obgleich 4) diese nach der hebräischen Zeit-rechnung gemachte rvhistsnisibe Tafel auf diesamavitanische unmöglich gedeutet werden kan,da die Zeugung der Menschen ungleich später ange-setzt wird, folglich auch die Verdoppelung der Men-schen ungleich langsamer mus zugegangen seyn.
(C) Dem Leser zu gefallen wollen wir die Ver-zeichnisse des almäligen Anwachses der Menschennach der Sundflut hier einrücken nach den Ausrech-nungen dreier der abgedachten Schriftsteller, nebst der»Grundsätzen, wornach dieselben eingerichtet worden.
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