M li Hauptst. Algememe Geschichte vünder Sündflut bis Abrahams Geburt'
I n.ö G.401. Wir werden einer zwiefachen Ordnung in dieser ersten Pflanzung gewar. Zuerstp L. G. 2597. flnd sie nach ihren Völkern geordnet worden, und denn nach ihren Häusern; so daß jedes >
Volk vor sich gewont, und sein Loos vor sich gehabt, in jedem Volke aber die Geschlechterwieder so gewont, und ihre lose vor sich gehabt. Denn der wahre Sin der oben angesilt-ten Stellen scheinet mit sich zu bringen, daß das Land, oder besondre Looö jedes Geschlechts,in dem algemeinen Lose jedes Volks gelegen.
. . . §. Z6z«
Erstere bevöl- Diejenigen, so eine Erklärung dieser ersten Niederlassungen der Kinder Noäh unter«-ermig der nommen, haben ihre Mutmaßungen hauptsächlich auf die Aenlichkeit der Namen gegründet >E- welche Spur zu betrieglich ist, sich darauf so sehr zu verlassen, wie einige gethan haben,die bey Vorfallenheiten die ganze Welt ausgeplündert, Namen von Völkern, Gegenden,Strömen, Gebirgen und Städten zusammen zu bringen, die nur die geringste Verwand« ^schüft mit den Namen der Häupter von Pflanzstädten gehabt, die sie zu bestimmen verlege»gewesen. Andere haben daher die Vorsichtigkeit gebraucht, gewisse Regeln r) zum Grün«de zu legen, um desto sichrer bey dieser Untersuchung zu gehen, welche sich aufzwey zusammenzkehen lassen r i)Sich selbst hauptsächlich von der Schrift leiten zu lassen, ohne gleichwol dasLicht gänzlich beiseit zu setzen, so wir von weltlichen Schriftstellern haben können. 2) Dieursprünglichen Pflanzungen in einem warscheinlichen Bezirk der Erde und in einer ordentli«chen Einrichtung zu suchen; so daß man sich nach den Geschlechtern umsehe, wo man dieVölker antrift, und nach den Völkern, wo man die Geschlechter findet. Und diese Regeln,dünkt uns, können eingeräumet werden. Eine andre hingegen, nemlich, daß diejenige»Völker, deren Häuser vom Mose namhaft gemacht werden, hauptsächlich in der Nachbar»schaft von Judäa zu suchen seyn, scheint uns gar zu vielen Auönamen unterworfen zu seyn,als daß sie den Namen einer Regel verdienen solte. Denn es ist die Absicht dieses Geschicht-schreibers, uns eine Nachricht von dem Ursprungs aller Völker auf der Welt zu ertheilen, soferne er Kentnis von denselben gehabt; und nicht nur von denjenigen, die mit den Jude»zu schaffen gehabt, oder derselben Nachbarn gewesen.
§. g64»
Weitere M- Doch bey dem allen ist dis eine von denen Untersuchungen, darum man nicht gar zu^rlmhung sorgfältig bekümmert seyn darf; denn die Ursprünge sehr weniger Völker können bis aufdie
er> «n. Zerstreuungen zu Babel hinauf gefüret werden, indem der gröste Theil derselben der äusser-
sten Ungewisheit unterworfen ist. Seit den ersten Wandrungen der Menschen haben dieLänder oft ihre Namen, und die Völker oft ihre Länder verändert, ohne daß es von den Ge-schichtschreibern angemerkt worden (^). Wir können Mutmaßungen ersinnen, und uns selbstmit der Scheinbarkeit unsrer Entwürfe belustigen; wer kan aber versichert seyn, daß dieGründe, woraufdieselben erbauet worden, einigen Grund haben ? Die meisten Beweise in U»»tersuchungen dieser Art, entspringen aus der Uebereinstimmung oder Aenlichkeit der Name»der Völker und Landschaften; doch, so viel wir davon wissen, sind die Völker, die wir vor sehtalt ansehen, gar neu, in Absicht aufdie nächsten Zeiten nach der Sündflut; und die Name»,die unsrer Meinung nach aus dem Altertum her von Städten beibehalten worden, sind oft
Siehe Medrns Werfe and Wells Geograph, des alten Testam. am obigen Orte.
(D) (Awtläie sliguiä in liocmsßno orbe Muts- tium nylnins, ertüiüjs uvmimbus xrioribus, ori-tur, nou2vrbiumtunäswentsi»«untur,nvusAen- untur (ri.)
(ri) <ie rvvlvkt, sä Mia,