Z6O II Hauptst, Zilgemeine Geschichte von der Sündflut bts Abrahams Geburt.
nen weitern Beweis der Unzulänglichkeit der hebräisthen Zeitrechnung ab, nach welchediese Beobachtungen nicht viel über ioo Jahr nach der Sündflut müssen angefangenben
§. 4Os.
Ursprung Der Handel ist, aller Warscheinlichkeit nach, mit mehrerer Bequemlichkeit vor derdes Handels. Sündflut getrieben worden, weil es damals, wie es scheint, nur eine und eben dieselbe Spr^che in der Welt gegeben: doch war derselbe auch damals so notwendig nicht, als er nachtegeworden ist; nicht nur weil die Bedürfnisse der Menschen durch die Übeln Wirkungen d?rSündflut an der Erde und ihren Früchten sind vermerkt worden "), sondern auch weil dssMenschen mehr bey einander woneten, und ihren Notwendigkeiten durch tauschen mit ihre"nächsten Nachbarn abhelfen konten, ohne genötigt zu seyn, ihren Handel weiter auszubrei-ten. Und daß sie keine Schiffe gehabt, einen Handel nach fernen Gegenden zu treiben, scheidoffenbar zu seyn ; denn wenn die Schiffart dama's schon wäre erfunden gewesen, so hättetsich einige andre eben so gut bey der Sündflut retten können, als LTloah und sein Haus'Doch nach dieser Verwüstung und der Zerstreuung der Menschen hat es nicht nur schwebwerden müssen, mit Völkern zu handeln, die verschiedene Sprachen redeten; sondern ihredürfnisse haben auch durch diese Theilungen zunemen müssen : indem die Einwoner neu^Länder nicht nur ihre eignen Bedürfnisse warnamen, durch Erinnerung der Bequemlichkeitten, die sie zurück gelassen ; sondern auch manches nützliches in ihren neuen Wonplätzentrafen, welches ihnen oder ihren Stiftern unbekant gewesen. Dis veranlasse sie, daöjenl-ge,waö ihnen felete, aus denenGegenderHerzuholen, wo sie sonst gewonet, und dagegen zur Ve>?wechselung dahin zu bringen, was sie an ihrem Orte nützlichs entdeckt; welches den aU^wärtigen Handel zu allererst verursacht zu haben scheint, dessen almaliges Zunemen wir i>Ufolgenden beiläufig werden anfüren können. Die Erfindung der Schiffart war gewis dergröste Schrit zur Verbesserung desselben, indem sie die See, die vormalige gröste Hindertm's, zum grösser, Vortheil desselben gemacht") (^).
Drittes
»h Siehe oben Hauptst. I. Abschn. 7. §. 241. sg. o) IgtlolrLklu comm-rce ek cle laULuiz. gcrLncieeh
cap. r. er z.
(rz4.B ) Hiebey mus verglichen werden, wasvon den Wissenschaften der ersten Welt erinnert wor-den (17z). Die einfältigere Lebensart der ältestenZeiten, wobey die Menschen mancher heut zu Tagevor unentberlich gehaltenen Notwendigkeiten entbe-ren können,nebst dem ziemlich langen Leben der Men-schen, so noch geraume Zeit nach der Sündflut fort-gedauert, macht gar begreiflich, daß die Menschen da-mals Zeit genug gehabt, einige Künste und Wissen-schaften zu treiben. Wobey ihre Wahl allerdingsdurch den grösser« Nutzen derselben im qeselschaftli-chen Leben wird seyn bestirnt worden. Zn welcherAbsicht denn wol unstreitig die Sternkunde unterdie allerältesten Beschäftigungen der Menschen gehö-ren mus: indem alle bey menschlichen Geselschastensounentberliche Abmessung derZeitvon Anbegin hernach dem Laufder Himmelskörper geschehen müssen;auch die Bemerkung desselben und der abwechselndenWitterungen verschiedener Aahrszeiten,zum Feldbausowol als zur Viehzucht, ja selbst zur Bestimmung derLage der Lander und bey Reisen, von augenscheinli-
chem Nutzen und unleugbarer Notwendigkeit gena-sen. Daher das Altertum der Bemerkungen desLaufs der Himmelskörper den Verfassern blos a»»Parteilichkeit gegen die hebräistcheZeitrechnung ver-dächtig zu sey» scheint, als welche hier wieder herbei'ten mus; obgleich solch Altertum mit derselben sehtwohl bestehen kan, wenn auch die späte Nachricht da'von vor noch so glaubwürdig gehalten wird. Zurm«da theils die ältesten gesittetem Völker sehr zeitig a»'gefangen, besondere Leute, ja ganze Geschlechter;^Trcibung der Wissenschaften, und sonderlich derSternkunde zu widmen; theils die ältesten Schristskaller Völker den früzeikigen Anfang dieser Beschäl'tigung beweisen, woraus allem Ansehen nach sog^die älteste Abgötterey entstanden.
(rz;. B.) Ob es vor der Sündflut schon einiMGebrauch von Schiffen gegeben, läst sich nicht leiassentscheiden. Sanckumalhons Nachrichten (hu??' >LL>o. zio.h können weiter nichts erweisen, als daß wa» j
die Schiffart unter die ältesten Versuche derMenscbs" >
gerechnet habe, welches an sich nicht unwarjcheinM