Band 
Erster Theil.
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z64 in. Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

Thal, wodurch es von Cprenanica abgesondert wird. Allein dadurch würde der Umfangdesselben gar zu gros gemacht werden, daß Marmarica und Ammonis darunter mit be-griffen werde, die doch, nach aller Geständnis, nicht zu Egypten gehören. Man rechnetalso, allem Ansehen nach, die wahren Grenzen auf derselben Seite richtiger von plinthirie,einer Stadt jenseit des Sees Mareoris, gegen Osten aber bis an den See Gerbonis^oder genauer bis (Ostracine an dem mittelländischen Meere, und Heroopolis oben an den» ,arabischen Busen. Die Grenzen gegen Mittag waren Syene, eine Stadt, die fast u"' !ter der Wendungslinie des Krebses lieget, nebst Elephamine und philä, welche beidenoch etwas weiter liegen °).

Gleichwie die Alten in Bestimmung der Grenzen zwischen Assen und Africa eben-fals nicht einig sind; also rechnen einige, die nemlich den Nil zur Grenze zwischen diesenbeiden Welttheilen annemen ?), so viel von Egypren, als gegen Morgen dieses Flusseslieget, zu Assen. Andere hingegen rechnen es ganz zu diesem Welttheile, indem sie die Gren-zen von Assen bis nach Alexandricn §), oder bis an den Tarabachmus") erstrecken-Allein wir halten die gemeine Meinung vor die natürlichste, vermöge welcher der arabischeBusen und die Erdenge Suez Assen und Africa von einander scheiden. Indessen hoffe"wir, diese angefürten Zeugnisse werden uns hinlänglich entschuldigen, daß wir die EIPPt^mit unter die asiatischen Völker fassen, als deren Geschichte wir in diesem Buche abhandle"wollen, welches wir blos mehrerer Bequemlichkeit des Vertrages wegen gethan haben

§. 410.

Emtheilung Das alte Egppten wird von einigen in zwey Theile, Ober-und Unteregypten gt'desselben. theilet. Andere theilen es in drey, nemlich das eigentlich sogenante Oberegypren, odetThebais; das mitlere Egypten, oder Hepransmis; und Unteregypten, wovon dasDelta der beste Theil gewesen.

§. 4 »r-

Thebais. Thebais, welches die Griechen von der Hauptstadt Theben also genant haben/

heißet in der Schrift pathros, heutiges Tages aber al Said. Es ist der südlichste TheUvon Egypren und Ethiopien, und bey nahe so gros, als das übrige zusammen genom-men, indem es das Land an beiden Seiten des Nils bis nach Heptanomis in sich fasst rindem die letzte Stadt desselben bey den Alten Lyeopolis auf der Abendseite, und Amä<^polis auf der Morgenseite des Flusses gewesen; welches sehr genau mit der heutigen Grosse von al Said übereinkomt, als dessen äusserste Stadt gegen Mitternacht Manfakss

ist').

§. 412.

Städte des- Vor Zelten waren in diesem Theile Egpptens eine Menge grosser und prächtigst lMen. Städte, >

S. v!n luprs, S. 6eorx. I. q. r, r. I. 11. ver. ib- !

kill. ogr. c,I, -) >Ie keUo /r>e». csp.14. äebcNoluxurrk,!

1.1. c. 8. Vo^gx, kvm. y. p. roy.

(2Z7- B.) Bey der Eintheilung der römischen Vorn D. pocock ist p. r die Länge Egyptens ti«tProvinzen, auch nachher der christlichen Bistümer, auf ;6o Meilen gesetzt worden, oder 8 Grad, cinMist Egypten allezeit zu den Morgenlandischen Völ- jeden zu 70 Meile» gerechnet, alwo er zugleich eriMkern gerechnet worden. das übrige Africa aber zu nert, daß -Herodorr Ausmessung der Lange naffden abendländMen. Von der Frage, ob Egypten dem Lauf des Nils, alle Krümmen desselben niitge-zu Asten oder Africa gebore, wird schon vom -He- rechnet, verstanden werden müsse, weil sonst ^

rodoeo gestritten. B. 2 S. 10610. Plinius Kilt. von ihm angegebene 89; Meilen vvm Meer bis E-

nst. D. 5 c. 9 rechnet dasselbe gleichfals zu Asien, lkphanrinen nicht herauskommen.