I Abschnit. Beschreibung von Egypten. z6z
Stadt«; nebst Tempeln verschiedner Gotheiten, und die Gräber seiner alten Beherscher.Man sagt, daß daselbst nicht nur verschiedene Obelisci und Colossen zu sehen seyn sollen,von grösserer Schönheit als diejenigen, die in Unteregypren angetroffen werden; sondern^ch einige Pyramiden, welche die bey al Rahira, gemeiniglich Eairo genant, an Höheübertreffen ; nebst andern erstaunlichen Gebäuden, wovon wir hernach einige beschreiben
§- 41;.
b- Hauptstadt Theben, nachmals Diospolis oder Jupitersstadt genant, lag an HauptstadtM blil, und wurde mit Recht unter die schönesten Städte in der Welt gerechnet. Ao-- ^
^ gedenket ihrer hundert Thore, wovon sie den Zunamen Hccaroinpylos fürete Sie^ so unglaublich volkreich, daß man saget, sie habe zu gleicher Zeit zweihundert Wagen')
2 , zehntausend streitbare Männer zu jedem Thore hinausschicken können ; wenn anders dieLaien richtig sind. Zu Strabons Zeicrn war sie achtzig Feldweges, oder zehn Meilen^g- Wiewol bis ist nichts gegen ihre alte Länge, ehe sie von dem Tambyses zerstöret^urde«); denn man berichtet, sie sey damals 422 Feldweges, d. i. 52 und eine halbe Meilegewesen (^). Der Reichtum dieser Stadt war so gro§, daß, nachdem sie von denPersern geplündert war, dasjenige, was man bey Verbrennung der Ueberbleibsel von derPlünderung herausbrachte, sich über zoo Talente am Golde, und 2302 Talente an Sil-ber Helles-). Es ist ungewiß, wer diese Stadt gestiftet habe. Einige sagen, sie sey vonDstris erbauet worden, der ihr anfänglich den Namen seiner Mutter beigeleget >). An-dere aber halten sie vor ein Werk eines zweiten Bustris *). Es kan nicht undienlich seyn,anzumer.en , daß vormals ganz Egppten den Namen Theben ") gefüret hat, als wel-ches dasjenige glaubwürdiger machet, was oben von ihrer grossen Macht gemeldet worden.
. , §. 414»
Dle übrigen alten Städte von Wichtigkeit in Thebais waren das kleinere Disspo-Mebrige plähe.This, Abydus, Tcntyrw, Hermonrhis, Latopolis, Gyene, Loptus, und verschie-be andere, welche insgesamt jetzo entweder gänzlich zerstöret, oder kleine Städte und Dör-lee sind. Die letzte verdienet insonderheit bemerket zu werden, nicht allein, weil sie eine sehrStadt ist, sondern auch weil sie der vornemste Aufenthalt der eingebornen Egyprer^ langen Zeiten her gewesen, seitdem ihr Land unter fremder Botmäßigkeit gestanden, undrhren heutigen Namen Topten davon bekommen haben (^).
§. 4'5.
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. ^ Andere behaupten, dieses sey nicht die Anzal re Egypten ist der natürlichen Lage gemasser undThore der Stadt selbst ; sondern weil die Tem- in Nei'ebeschreibungen häufig gebraucht, auch vomL' in der Stadt viele breite mit Seulen versehene Mailler behalten worden : die andere aber in dreyMgänge gehabt, so habe sie davon den Namen be- Theile, komt mit den Geschichten, und der bürgerli-*°wmen, und sey dabey eine gewisse für eine unge> chen sowol alten als neuen Eintheilung besser über-'"isse Zahl genommen worden (i). ein, und ist ^leichfals in der natürlichen Lage der Ge-
Sie enthielte jedoch nur 1700 Aecker, so ein genden gegründet. Die erstaunlichen Trümmer undA?as von loo (UnavcKtellen ist ; woraus man Steinhaufen des alten Thebens sind am aussur-Wesset, daß die Breite weit geringer gewesen, als lichsten vvm D.Pocock beschrieben worden, im Ztenkänge, indem sie vermutlich gröstentheils an Hauptstück des rten Buchs, S. 91, re, dessen Er-Ufern des Nils erbauet worden (2). zalungen und Zeichnungen die sonst unglaublich
g,ssrz 8 . B.) Die Eintheilung Egyptens in zwey nende Nachrichten der Alten bestätigen. Der Um-.^ech,das obere oder hohe, und untere oder „jede- fang dieser Steinhaufen ist so grvs, daß jetzo blos
Zzz auf
b) vbl iliprs p'. ( 2 ) S. la dtclsw. p. Z7I.