z66 m Hauptst, Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
Heptanomis.
Unteregypten
§. 4iZ. ^
Heptanomis, oder das mklere Egypren, wurde also genant von den sieben ^men oder Aemtern, worin es getheilet war ; wiewol Gtrabo ^)sagt, es habe aus seyzehn bestanden. Welcher Unterschied vieleicht dadurch mag seyn verursachet worden, da?man neue Aemter denjenigen beigefüget, woraus es anfänglich bestanden, so insonderheit^denen von Oasis geschehen, welchen Namen zwey Städte, nicht eigentlich in EgypAsondern an den Grenzen von Libyen gefüret haben. Heptanomis begrifalles Land zu be'den Seiten des Nils von Thebais bis an die Spitze des Delta, wo der Flus sich in ^Ströme zertheilet, mit welchen er in das Meer fället. Einige Alten machen aus diesesStriche Landes ein Theil von Thebais; und etliche von den morgenländischen Erdbeschr^bern rechnen al Gaid eben so weit ^).
Dieser Theil Egyptens war in den alten Zeiten gleichfals sehr vol von grossen und^rümten Städten. Die vornemste darunter war LNemphis, welche von ihrem erstenge Menes erbauet, und lange die Hauptstadt des ganzen Königreiches gewesen ist.waren auch der See Nlöris, die Labyrinthe, und die Pyramiden, die in dem Alt^tum so berümt sind ; wovon wir hernach einige Beschreibung ertheilen werden (^).
§. 416.
. Unteregypten ging von Heptanomis bis an das mittelländische Meer, und ^grif nicht nur denjenigen Theil, der von den Armen des L7?ils eingeschlossen wird, und vo»
seiner
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e) S. not. sei Xtkrax. p. ISO»
auf der einen Seite des Flusses gegen Morgen 2,bewonte Orte, Carnack und Laxerer» oder Lac-sar, eine Meile von einander liegen, aufder Abend-seite aber Gurnon und Mediner -Habs» in nochweiterer Entfernung, zwischen welchen Orten undin einem ansenlichen Umfange auf allen Seitendie vormalige Stadt gestanden. Pomponii LNcläB. ii c 9 vorgebrachte Mutmassung, daß -Home-ri roc> Thore Fürstenhöfe und öffentliche Versam-lungsplähe gewesen, ist der beigefügte« Meldungzalreicher' Kriegsvölker wegen warscheinlicher, alsDrovori von so viel Tempeln, doch können beidefüglich verbunden werden. Vier Tempel sindsonderlich daselbst berümt gewesen. Auf der Mor-genseite hat der grosse Tempel Jupiter« gelegen,davon die ganze Stadt, und sonderlich dieser TheilDiospolis geheißen, wie die Abendseite Memnion.Drodorus giebt demselben anderthalb Meilen imUmfange, und seht die Höhe desselben auf 4; Ellen,die Dicke der Mauren aber auf 24 FuS, davon dieUeberblcibsel zu Larnack noch beinahe eine halbeMeile ausmachen. Der zweite Steinhaufen liegtvier Meilen davon gegen Morgen ; des dritten aufeben der Seiten gegen Mittag, und ist das prächtigeGrab Gsymanduä, so eine und eine Viertelmeileim Umfang gehabt, und vordem auch das Behält-nis des uralten und zalceichen Büchervorrats derEgxptec gewesen. Des vierten Ueberbleibsel be-finden sich auf der Abendseite, alwo auch die erstaun-liche Bildseule Memnons, von deren täglich ge-hörten Schal die Alten häufig reden, und in eini-ger Entfernung davon die prächtigen Gräber der
Könige und unterirdische Gebäude angetroffenden. Ausser diesen Hauptgebäuden ist eine unzäiAMenge von Trümmern anderer Tempel und präK.tigen Gebäude daselbst befindlich, die zum thebnoch ziemlich unverseret, und mit sehr kentlMSpuren der vormaligen Pracht dieser Stadt ang^füllet sind: deren Ruhm durch die GelersamkeittiN'Wissenschaften, so daselbst gcblühet, nicht wenig a^'gebreitet worden ; indem die dortigen Priesterdie ersten Erfinder des SonnenjahrS ausgegebnwerden.
(2Z9. B.) Die Eintheilung des Landes inmos, Aemter oder Stathalterschaften, ist vonLandesherren gar häufig verändert worden, dah<*die Anzal derselben so verschieden bey den Altengegeben wird : welche Verschiedenheit also ohneWeiterung oder Einschränkung der Grenzen des Asamten Landes stak finden können- Der HauplEnach hat sich diese Eintheilung sowol des ganzen KAnigreichs in z Haupttheile, als eines jeden in kleinesAemter, durch alle folgende Abwechselungen der W'gierungen erhalten, so daß selbst die jetzige türkissogar der Anzal solcher Aemter nach der uralteEinrichtung sehr nahe komt. Bey der im folgE'den angefürten richtigen Uebersehung derIcsi 19, 2 von den 70 Dolmetschern, mus diewechsclung der Worte und verhütet n>e^
den: indem die unrichtige Leseart an
stat die vormalige lateinisiche
bersehung lex kiper legem verursachet hat/ das«'hernach richtiger in der PylggtS gesetzt worden,^Znum contra rexnum.