Band 
Erster Theil.
Seite
367
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i Abschnit. Beschreibung von Egypten.

Z67

seiner dreieckigen Gestalt Delta heisset; sondern auch Mareocis und Alexandrien mithrerzugehörigen Gegend gegen Abend, ingleichen Castoris und Augustamnrca, nebst ei«

'gen anderen Landschaften, gegen Morgen nach Arabien zu.

§. 417.

Einige haben sich vorgestellet, das Delta, oder der gröste Theil desselben, sey ein An-Beschreibung.!?nchs von Land zu Egppren; und die Ebenen zwischen den Gebirgen jenseit Memphis desselben,uyn vormals ein Merbusen gewesen, der aber durch die Länge der Zeit von dem Erdreich an«

^lullet worden, das der LTKl herab geschwemmet habe ^). Allein diese Meinung scheinetM ungegründet zu seyn, wenn man bedenket, was vor eine geringe Aenderung in diesemHeile Egyptens seit 2000 Jahren vorgegangen ist; ingleichen die Zeit, so HerodotUS aufviese Veränderung rechnet, so nicht kleiner ist als von 20000 Jahren, und weit länger als'e Welt gestanden hat. Einige Araber theilen das Delta in zwey Theile, al Ais und5 .' Bahriya; den ersten gegen Abend hält Bocharc vor das Rahab in der Schrift *). ,

^ Wurde so genant wegen seiner Aenlichkeit mit einer Birne, welche die Egypter Rib°der Ribi nennen ^). ?ll Bahriya ist der morgenländische Theil des Delra, nach ver-schiedener Bericht^); wiewol einer, der neulich dahin gereiset ist, al Bahriya, oder, wieer es schreibet, Beheire, richtiger jenseit des westlichen Arms vom Nil setzet ^). Die vor-kemsten Städte in Unteregypten waren Tanis, Sais,und Tois, welche sonderlich berümt^>d, weil sie die Wonplätze verschiedener fürstlicher Häuser gewesen; und in den spateren ZeitenAlexandrien, welches die Hauptstadt des ganzen Königreiches gewesen, so lange es dieGriechen und Romer im Besitz gehabt

§. 4 ' 8 .

l.l.p.zk). tt-mcl. 1 .2.c.5. ps 87,4 und Ly, 10. Ies ;l,y. l-cr.

>. 4. c. 24, ^ Occiixi. lvlN. I, p. 8. Vvj-, rvni. r. ^ IY5, L) Lüi>x ci'uae c»r-

te 4 pzr

Die alhier bestrittene Meinung, daß, Louah, so jeht 7 Meilen vom Meer liegt, ist vorv nicht ganz Egyptcn, blos Thebais ausgenom- ; bis 4 Jahrhunderten noch eine Seestadt gewesen,s',"'wenigstens das eigentliche Unteregypten, und Und Maillet versichert Th. 1. S- 120, daß die Enr-^ , °mich das Deka, aus dem Nil entstanden, durch fernung der Stadt Rosette, die vor 100 Jahrendes Wchen Zusah von Erde, und also ein Geschenk noch am Meerufer gelegen, zwischen den JahrenSinH - sey, ist nicht nur von den Alten durch- 1692 und 1718 um eine halbe Meile zugenommen,behauptet, und als eine Ueberlieferungvori- seinem eigenen Augenschein nach bey zweimaligerMel^Men angefüret worden, dahin ausser den ge- Gegenwart daselbst. Die andere Erfarung bestehtbör. Stellen -Herodoti und Diodori, noch ge- aus der eben so unleugbaren Erhöhung des Erdbo-tenn > wdor. B. z pag. 144 rc. Ariffotelis me- dens in Egypten. Denn da die Städte, sonderlichbwk l cap. 14. plinii kill. naiur. B. 2 e. 8;; in Unteregypten, auf lauter von der Natur oderhat auch in neuern Zeiten Beifal gesunden, durch Kunst erhabenen Orten gebauet worden, um«u« brühet auf sehr guten Gründen, die sonderlich vor der Uebcrschwemmung sicher zu seyn: so ist dochu» zwey erweisliche» Erfarungen bestehen. Die nach und nach das benachbarte flache Land so ange-ist der beständige Anwachs Egyptens beim wachsen, daß man die Städte entweder aufs neuedes Nils. den die Geschichte sowol als erhöhen, oder mit starken und kostbaren Dämme»Augenschein ausser Zweifel sehen. Der vorma- umgeben müssen. Daher der Tempel mitte» inG" grossen Entfernung der Insel phacos vom Bubasten niedriger gestanden, al« die übrige Stadt,Lande, eine ganze Tagereise weit, nicht zu ge- weil man ihn bey neuer Erhöhung der Stadt seiner>>,. die vom Platane im Timäo plinio Kill. Kostbarkeit wegen nicht niederreißen wollen ; auchz,, ' B. 2 x. x; und Seneea gu«ll. nst. B. 6 c. 36 die Orte, wo -Heliopoli« und Babylon gelegen, der,"uf -Homer» Versicherung Gdyß. 4, 354. rc. übrigen Erde gleich sind, und järlich überschwem-,'"eidet wird -. so hat unstreitig in der Mitte des met werden, ohnerachtet sie vordem auf ansenli-«,,7 Jahrhundert Damiette unmittelbar am Meer chen Höhen gelegen ; ja so viel Steinhaufen undund ist ein Seehafen gewesen, wie aus den Ueberbleibsel des Altertums ganz oder zum theil be-j,-. °rugen Ludwigs des heiligen erhellet , welche deckt werden; wozu doch sonderlich in Oberegypren»v ro Meilen vom Ufer entfernet ist; die Stadt die Menge Sand, so durch den Wind dahin gefürer

wird,