Von den fi-schen.
z82 in Hauplst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
andere Gattung ist weis, jedoch sind der Kopf, Hals, Schwanz und die Spitzen der Flügelso schwarz, als die erster»; diese sind so gemein, daß man ihrer oft eine grosse Menge beyeinander siehet. Der Schnabel und die Beine dieses Vogels gleichen einem Storch. 3^re Speise, ausser den gedachten Schlangen, sind Schnecken, Heuschrecken und anderesschmeiö ")
§. 4Z6.
Ausser den übrigen Seen in den andern Theilen von Egypten, sind diejenigen »ndem Delta, ohnweit des Meres, sehr fischreich, obgleich nicht über sieben bis achterley ArtenFische darin anzutreffen sind. Es giebt deren drey sehr grosse zwischen Alexanderen undTrnah °), oder dem ehemaligen pelusrmn. Zwey Arten dieser Fische werden eingesalzen,und in grosser Menge nach Syrien, Lypern und Constanrinopel verfüret. Die Ein>künfte der einen dieser Seen, so Manzalah heißet,, bringen dem türkischen Kayserjarlichnicht weniger als vierzig tausend Kronen in den Schatz. Diejenigen, so nahe an diesenSeen wonen, essen viele frische Fische, und das sehr wolfeil, wie vormals die Israeliten H.Allein, der heisst« Luft wegen können sie nicht weit verfüret werden; daher müssen sich dieEinwoner von al Aahira mit den Fischen begnügen, die ihnen der Nil bringt. Weilaber das Bette dieses Flusses sehr vol Koth und Schlam ist, so nemen die darin befind!»chen Fische einen sumpfigen Geschmack davon an, ausgenommen vier Arten derselben, diesehr wohl schznecken. Diese sind, der Ixescher oder Lates, so der Alten Latos ist, der oft stgros wird, daß er zwey bis dreihundert Pfund wieget; der Cashouc, ehemals der scharfesNase wegen «Dxyrinchus genant; der Bonns so bisweilen zwanzig bis dreißig Pfundwiegt; und der Lepidotus, woraus die alten Egyprer soviel gemacht; und endlich detRarmud, der bey alten Schriftstellern unter dem Namen phaczrus bekam ist. Dieserletzte ist schwarz, wird so gros wie der Bonni und ist sehr gefräßig. Diese Fische sind denEinwonern von al Ixahira um desto dienlicher, weil man sie das ganze Jahr hindurch indem Nil findet, und sehr leicht fängt s)
§. 4Z7-
Von den egy, Holzungen sind zwar in Egypten sehr seltsam, doch giebt es einige Palmwäldcrptischen ge- ^Egen die libyschen Wüsten; auch ist ohnweit Dendera, oder dem alten Tentyra einWald von wilden Datrelbäumen *), deren Früchte sehr hart sind, von den Einwoner»aber doch hochgehalten werden. Die Palmbäume sind die gemeinesten in diesem Lande,ausser welchen es auch verschiedene Arten Fruchtbäume giebst, ingleichen einige Cedcrn, diedoch weder so gros, noch so häufig zu sehen sind, als in Syrier:; und einen grossen dornstgen Baum al Hilaji, woraus vieleicht die alten Egyprer die Fahrzeuge gemacht haben/deren Herodorus gedenket ^). Kurz: Egypten ist kein Land vor Bäume, welche alhick
nicht
wüchsen.
»d S- idici. vb'i kupra p. 246.
p. 245. vbi supri x>. 242.
(260. Der schwarze Ibis ist anjetzo sehr sel-ten, der meiste, auch graue aber noch sehr häufig,davor! das Weibchen auch roth gezeichnet ist DerAenlichkeit wegen mit den Storchen gemessen sienoch jeho der Hochachtung, so die MuhäwmeVanergegen diese letzter» Thiere haben, weil sie ihr Geschreyund die Bewegung des Leibes dabey vor eine Anbe-tung halten.
vbi kup. p. rzz. iiz. 4 Mas. II, 5-
vbi lvprn p. 157. Uib. 2.
sr6r. B.) Der ckashonc scheint auch der vok»Pocock S- 202. gemeldete Gnrgnr zu seyn, vondem man erzält, das, er sich im Lcocovil durchsbeite, wenn er von ihm vertchlunaen worden ; ^her nichtunwarscbeinlich gemutmassetwird, daßnii Nachricht vom Delphin, und der Verwundungdes LrocoSils durch denselben, auf diesen Fisch i"deuten sey-