i Abschnit. Beschreibung von Egypten. Z8Z
ohne viele Wartung und Pflege wachsen (^). Mit den Pflanzen aber verhält es>'ch ganz anders; denn deren giebct es so sehr viel verschiedene Arten, daß wir nur einigeWenige davon anfüren werden, und zwar hauptsächlich solche, die einiges Licht in den alten^schichten geben können.
§. 4 Z 8 .
Die erste, wovon wir Nachricht geben wollen, ist das Schilfpapprus oder Bpblus, Von dem Pa-tches die Einwoner jetzo al Verdi nennen. Es wächset an den Usern des !Hrls, und Mus.
Messet einen Stengel von neun bis zehn Fus hoch; der Stam bestehet aus einer grossen^nge langer gerader Zäsergen, die kleine Blumen tragen: die Blätter sind wie eine De-8 enklirige gestaltet, und man brauchet sie, Wunden damit offen zu halten; mit der Aschedem Stam heilet man auch Wunden, wenn sie nicht alt sind. Aus dieser Pflanzepachten die Alten ihr Schreibpapier, welches daher auch den Namen bekommen hat.
Man verfertigte eö auf folgende Art; man nahm das Mark aus dem Stam, machte dar-aus einen weissen Teig oder Leim, und daraus das Papier; fast auf eben die Art, als wir esAis linnen Lumpen machen. Andere behaupten jedoch, es sey aus der inneren Rinde derPflanze verfertiget worden. Ehe der Ackerbau in Egppten in Aufname gebracht wurde,leistete dieses Rohr grosse Dienste; denn sie brauchten es nicht nur zur Speise, sondernYachten auch Kleider, Kähne und allerhand Hausgeräte daraus, imgleichen Kronen vorihre Götter und Schuhe vor ihre Priester; nachdem aber nützlichere Erfindungen aufkom-men, hat man solchen Gebrauch beiseit gesetzt, und diese Pflanze wird nun gar nicht mehrgeachtet') (^).
Der egyptische Flachs,
§. 4 ZY.
insonderheit eine Gattung desselben, war so ungemein fein,
und
Flachs.
-*) dEj vbl iuprg p. 249. leg. S. Ko//,'». killt. anc. vol. I. s>. ic>6. I. IZ. c. II.
. Die Baumfrüchte und alles Obst gerät
Wr schlecht in Egypten. Voitdem Unterschiede desGeschlechts in den Palmbäumen, und der aus demMangel des einen herrurendcn Unfruchtbarkeit ver-üben an manchen Orten, verdienet pocock S.206 rc."ochgesehen zu werden, alwo auch von den Domen. ,rr thebaischcn und wilden Palmbäumen gehän-gt wird. Unter den Beilagen des aten Theils derMsen des D. Sckaw ist die ipte S. roi- irz einpeciiiienpliytoßrapliicseslricsnsc, oder cataloZueplulieur» plante» rare» äe Larbsrie ä' L^xpie et
? ärabie, alwo 6zr Arten angefürt werden, auch die'bleusten gezeichnet vorkommen.
. (rsz B ) Die Geringschätzung dieses Gewächses'den spätern Zeiten ist so gros gewesen, daß es dar-"°kr beinahe verloren gegangen zu seyn scheinet: we-Mcns ist es so ungewis geworden, daß man heutU <age nur mutmaßet, welches unter den egypti-Me» Gewächsen die meiste Zleistichkeit mit den Be-treibungen desselben bey den Alten haben möchte.!,r>rc>ck gedenkt desselben gar nicht; Schawnurnn-den hieroglyphisthen Bildern der alten Egy-l LNailler aber handelt zwar davon, Th. rdoch mit solcher Ungewisheit, daß er end-tzAgar höchst unwarscheinlich den Feigenbaum A-"Ms, so die Araber Motts nennen, daraus macht.
Von dem alten Papye haben am ausfürlichsten ge-handelt Beruh, de Montfaucon, sowol in derpslaeoAr. Zraeca p. iz 5 g. als in der äiü'ert. kur laplante appellee papxrus, 5 ur ie papier ä'LMpte, 5 urle papier äe coton et kur celui, äont »n 5 e 5 ertaujaurä'liiii , die in den inemoires äe l' acaä. äe»inkcript. et belle» lettres tom. 9 p. zor 5 g. bestnbltchist, und Gcip. Maffei in der ittoria äiplnmatica I.»sonderlich §. 4 bis 10 ; ingleichen Joh. LNabillonäe re äiplomatica 1 .1 c. 8 Franc. Mar vyigrssv«lus äe ckarta epikgue vku spnä antiguos, so in derßslleria äi lUinerua tom.z. p. 249- 260 angetroffenwird, und zuerst Melch. Gvrlandinus äe papyro
5 comment. in tria O. ?Iinii msioris äe pspyro
capika, nebst Josi Just.. Scaligers Wiederlegungdesselben, oder snimsäuerk. in Kleä. Onilanälnicomment. in L. klinii I. iz c. il.ir, iz. und Seb.Rirchmejers äilk pbilol. äe psp^ro veterum , soganz aus dem Gvilandrn genommen ist; wie auchbeiläufig Llaud. Salmosius in den Anmerkungenüber Vopiseum undSolinum, Per. -Holmius äekcriptura 5 . kcriptione §. io 5 cz. in Th. Trenii anal.pliilol. crit. bist. p. 44; 5^. ^umphr. prioeauxLonnex Th-i. p. 627 rc. und AugTalmet äilieir.5 ur la matiere et 5 nr la korme äe» livres anciens
im tsten Th. des comweut. litt. p. 40 lst.