Band 
Erster Theil.
Seite
386
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A6 m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

sten und ihrer Geschlechter aufgefüret worden; daher auch ihre Nachkommen zu diesen Tei-len ihre Zuflucht genommen, ihre Ahnen zu erweisen §)

§. 444

Bonwemsie Es ist viel darüber gestritten worden, wer die Erbauer dieser Spitzseulen gewesen,erbauet wer- Iosephus ^), dem einige neuere Schriftsteller folgen'), giebt vor, daß die IsraeUcen ztftZeit ihrer schweren Drangsale unter der Tyranney des pharaons dieselben aufgefüret. DftSchrift scheinet jedoch dieser Meinung entgegen zu seyn, indem sie ausdrücklich meldet, d>«Sclaverey der Istaeliren habe darin bestanden, daß sie Backsteine streichen müssen, dahin-gegen diese Spitzseulen insgesamt von Stein sind. Andere geben vor, der Erzvater Josephhabe sie erbauet, das Getreide der sieben fruchtbaren Jahre darin aufzuschütten «-), und ,berufen sich zur Unterstützung dieser Einbildung auf die vorhin erwente Abstammung vonpyros, Weizen. Allein, diese Meinung ist noch weit »»gegründeter, als die erste: den»zu geschweigen, daß die Gestalt dieser Spitzseulen unter allen ordentlichen mathematische"Körpern von dem geringsten Behalt des innern Raums ist, mithin sich zu solchem Vorha'den gar nicht schicket; so wirft der enge Raum und die geringe Anzal der innern Zimmer,ausser welchen alles übrige ein festes Mauerwerk von Steinen ist, diese Mutmaßung gänj-lich über den Haufen.

§. 445 -

Fortsetzung Herodoms saget, die erste oder grösseste von den drey merkwürdigsten Spitzseule»AAr unter- sey vom Cheops erbauet worden, den Diodorus Chemmis nennet: denn daß solches ei'nerley Person gewesen, wird im folgenden erhellen. Die zweite sol, dem übereinstimmigi"Bericht dieser beiden Geschichtschreiber nach, vom Cephren, einem Bruder und Nachfolgerdes obigen Fürsten, seyn aufgefüret worden. Und die dritte sol wycerinus, des CheopsSohn, haben verfertigen lassen 0. Nach einiger Griechen Vorgeben sol diese letzte von derHureRhodopis, vderRhodope, seyn erbauet worden«-), welche die Sappho Dorichanennet, und ihres Bruders Lharaxus ") Bulerin gewesen. Allein, dis ist sehr unwarschein,lich, wenn man ihre Umstände und die Grösse der dazu erforderlichen Unkosten erweget; ob-gleich einige zur Verbesserung der Historie melden, verschiedene Stathalter, die mit ihr zu«gehalten, hätten dieselbe vor sie nach bestimtem Antheil erbauet ->). Ueberdis hat Hero-dorus gezeiget, daß sie lange nach Erbauung dieser Spitzseulen gelebet -). Indessen ge- 'stehet Diodorus bey dem allen, daß die Eingebornen sowol als Geschichtschreiber in Anst'

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ä'iKerr. 6e linZuu p. log. lid, 2. c. 5. cvemct. tscr. I. k«

c. 6. orix. Lxypc. p. Z87. erc. «je vrk!bu§ vbi suprli. erc. spuel

Inka. S- i. 2. lid. 1. vbi suprs. I/»

0) O/'ot/o-'. vbi luprs.

(B) Dieser Herr suchet seine Meinung aus dem ihrer Hohenpriester, welche in ordentlicher Folg«Herodotuszu bestätigen, als ob derselbe buchte, stunden, daß der Sohn allemal auf seinen Vaterdaß die Egypter ihre Geschlechtregister durck Seu- folgere; und sagten ihm dabey, keiner unter denstl'len anfbehaiteu, und daß man diese Senken Pyra- ben sey jemals vor einen Gott, oder auch nur vormiden genant habe. Die angefürte Stelle aber einen Held, oder Halbgott, gehalten worden ; son-enthalt weiter nichts, als dieses: Da der Geichicht- dern jedes Bild , das er sehe, stelle einen Pik«"schreibet -HecarLus den Priestern Jupiters sein mis vor, den ein anderer Piromis gezeugct.Gefchlechtregister bekant machte, und solches von Wort Piromis aber bedeute in ihrer Sprache we>'nicht weniger als sechzehen Göttern herleitete, weiten ter nichts, als einen ehrlichen Man (6). Mandie Priester auf keimrley Weise zugeben, daß ein ka» hierbey bemerken, daß ein Man noch in derMensch von einem Gott gezeuget werden könne; heutigen roptischen Sprache Romi, oder mit detNjöndern zeigten ihm in einem grossen Gebäude drei- Artikel, Piromi heisset.hundert und fünf und vierzig grosse hölzerne Bilder(6) lid, r«