! Abschnit. Beschreibung von Egypterr. Z87
düng dieser Spitzseulen gar wenig mit einander übereinkommen; indem einige sagen, Ar,
Niäus habe die erste oder gröstsste, Amasis die zweite, und Inaron die dritte aufgefü-r« r). plinius siehet diese Ungewiöheit als eine gerechte Strafe des Hochmuts derer an,die dergleichen unternommen
§. 446.
Die arabischen Schriftsteller geben wieder andere Stifter dieser Spitzseulen an, Weiteresals die Griechen. Des Einfals derjenigen zu geschweige«, die sie vor Gebäude des Jan Handlung.^Jan, eines algemeinenBeherschers der ganzen Welt vor Adam'), ausgeben, inglei-chen d^. oben gedachten Meinung, so dieselben dem Erzvater Joseph zuschreibet: so sageneinige, Namrod; andere, die Königin Daluka; und noch andere, die Egyprer vor derSündfluk haben dieselben erbauet. Die Copren erzälen, die östliche Spißseule sey dasGrabmal des Königes Gaurid; die westliche,seines Bruders, Hujib; die gefärbte aber, desKazfarinum, eines Sohnes des gedachten Hujib. Die Sabier geben vor, eine derselbensey das Grab Sechs; die andere, des Hermes oder Enochs, und die dritte, des Sabi;von welchem letzter« diese Partey, ihrem Vorgeben nach, den Namen hat. Sie sollen auchWalfarten dahin anstellen, und bey denselben einen Hahn und ein schwarzes Kalb opfern,auch Weirauch anzünden'). Die gemeine Meinung aber besteht darin, daß Gaurid sieder der Sündflut erbauet habe; und die Copren führen eine dahin gehörige Aufschrift an,so in dieselbe gehauen seyn sol, des Inhalts: Ich Römg Gaurid habe die Gpitzseulenzu der und der Zeit erbauet, und innerhalb sechs Jahren zu Ende gebracht:wer nach mir komr, und saget, daß er mir gleich sey, mag sie in sechshundertJahren umreißen, ob es gleich leichter ist, etwas niederzureißen, als aufzubau-en ; nachdem ich sie vollendet, habe ich sie mir Arlas bedecket, ein solcher aberMag sie nur mit Matten belegen ").
447.
Wie die Alten von verschiedenen Spitzseulen, die noch heutiges Tages in der liby- Erbauer an.schon Wüsten stehen, nichts gedacht; so haben sie hingegen die Namen und Stifter eini-berer pyram«.ger anderer angefüret, die der Grösse nach den oft gedachten dreien nicht viel nachgeben, 'durch die Zeit aber schon längst verwüstet und Zerstöret worden. Herodorus meldet, daßes eine von vierzig Klaftern oder zweihundert und vierzig FuS gegeben, die an dem Ende> des Labyrinths gestanden, und grosse Abbildungen von Thieren aus Bildhauerarbeit, miteinem unterirdischen Zugänge, gehabt"). Dis scheinet diejenige Spihseule zu seyn, worin,
"ach Strabons Bericht, Imandes, oder, wie ihn Diodorus nennet, Osymanduas be-8Mben lieget, welche er also vermutlich gebauet hat; obgleich dieser letzte in den Ausmessun-gen vom Herodoro abgehet; indem er saget, jede Seite derselben sey von vierhundertFus, und die Höhe mache eben soviel aus >). plinius, der in diesem letzten Umstände mitdem Herodoro übereinstimmet, gedenket verschiedener Spitzseulen, die nahe bey dem La-byrinth gestanden; allein, er giebst sie vor sechseckig aus- wenn man den von ihm ge-brauchten Ausdruck nicht unrecht verstehet«). Möris, der nachdem Osymanduas, a-ber lange vor dem Cheops gelebet, bauete auch zwey Spitzseulen, eine vor sich und die an-dere vor seine Gemalin, und zwar mitten in einem See, den er auögraben lassen, und wo-
Ccc 2 von
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cü-c» 6nem, §. n6, spur! Lkesuer vdi'mkra. G,oeilip. vo^.i. p. 74. ,
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