Z92 UI Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.Alten die Höhe dieser Spitzseule» treflich herausgestrichen haben, die grösseste doch noch nie«driger ist, als die Paulskirche zu Londen, denn diese ist allein von dem Boden bis an dieLaterne des Thurns vierhundert und siebenzkg Fus hoch. Wenn wir uns nun aufden Sei«ten der Grundlage, die mehrentheils viereckig ist, vier gleichseitige Dreiecke vorstellen, diesich gegen einander neigen, bis sie in eine Spitze zusammen laufen, denn so siehet der Gipssaus, wenn man unten stehet: so bekommen wir ein richtiges Bild von den wahren Ausmessunggen und der eigentlichen Gestalt dieser Spitzseule. Die Grundfläche muS daher vierhuf«dert achtzig tausend zweihundert und neun und vierzig Duadracfuö, oder etwas über einenglische Aecker Landes in sich halten. Gewis, eine so erstaunliche Grösse, daß sie unglaub-lich scheinen würde, wenn nicht die Alten eben soviel, ja einige unter ihnen gar noch mehr be«
zeugeten(v)(2").
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Aeussere ge. Der Gang nach der Spitze dieser Pyramide ist mit Tritten oder Stufen angelegtspitzseule^ wovon die unterste beinahe vier Fus hoch, und drey breit ist; und da sie wagerecht um dieSpitzseule herum lief, so lange die Steine ganz gewesen, einen engen Gang auf allen Seit^ausmachte. Die zweite Stufe ist der ersten gleich, und beinahe drey Fus breit. Aufebe»die Art ist die dritte Reihe auf die zweite gesetzt, und die übrigen nach der Ordnung, als so-viel Staffeln, die nach einander aufsteigen, bis zu dem Gipfel: der aber nicht, wie matheniU'tische Spitzseulen, in einen Punkt zusammen läuft, sondern sich mit einer kleinen Fläche, odereinem Viereck, so iz,2Zo. englische Fus breit ist, endiget, welches aus neun Steinen bestehet,ausser zweien, die an den Ecken felen ^). Diese Spitzseule kan nicht wol anders, als auf der Mtz
sey, als diejenigen, die sich von Morgen gegen A-beud erstrecken; welchen Ausdruck der Leser vieleichtverstehen mag, denn wir begreifen ihn nicht; dieAusmessungen, so er angiebt, kommen indessen mitdes Tbevenots überein (19). Nach den «rabisthenSchriftstellern hält die Hohe dreihundert und sieben-zehcn Ellen, und die Breite von jeder Seite vier-hundert und sechzig (ro>
(G) Der Flachen Inhalt mus, nach des -Hero-dolns Ausmessungen 640,000, und nach des Diovo-ri 490,000 AuadratfuS ausmachen. Plinius rech-net die Grundfläche nur auf acht römische Jägern,welches aber vermutlich ein Versehen eines Abschrei-bers ist; denn nach seinen Maassen mäste das Vier-eck der Seite779,689 römische Fus enthalten, wel-ches beinahe acht und zwanzig Jugera sind (21).
(271. B.) Die Verschiedenheit der Nachrichtenvon den Ausmessungen der Pyramiden, rürt zumTheil von den verschiedenen Grössen der gebrauchtenMaasse her, auch wol von der veränderlichen Be-schaffenheit des Bodens beim Fus derselben, alswelcher nicht ganz eben und mit einer Menge vomWinde gehäuften Sandes bedeckt ist ; hauptsächlichaber von der verschiedenen Fähigkeit der Ausmesser,«uch angewandten Fleis und gebrauchten Werkzeu-
gen. Darin es Joh. Greave« unstreitig allen übrbgen zuvor gethan hat. Die senkrechte Höhe dicstkgrossen Pyramide wird vondemselben auf495>F^gesetzt. D. pocock hat die Seiten der zweitenfe vom Gipfel gemessen, und die mitternächtige26 Fus, die Abendseite aber von zo Fus befuudch,daraus er mutmaßet, daß dieselbe nicht ein völlig gl^ches Viereck sey, oder gegen Morgen und Abend eint»grossem Winkel habe, als gegen Mitternacht u»eMittag. Welches vieleicht Joh. Mich. was^'leben sagen wollen, ob er gleich in der nouvelle reh'tion ckun voxLAS ssik en Lßxpte en 1672 etp.142. die mitternächtige Seite vor grösser ausgiebebals die Morgen- und Abendseite.
(H) -Herodotus meldet keine Ausmessungen d>t'
ser Fläche, Diodorus hingegen saget, sie halten ne^'Fus (22). plinius scheinet fünf und zwanzigdaraus zu machen. wenn wir ihn anders recht vck'stehen ; denn -Harduin hat sich gewis versehen,er vermeinet, daß derselbe so viel sagen wolle, ^Spitzseule sey i;c>oo Fus hoch (rzh. Lelon saget, isfDurchschifft mache zwey Schritte (24); Rasstv"'zehn Ellen (2;), und Thevenot, etwa sechzehnund zwey Drittel (26). Zn der Zahl der Stt>>^'womit die Spitze bedecket ist, stimmen sie auch »>^
übctt
(19) »puö K»x,coUe8ion ok'sravelL vol. 2. IZ 7 . >Z8. l2O) S. vbi supra p:
c. Z2. (22°) Ow,/. Kc. 1 .1. p. 57. (2Z) ?/-». vdi S-ia y. I, (24)^«'
/o». vbisuj>ra. sr/) lerosol, xcrcxr, x>, lür. (rü) vdi wxru.