i Abschritt. Beschreibung von Egypten. Z9Z
tagsseike, oderan der nordöstlichen Ecke bestiegen werden, weil die Steine durch das Wetter ver«Astet sind. Die Stufen sind aus festen und polirten Steinen verfertiget, die in den arabi-schen Gebirgen e), an den morgenländifchen Grenzen von (Pberegypren, gebrochen seyn sol->'En; und so gros sind, daß ein einiger Stein die Breite und Tiefe einer Stufe ausmachet.Herodorus schreibet, der kleineste Stein betrage dreißig Fuö'); welches man von einige«iugeben kan, aber nicht von allen, es sey denn, daß man es von Lubicfüssen verstehe; dennsolch Maas, ja in einigen der äussersten ein noch grösseres, kan ohne Schwierigkeit zugege-ben werden. Man kan auch bemerken, daß die Stufen nicht alle gleich tiefsind, indem ek-beinahe vier Fuö, andere aber nicht völlig drey Fus halten, und immer kleiner werden,^ höher man hinankomt. Die Breite nkmmet in eben der Verhältnis ab, wie die Tiefe;daß man also alle äussere Winkel der Stufen berüren würde, wenn man von der unterstenzur obersten eine gerade Schnur zöge. - Die Anzal dieser Stufen ist von den Alten nicht^meldet worden; neuere Reisende aber sind in Bestimmung derselben gar sehr verschie-ben (2). Unser Schriftsteller, und noch zwey andere, haben dieselben sehr sorgfältig gezälek,"bd zweihundert und sieben gefunden, wiewol einer unter ihnen beim Absteigen zweihundertibid acht gerechnet hak.
Aus den bisher gemeldeten Umständen kan man beurtheilen, wie ferne einiger Vor-leben Glauben verdiene, daß ein Pfeil, den man auf der Spitze dieser Pyramide abschkes-set, nicht über die Grundlage hinausfliegen könne, sondern auf irgend einer Stufe niederfal-müsse; indem es wol unstreitig ist, daß ein mittelmäßiger Arm mit einem Bogen wel-ker schießen kan, als die halbe Breite der Spitzseule betröget. Inzwischen gestehet mangern, daß kein Mensch, wo er nicht gar sehr stark ist, einen Stein von der Spitze wer-fen könne, daß er über die Stufen hinausfallen solle *). Einige Alten haben berich-ktt, daß diese Spihseulen keinen Schatten werfen »); welches nach der Schärfe genommen,auch ein Feier seyn mus: es ist wahr, meist drey Vierteljahre hindurch geben sie zur Mit-tagszeit keinen Schatten, allein im Winter thun sie solches ganz gewis (^).
§. 455 .
s) I. 2. er O-a-. 1 .1. p. 57 - vb! kuprs. ?»»/>. 4 t./» 1.1, c, y. L. V07. vlö. i«
L»c», rom. i. p. 45. -) - 5 »/»'». polxkiü. cay. 45. ck»/»». lcl/ll. z. ck««. 4 t».e.//, 1 . 22 . var. 7, torm.rx.
herein; einer macht nur einen einigen Stein dar- 212, Luca« »4;, und Thevenot 228 (;r). Dieser»u« (27-), der andere rechnet drey (28), und der letzte Schriftsteller bemerket, daß es sehr schwer fäl^dritte eilf bis zwölf (29). sie richtig zu zälen, nicht nur weil man sich leicht ver«
^.Proclu« hat vorgegeben, daß die egyptiscben zälet, sondern auch weil verschiedene von den unterstenPriester auf dieser erhabenen Ebene ihre astronomi- Stufen mit Sande bedeckt sind.lche Erfarungen angestellet hätten (zo); allein, es ist (272. L ) Auf der obern Fläche dieser Pyrami.Acht warscheinlich, das diese Gebäude zuGbservat^ die Geeave« auf iz Fus und -^2 rechnet,
*>en solten seyn aufgefüret wordck. Man kan sich ^ ' . . .' -?oo
auch kaum vorstellen, baß die Priester sich solten die haben einige noch Spuren einer vormals daselbst ge-bühr gegeben haben, so hoch hinaufzusteigen, da sie standenen Bildseule und ihrer Befestigung gefunden'den bieselbigen Erfarungen weit leichter, und mit haben wollen , denen aber andere wiedersprechen.
I ^ „ .»..^erkkredenbertinLälttNi, ^
ö»bt, als von dem Gipfel der Spitzseule (zi). leben schreibt (27')S 140 : „Die grosse Pyramide(I> Brlon zälet2<o,Sanvys2;;,Lewenstein „hat nur 206 Stufen, und wenn Thevenot sagt,^elsiricus rzc>, Grimani und Le Lrnyn .»daß es 20z derselben gebe, so komt solches daher,-- — ' ' Ddd —-
A.W.H. i Theil.
„daß
(>7) Voy.a- (28 ) l'rav. p. 120.
(zi') vbi lupr» p, 7Z, S> Ater»», ve I, I.
Lvcai V07, rvm. i. x. 4;,
(29) 7 Le»e«. vbi kuyr». (zo) >»
(zr) Sich« die vorhin «m-efurten Stellen nrdst