Z94 m Hauptst. Geschichte EgyptenZ bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
§. 45s- .
Innere be- Von der innern Beschaffenheit dieser Spißseule ist bey den Alten ein algemeknes St"'Äiaffenheit schweigen anzutreffen, ausser daß Herodoms schreibet, in dem Hügel, worauf sie steye,derselben. ^ unterirdische Gswölber, und habe der Stifter derselben das Nilwaffer durch einenGraben dahin geleitet, und mitten in dem Wasser eine kleine Insel angeleget, worauf se>.»°Grabstäte seyn sollen «). Srrabo gedenket auch eines schiefen Einganges in diese SMseule, welcher zu sehen sey, wenn man einen Stein wegneme, womit er bedecket sey *) :plinius redet von einem sechs und achtzig Fus tiefen Brunnen, wohin, seiner Meinungnach, durch eine verborgene Wasserleitung das Nilwasier gebracht worden ?). Was dieAraber von den innern Theilen dieser Gebäude vorbringen, siehet gar zu romanenhaMaus; daher wir zu solchen Nachrichten fortschreiten, auf die man sich besser verlassen kam
§. 4'z6.
Vorstellung Der Eingang in die SpiHseuls geschieht durch eine viereckige enge Oefnung, b>tderselben. sich in der Mitte d(r nördlichen Seite auf der sechzehnten Stufe aufthut; oder, nachdem was
acht und dreißig Fuö hoch hinangestiegen (^), auf einer künstlichen Erhöhung von Erd?«Der Stein, so darüber lieget, ist sehr gros, indem er in der Länge beinahe zwölfFuS enthält,und über acht Fus in der Breite. Dieser Eingang ist abhängig, nach einem Winkel vonsechs und zwanzig Grad; er ist 3,46z englische Fus breit, und 92 'und einen halben lang«Die Verfertigung desselben mus von einer geschickten Hand herrüren, wie aus der glatte»und ebenen Beschaffenheit des ganzen Werks und aus der genauen Verbindung der Fuge»erhellet. Welche Eigenschaft schon vorlängst Diodorus durchgängig bey der ganzen Er-richtung dieser SpiHseule bemerkthat. Wo dieser Gang zu Ende ist, sänget ein anderer a»,der dem vorigen gleich ist, doch ein wenig aufwerts gehet. An der Stelle, wo beide Gängezusammen stoßen, hat der unterste Stein in der Decke, der senkrecht über der Stelle stehet,eine scharfe Ecke, zwischen welcher und dem unten liegenden Sande öfters nicht ein Fus breit,
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„daß er nicht acht gegeben, wie r Stufen in r, Theile seyn so geschickt, diese Pyramide» zu besteigen; web„zerbrochen >eyn, die er vor 4Skufe„gszälet, Gc- ches bey der grossen nichts ausserordentliches würd-meiniglich hält man davor, daß diese Pyramide von gewesen seyn, wenn sie allezeit Stufen gehabt hätt-,aussen allezeit so beschaffen gewesen, wie sie jeho au«- vermittelst deren sie nun jederman ohne Uebungsiehet, und niemals bedeckt oder überzogen gewesen, besteigen kan; ja daß selbst die Ungleichheit derwie die beiden andern zum theil sind : daher einige fen und ihrer verschiedenen Breite durch Hervorr^geschlossen haben, sie muffen nie ausgebauet und völlig gung mancher Steine anzeiget, man habe diese 2 ^fertig geworden seyn. Allein Maillet Th- i deckung gleich anfänglich bey der jedesmaligen abg^S.rg6 rc. sowol als Pocsck S. 4z rc. haben das messenen Erhöhung des ganzen Werks mit gebauss'Gegentheil dargethan, und bewiesen, daß dieselbe obgleich -Heroöotus eine andere Bauart anzuz-l'mit weiffem Marmor belegt gewesen, der in den gen scheine, daß sie erst mit Stufen ganz fertigfolgenden Zeiten, der Kostbarkeit wegen, müsse ab- bauet worden, darauf man hernach durch Maschine»genommen seyn, und zu andern Gebäuden gebraucht die Steine heraufgezogen; welches beinahe von kAworden. Ihre vornemsten Gründe, die solches sehr nen andern Steinen verstanden werden könne. 7,warscheinlich machen, sind : daß man noch auf ver- die zur Bedeckung des ganzen Gebäudes und Erst"schieden«, Stufen den Kalk »nd Mörtel siehet, der lung dieser Stufen gebraucht worden,zur Verbindung solcher Bedeckung gedienet, ja zu-weilen in solchem Kalk noch einige Stücke von, (K) In der folgenden Beschreibung haben wirwe'ssen Marmor antrift, daraus sonst die Pyrami- die Ausmessungen des Herrn Greaves angezeigt,r>e nicht deitehet, und der in Egypte» nicht befind- ungeachtet andere Reisende weder mit ihm, nochlich ist, sondern aus Arabien dahin aebracht seyn unter sich selbst übereinstimmen. Allein, wir Habs"mus: daßserner punm» bist.nsc. I 66. e. ir schrei- es nicht der Mühe werth geachtet, diese Verschißie^, die EinwonervynVnstris, unweit Memphis, dmheiten umständlich anzufüren.