Band 
Erster Theil.
Seite
403
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l. Abschmt. Beschreibung von Egypten. 40z

^orus stehet m den Gedanken, das Gebäude sey vermittelst einiger Wälle oder Dämmepichtet worden, die, wie er saget, nach der Egypter Vorgeben aus Salz und Salpeter^standen, nachgehends aber von dem Flusse, den man hineingeleget, ausgelöset und weggespü«

" worden Mit diesem Geschichtschreiber stimmet plinius überein, nur setzet er hin»iu, daß andere der Meinung seyn, man habe Brücken von Backsteinen gemacht, die, nach«dem die Arbeit fertig gewesen, in gemeine Wonhäuser vertheilet worden; indem der LTlil,der weit niedriger stehe, dieselbe nicht erreichen können, sie wegzuspülen '). Greaves hältAor, daß sie auf keine von diesen Arten erbauet worden, sondern man habe erstlich in derglitte einen grossen Thurn so hoch aufgefüret, als der Gipfel der Spitzseule reichen sollen;

^6 übrige sey sodann an den Seiten angebauet worden, ein Stück nach dem andern, alsw^viel Seitenpfeiler, die in der Höhe immer abgenommen, bis man endlich zu der unterstenStufe gekommen. Welches gewis ein schwer Stück Arbeit ist, selbst nach der leichtestenVorstellung ('«*).

Solle der Alten Bericht seine Richtigkeit haben, daß die Steine zu diesen Gebäuden . Woheraus den Steinbrüchen in den arabischen Gebirgen, Thebais und Ethiopien, geholet^ "AAAworden: so dürfte man sich nicht wundern, wenn gemeldet wird, daß Cheops zu dieserworden.Arbeit 120020 Man, und zwar jedesmal 12000 Man drey Monat lang gebrauchet habe").

Allein, einige neuere Reisende haben bemerket, daß diese Gebäude nicht von Marmor auf-gefüret sind, sondern aus einem weissen und sehr harten Sandsteine bestehen; daher sie viel-mehr glauben, daß dieselben aus dem Felsen gebrochen sind, worauf die Spißseulen sie«

.Nach unserm Ermessen ist wol eine Miktelmeinung die warscheinlichste, daßaemllch ein grosser Theil der Materialien aus dem gedachten Fels hergenommen, derMarmor aber zu den inwendig befindlichen Zimmern und Gängen anderswoher gebrachtworden. lMansleb bildet sich ein, die grösseste Spitzseule sey nichts anders als ein Fels,den man in dieser Gestalt ausgehauen, und auswendig mit einer Mauer von Steinen bele-get habe ?). Welches doch ein Stück Arbeit seyn würde, so unsrer Einsicht nach gewisoben so schwer fallen muö, als dergleichen Haufen von Steinen aus dem Steinbruche aufzu«füren

Eee 2 §.469.

O p. ;7. z 6 . c. ,2. «) >. s. . . -O k-ct. i. c.

3pur!. ksy eoNeN. okl'rLV. rom. 2. x>. lZli. Z-) ibicl.

(L84.B.) -Herodotus scheint nur von derBe- sie schwerlich vorstellen löst, und unglaublich kost-Deckung der Pyramiden mit den äussersten Steinen bar muS gewesen seyn. Daher diele Bauart vontu reden, wodurch ihre Seiten eine grade abhängige manchen nicht unbillig unter die Verlornen KünsteFläche bekommen; welche müsam genug gewesen des Altertumsgerechnst wird.seyn muS, wenn das ganze Gebäude erst mit Stu- (r8>B.) wanLleben hat diese Mutmaßungsen aufgefükt gewesen und hernach bedeckt worden: nicht recht verstanden und übertrieben, die von an-so bey einigen unstreitig geschehen, da andere gleich dern, in ihrer gehörigen Einschränkung genommen,von unten auf mit der Einfassung gebauet worden, sehr warschemlich gemacht worden, und darin be-Geeaves Mutmaßung kan mit der künstlichen Be- stehet: daß man bey Erbauung der Pyramide»schaffenheit der innern Theile der Pyramiden erhabne Orte, Felsen und Hügel ausgesucht, um >schwerlich bestehen. Indessen bleibt es schwer, ja darauf oder darin die Grabstäten zu bereiten, undbeinahe unbegreiflich, wie die entsetzlichen Werkstü- hernach das Mauerwerk auf allen Seiten aufgefu«cke so hoch hinauf haben gebracht werden können, ret- Welches aus einigen meist ganz zerstörten klei.bey der ungemcinen Entfernung des Orts ihrer Be- neren Pyramiden unleugbar erhellet, deren innererKimmung, von dem Boden beim Fus der Pyrami- und unterer Theil aus Erde oder einem Felsen be-den; dabey sich selbst die Anbringung nötiger Gerü- stehet, so nur ummauret worden.