Band 
Erster Theil.
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404
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404 m.Hauplsi. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen» ,

§. 469. ,

Anzal der Drsdorus seht die Anzal der zur Erbauung der ersten Spitzseule gebrauchten Men'»rbeiter. scheu auf 360020, und plinius auf 366000. Man giebt zu, daß zwanzig Jahre auf dssArbeit verwandt worden; und Herodorus setzet hinzu, daß zu seiner Zeit an der Spitzteine Inschrift gestanden habe, die aber seitdem ausgegangen ist, darin gemeldet gewesenwieviel die Rüben, Zwiebeln und Knoblauch vor die Arbeitsleute gekostet haben, so ßch,nMseines Dolmetschers Bericht, auf 1600 Talent Silber belaufen, das ist ohngefärPfund, sechs Schilling und acht pence Sterling »).

Schönheit Einige neuere Schriftsteller stehen in den Gedanken, daß diese Spitzseulen, ausser lfdieser spitzseu-rer erstaunlichen Grösse, nichts schönes an sich haben"), ob sie gleich vorzeiten unter die^ Wunder der Welt gerechnet worden, da sie noch, wie man glaubet, mit Marmor übe^

zogen gewesen, ehe die letztem Könige in Egypten denselben davon genommen, ihre Pa^lüfte damit auszuzieren *>); welches eine Geschichte ist, vor deren Warheit wir nichtseyn können. Dem sey aber wie ihm wolle, so urtheilet doch ein sehr verständiger Reisetder, daß sie ihrer jetzigen Beschaffenheit nach, der Pracht der alten egypcischen König*volkommen gemäs seyn; und setzet hinzu, es sey, ohne jemand zu verachten, heutiges Ta'ges kein Fürst in der Welt im Stande, dergleichen entsetzlich grosse Gebäude aufzufüren *)'

Die alten Schriftsteller versichern, man könne ihre Pracht nicht ausdrücken, und eine der-selben allein sey gegen viele von den grössesten Meisterstücken der Baukunst in Grieche^land, zusammen genommen, zu rechnen; sie übertreffen alle andere Gebäude in Egppre^nicht nur an Grösse und aufgewandten Kosten, sondern auch an Fleis und Geschicklichkeitder Bauleute; ja die Egypter selbst glauben gar recht, daß die Baumeister mehr verdie-nen bewundert zu werden, als die Könige, die die Unkosten dazu hergegeben: indem die er-steren dieselbe durch ihre eigene Geschicklichkeit und Erfindung aufgefüret, die letztem abervermittelst ihrer geerbten Reichtümer, und anderer Leute Arbeit -*).

§. 47i.

Besondere Ein Ding ist noch an der ersten Spitzseule besonders merkwürdig, daß ihre viermerkwürdig- Seiten genau gegen die vier Hauptgegenden der Welt stehen, dieselbe folglich die wahresMseule^"' Mittagslinie ihres Orts anzeige (^): welche genaue Stellung nicht wol blos von ohngefär^ ^ ' stat finden kau', sondern höchst warscheinlicher Weise eine Wirkung der Kunst und vorseß*

lkcher Bestimmung seyn mus; welches vollends ausser Zweifel gesetzet wird, wenn man be-denket, daß die darin befindliche Grabstäte eben so stehet. Es ist solches ein unwiedersprech-kicher Beweis, daß es die Egypcer zeitig in der Sternkunde weit gebracht haben

Herodotus gedenket einer Brücke, die nahe bey dieser Spitzseule gestanden, und fasteben so merkwürdig gewesen, als die Spitzseule selbst; ietzo aber sind keine Ueberbleibsel da-

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r) S. O-'o< er L//», vb! supra. a) kmb. 6! k-erüz. Msm. clcs iniir. rom. 2. p.rst-'

ib',6. c) vbi luprs. ervbi luprg, S-

kiox. üe iVir. lls küblirelles p. 91. rom. I. p. zgü.

t N) Da der Herr de Lhazelles, der diese An- am nächsten übereinkommen. Die Seite derGrunö-tnerkung gemacht, und sich 169z an Ort und Stelle fläche ist, nach dieses Mannes Berückt, hundert rw" !

befunden, ein vortrefiicher Mathemakl'cua gewe« zehn Toises, welches nach unserer Rechnung 704,8,8"sen: so wollen wir hier die Ausmessungen dieser englische Fus ausmachet; und die senkrechte Höh*Spihseule, so wie er sie aufgenommen hak, hersetzen, sieben und flebenzig und drey Viertheile derselbe^sonderlich weil sie mir des Herrn Greaves seinen oder 498,222 englische Fus (Z4).

OO S.Kel/r» M.sne. rom.i. x.sv.