Band 
Erster Theil.
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405
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i. Abschm't. Beschreibung von Egypten. 40z

E" Mehr zu sehen. Sie war vierzig Stadia, oder ohngefär fünf Meilen lang, sechzig6Uö breit, und achtzig Fuö hoch, wo sie am höchsten war; sie bestünde auö lauter polirtenSteinen, worin Gestalten verschiedener Thiere gegraben waren, und sol eine Arbeit von zehnfahren gewesen seyn H

§. 472 «

Da wir so weitläufig von den Spitzseulen zu Memphis gehandelt haben: so wird Andere py-"lan uns leicht entschuldigen, daß wir von den andern, die in den übrigen Theilen von E- ramiden,ÜPPten zu sehen sind, keine Nachricht ertheilen. Wir bemerken nur, daß sie nicht alle ei-^rley Gestalt haben: denn einige sind rund, und fast wie ein Zuckerhut gestaltet, anderehingegen erheben sich mit einer geringern Neigung, und sind oben nicht so spitzig §). LU-versichert, daß zwölf Spitzseulen bey den Nilfällen, und zwey in alFeyyum stehen,die denen zu al Rahira nichts nachgeben *) (^).

Das eayptische Labyrinth, von welchem Dadalus das Muster zu demjenigen ge- Von dem La,ttonimen haben sol, welches er nachgehends in Creta angelegt, wiewol er kaum den hun- byrinth.^ttsten Tbeil davon nachgemacht, war ein ungemein berümteS Werk ') ; und dennoch ver.sichert Herodotus, der es besehen hat, daß es den Ruhm des Gerüchts noch weit übertref.se, indem es, seinem Urtheil nach, bewundernswürdiger sey, als die Spitzseulen selbst *).

es wenigstens drey Gebäude von dieser Gattung gegeben, die alten Schriftsteller aberdieselben nicht von einander unterscheiden, sondern nur überhaupt von einem reden; so hatsolches notwendig viel Verwirrung und Widerspruch der Erzalungen verursachen müssen.

§. 474.

Sie berichten uns, es habe in dem heracleotischen Nomo, nahe bey der Stadt Beschreibungder Crocodiie oder Arsmoe, ein wenig über dem See Möris gestanden 0 - Plmius desselben vonloget, petestrccus oder Tithoes, einer von den Halbgöttern, habe es 4620 Jahre vor sei-^ Zeit angeleget; Demoreles aber halte es vor den Pallast desMochcrudes; Epceasdor das Grabmal des Möris; andere aber vor den Tempel der Sonnen ">). Manerhohat berichtet, Lachares oder Ladares,Sesostris Nachfolger, habe ein Labyrinth zu seinemBegräbnis verfertigen lassen "); und Diodorus schreibet', Mendes oder Mauris habe^"ch eines in eben der Absicht erbauet, welches aber nicht sowol seiner Grösse, als vielmehr^ kunstreichen Einrichtung wegen merkwürdig gewesen °). Allein, es scheinet solches vondem Gebäude unterschieden gewesen zu seyn, das er gleich hernach beschreibet, und welchesaller Warscheinlichkeit nach mit des ^erdbdtus seinem einerley ist; denn sie stimmen sowol

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«c. p. 55. je) l.2. ih >' c.iz. m) »blä.

») ckronogr. p. 59. üo. vbi tupra.

» (-.86. B.) Von dem prächtigen Aufganqe zu demWen, woraufdie grossen Pyramiden bey Ejye oderi>!emphjg stehen, sind noch ansenliche Ueberbleibsel^ sehen. Da ein grosser Theil dieses Felsen bisden Sphinx vor der zweiten Pyramide wegge-Nchen worden, wovon man die Steine selbst zur?Mrung der Spitzseulen gebraucht: so zeiget daserachtete genaue Verhältnis dieser verschiedenenAäude, und die Ausschmückung derselben durch so. >e> Nebenwerke, und sonderlich durch gedachten kost-en Aufgang, daß die Auffürung dieser erstaunli-

chen Gebäude bald nach einander, und nach einemund eben demselben Entwurf geschehen sey. Wor-aus sowol das grosse Vermögen, als die hochgestie-gene Kunst derselben Zeit des Altertums abzune-wen ist-

sr87-B.H Die zwey grossen Pyramiden imfaiu-nifthen stehen eigentlich bey Dashour, und werdenauch davon benant. Die Gegend von Sacearaist indessen am meisten mit dergleichen Gebäudenangefüllet (267.)