Band 
Erster Theil.
Seite
408
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<O8 ili.Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexander des Großen.

dick aussehen, gegen den Schwanz zu aber almälig dünner werden. Ueber dieser EinfaffEsind die Ueberbleibsel einiger Thüren in verschiedenen Erhöhungen zu sehen, welche ohne Zweisei ^zum Eingänge in die verschiedene obere Zimmer gedienet haben, jetzo aber gänzlich zersalleiisind. Auf jeder Seite der mitleren Thüre ist noch ein Anubis voller hieroglyphis«^Bilder zu sehen

§. 479«

Weitere Dieses Gebäude gleichet keiner von den vier Ordnungen der Baukunst, die wir V0"beschreibung hen Alten bekommen haben. Durch den bedeckten Eingang kömt man in einen schölltber,ewen. ^ssen, ganz marmornen Saal; wie denn die Decke aus zwölf vortreflich wohl zusamnEfügten Marmorplatten bestehet, deren jede fünf und zwanzig Fus lang und drey breit ^welche quer über das Zimmer von einem Ende zum andern gehen. Da die Decke nicht fwölbt ist, wie Herodoms saget, sondern flach, so sehet sie einen durch die Verwegenheit'?'rer Bauart in Erstaunen; indem es fast nicht zu begreifen stehet, wie sie so lange Zeit in"'ner solchen Stellung dauren können, die so unbequem ist, eine erstaunliche Last zu tragt"'Dieser Saal ist jetzo vierzig Fus hoch, den Sand und Schut, womit der Boden bedecket V'nicht mitgerechnet. An dem Ende dieses Saals, der ersten Thüre gegen über, ist ein zwei'?bedeckter Eingang, der eben so ausgezieret, aber kleiner ist, als der erste; dieser füret zu"'nem zweiten, etwas kleineren Saal, der mit acht Steinen bedecket ist. Am Ende diesesmers, gerade vorwärts, stehet ein dritter bedeckter Eingang, der abermals kleiner ist als ^zweite; gleichwie auch der Saal, in welchen er füret, kleiner ist, als der vorige, ohnerach'^die Decke des letzter» aus dreizehn Steinen bestehet. An dem Ende dieses dritten Sa^stehet ein vierter bedeckter Eingang an der Mauer, der blos der Gleichheit wegen mit dr"übrigen übereinzustimmen dahin gesetzt worden. Die Länge dieser drey Säle macht die ga"'ze Tiefe des Gebäudes, so wie es jetzo beschaffen ist, aus: die erstaunliche Anzal von Amme'"und Zugängen, deren die Alten gedacht haben, ist auf beyden Seiten, und hauptsächlich un'"der Erden, gebauet gewesen; indem die anjetzo beschriebenen Säle verschiedene Oefnung'"gehabt, wodurch man in andere daran stossende Zimmer kommen können, da es denn ab''Windeltreppen gegeben, in die obern Zimmer zu steigen, und dergleichen sich in die unter b"Erde gelegene zu begeben. Unser Schriftsteller brauchte die Vorsorge, die Thestus vonb"Ariadne gelernet hat, und nam über zwey tausend Klafter Bindfaden mit sich und etn^Häckerling, damit den Weg zu bestreuen: auf diese Weise kam er nun zwar in mehr als h""'dert und fünfzig Zimmer, muste aber oft auf dem Bauche kriechen, oder den Schut wCschaffen, der den Weg verstopfete; doch mit allen angewandten Bemühungen konte er n>^gar weit hineinkommen.

r»,- §- 48o.

dersckbem ^ Wil man sich einen volständkgen Begrif von der Einrichtung dieses Gebäudes r^'chen; so mus man sich vorstellen, daß man, aus einem Zimmer ins andere, auch zuwer""in einen schmalen Gang gehet, der Oefnungen nach verschiedenen Zimmern hat, die wied'"auf andere Zugänge stoßen, von wannen man öfters unvermerkt wieder an den Ort ko>^wo man ausgegangen ist. Alle diese Kammern und Gange sind ganz dunkel, und hab'"weder einerley Ausmessungen noch einerley Gestalt; indem etliche lang, andere vier-und noch

ande^

<r88. B.) Von diesen prächtigen Ueberbleibseln fen,alwo auch im rr und rzsten Kupfer so wol die lA,des Altertums ist eme viel weitläufigere und ge- ge äussere Gestalt vieler Gebäude, als aua) 0nauere Beschreibung im Poeock S. 6i rc. auzutref- Grundris des prächtigen Tempels ertheilet wer»