i Abschritt. Beschreibung von Egypten. 4<n
andere dreieckka sind. Da dieses Gebäude eine so grosse Verschiedenheit der Abwechselung8«n hat, auch,von so grossem Umfang ist: so darf man sich nicht wundern, wenn diese Be.schreibung milden Berichten der Alten, ja die Nachrichten der Alten unter sich selbst nicktmit einander übereinstimmen. Was jetzo noch davon übrig geblieben.st, scheinet nicht mehrals der vierte Theil des inneren Gebäudes;u seyn, welches, allem Ansehen nach, vrer Haupk-se-'ten und zwölf dazu gehörige Säle in jeder Seite gehabt hat; so daß das übrige nach ge-rahe verfallm ist öder mit Vorsah verlvüstet worden, wie man aus den erstaunlichen Trum-en abnemen kan. die allenthalben da herum angetroffen werden (^).
§. 48r»
So wundernswürdig das Labyrinth auch immer gewesen, so sol doch der See Möris,Meran dieses Denkmal gestanden, noch mehr wundervsl ftyn. Die Alten sagen zwar, erhalte ,60c. Stadia im Umkreise y, welches etwas unglaublich rst (^) ; allein, neuereNachrichten versichern, daß er nicht über eine halbe Meile breit und eine Tagereise langich. aame Umkreis aber zwölf bis fünfzehn Meilen betrage -): welches erstaunlich gnugist, wenn wir bedenken, daß er mit Menschenhänden gemacht worden, wie aus den zweyTviks-ns-n -bellet, die mitten in demselben erbauet gewesen, und zu Herodorus Zelten"och gestanden An den tiefesten Orten in demselben siehet das Wasser fünfzig Klafterhoch. Dieser See erstrecket sich von Mitternacht gegen Mittag; sein Wasser kömt nichtaus dem Meere, immassen die umliegende Gegend sehr dürreist, sondern es wird aus demLTst vermittelst eines zu dem Ende gegrabenen Canals, der achtzig Stadia lang und dreyhundert Fus breit ist, hineingeleitet, wodurch das Wasser sechs Monat lang im Jahre inden See hinein, und die folgenden sechs Monat hindurch wieder zurück in den Flus fliestet.Immittelst versichert doch ein neuerer Reisender, daß es zwey anftnliche Quellen in demBee gebe, daher er niemals völlig austrocknen könne; wiewol er in den Jahren, wenn derNil nicht hoch anlaufet, nicht viel Wasser hat, und alsdenn entdecket man verschiedeneschöne Ueberbleibsel von Gebäuden, die man zu andern Zeiten nicht gewar werden kan
§. 482.
Ein egyptischer König, den Herodotus Möris, und Diodorus Mpris nennet,hak dixQ„ Teich graben lassen, der daher desselben Namen bekommen, um dadurch den Un-sichtiqkeicen des Nils abzuhelfen, daß man das überflüßige Wasser, wenn der Strom zu
hoch
^ liixia. I.l. P.44. L-car Vo?. tom.z.p.6).
Vo^. eom. 2. y. 18.
^ vbi supr» p 6z.
« srzp.L.) D. pocock hat B ; c. r S. Li; aus-l"ri,ch von der alten Baukunst der Egyprer gehau-st, und sonderlich die Einrichtung ihrer SeulenM Pfxjjxr sehr qenau untersucht, und in vier grossenNRem häufige Risse derselben ertheilet: woraus zuwie manchsaltige und von den nachmals an-^"vmmenen Seulenvrdnungen verschieden- Arten-^.Seulen und ihrer Knäufe svwol^ls gesamten
(O) Pompomus Mela rechnet den Umkreis die-ser See nicht über zwanzig Meilen. Da nun die-ses von den Nachrichten des -Herodows und Dio-dorus so sehr abgehet: so halten es die Kunstrtchtervor ein Versehen der Abschreiber des Mela, undhaben daher die Stelle nach den obigen Schriftstel-lern ausgebessert , wiewol, unserm Ermessennach, ohne hinlänglichen Grund; ob wir gleich die" " ' ^ des dortigen Landvolks nicht ver«^ , welche behaupten, baß der See
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bt) S. -r all« l» vdi P. 6g. 7..
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Mes, sonderlich des Dorten und Kranzes," bey Ueberlieferung d!^Mptenl ublich gewesen ^ darunter manche schweigen dürfen,
Von dem seeMöris.
Beschaffe«^»desselben