412 III. HaupLst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen»
hoch gestiegen, in denselben ablassen, und mithin verhindern möchte, daß es nicht an andssNOrten zum Schaden des Landes stehen bleibe; im Gegentheil aber Lander daraus auchfern, wenn der FluS nicht hoch genug anlaufen solle, so durch verschiedene aus dem 4^..canal gefürte Wasserleitungen und Graben geschehen Die Canäle sind auch noch ^auf den heutigen Tag vorhanden, und fast gar nicht verfallen, deren Menge und Einrißlung bewundernswürdig ist. Gleichwie sie nun den alten Einwonsrn ungemein groWVortheil verschaffet haben, also sind sie auch den heutigen nicht weniger dienlich; welche,^bereits gemeldet worden, diese Werke, ja fast alle andere dem gemeinen Wesen nützlichesWerke, dem Erzvater Joseph zuschreiben -).
§» 48 z«
Fortgesetzte Der-Canal, vermittelst dessen der Nil und der See zusammenhengen, hatte vorbe^reibung (er6 grosse Schleusen, das Wasser nach Befinden der Umstände hinein und heraus zuse»e en. ^aber einmal geöfnet oder zugemacht werden soltsn, so -kostete es fünfzig ^lenre, oder 12916 Pfund, dreizehn Schillinge und vier Pence Sterling. Auf der and^Seite aber hatte der Fürst ansenliche Einkünfte von dem See; denn die Fischerey tEdas halbe Jahr über, da der FluS in seinen Ufern flos, dem königlichen Schatze täglich 7Talent Silber, oder ohngefär 258 Pfund, sechs Schilling und acht Pence Sterlingdie übrige Zeit hindurch aber zwanzig Minen, oder den vierten Theil obiger Summe;dem es zwey und zwanzlgerlcy Fische, und zwar in solcher Menge in diesem Teicheben, daß man nicht Arbeiter genug gehabt sie einzusalzen, ohnerachtet eine grosse MEVolks dazu gebraucht worden. Möris sol seiner Gemalin diese Einkünfte zu ihlchSalben, oder, wie wir zureden pflegen, zum Nadelgelde gegeben haben. Die Erde, ^bey Verfertigung dieses Teichs auSgegraben worden, wurde, wie die Egypter dem «Fet^dorus erzalecen, in den Nil gefüret, und von dem Strom dieses Flusses weggesehn»^met -) (^0). ^ .
Vlitten in dem See Möris ist eine Insel, die etwa eine Meile im Umkreise bek^get; allein von den beiden Spitzseulen', die darauf erbauet gewesen, ist nichts mehr zu >:hen; wiewol man doch noch sagt, daß verschiedene Trümmer von Tempeln und Grab^lern, nebst grossen Bildern von Menschen und Thieren, auf der Insel befindlich seyn. 3 ,ftkt des Sees sind etliche kleine Berge mit innern Grüften, die man vorzeiten zu GrabsMgebrauchet hat (^*).
§. 484 . .
W-mnn er Die Einwoner nennen diesen See jetzo den See des Lharons , und erzälen von ^der Charons- selben folgende Geschichte: daß er von geringer Herkunft gewesen, und nach gefastemsrc heisset. schx^s, irgendwodurch Geld zusammen zu bringen, sich an diesen See begeben, und
der Leiche, die mit der Färe zur Beerdigung übergefüret worden, ein gewisses Geld gE. dert. Ohnerachtet er nun solches ohne Voimacht vom Könige gethan, so habe er doch d>^
,) vb> suyra. /) vk>i Nipra, Siehe vier: §. 422. S. ; 6 x. r) ck vU
vbi tuprn.
(29» B.) In vococks Beschreibung S. 6z rr. bung von Erde entstehen und veranstaltet tvekAwird -Herovori Nachricht nicht ohne Grund vor können, auch berichtet, daß das Wasser desselben ^«nglaublichausgegeben, und nach genauer Meldung salzig sey.
der beide:; Oefnungm uiw Einflüsse, sowol des Ca- srsl.B-) Die Insel liegt /eho nicht wehr innais Joseplw, als des gegen Morgen gelegenen bey Mitte des Sees, und von den vormaligen Geba>^„Taminea, eine lehr warscheinüche Mutmassung vor- derselben sind wenig erhebliche Ueberbleibsclgebracht, wie dieser See ohne eigentliche Ausgra- zu sehet».