Band 
Erster Theil.
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411
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: I Abschmt. BefchreiblMZ von Egyptm. 4N

3vl einige Jahre nach einander eingetrieben, bis der Betrug bey der Gelegenheit entdecket^den , da er der Leiche des königlichen Prinzen die Ueberfart verweigert, wo man ihm denähnlichen Zol nicht zalen wolle. Indessen habe dieser Dorsal dem Könige zu erkennen^Zeven, wie Vortheilhaft es ihm seyn würde, diese Auslage aus königlicher Gewalt fortzuse-Pn,daß er befolen, dieselbe in Zukunft beständig zu zalen, und den Tharon zu seinemOchsten Befelshabee befielt und ihn in seiner vormaligen Verrichtung bestätiget, die er^ höchsten Bedienung in seinem Reich gemacht. Wobey Eharon so grosse Reichn.'^^ gesamter, daß er endlich mächtig genug geworden, den König umzubringen, und den^-hron stat seiner zu besteigen Diese Fabel hat so viele Aenlichkeit mit demjenigen, was^ Alten von dem Tharon erzalen, daß wir nicht uinhin gekont, dieselbe anzusüren.

§. 48 ;.

mcht eben sowol verdienen, als diejenigen, deren wir bereits Meldung gethan haben ; in-Sem der blosse erbeutete Raub davon heut zu Tage die vornemste Zierde von Rom aus-macht alwo es schwerlich eine merkwürdige Senle oder einen Obelisk giebst, der nicht vordieses aus dahin gebracht worden. Inzwischen werden wir vieleicht in dem Fort-

Zange dieses Werkes Gelegenheit haben, von dem, was wir hier auslasten, zu reden. Da-her wir nur noch von zwey bis drey Stücken in möglichster Kürze handeln wollen, die wir

vor aufferordentiich halten, und vor welche sich im folgenden keine bequemere Stelle findenvröchte.

. . §. 486.

Das eine ist ein sehr prächtiger Pallast in Oberegypten, nicht weit von Astvan, einemsder dem alten Syene; als über dessen noch vorhandene Ueberbleibsel allem ein Zuschauersin Erstaunen geraten mus. Es ist derselbe so gros als eine kleine Stadt, und hat vier Zu-gänge mit Seulen, die auf eben soviele bedeckte Eingänge füren. An jedem Thore steheniNrey aus schönem schwarzen Marmor gehauene und mit Streitkolben bewafncte Riesenbil-zwischen zwey porphyrnen Seulen. Die Zugänge bestehen aus Seulen, deren dreyUud drey auf einem Stule in einem Dreieck bey einander stehen; und auf dem Knauf eines /

Men Dreieckes stehen wechfelsweise ein Sphinx und ein Sarg. Eine jegliche Seule ist sie-^djig Fus hoch, und aus einem Steine gehauen. Ueberhaupt find in allen vier Zugän-gen über fünf bis sechs tausend dergleichen Seulen, wovon jedoch viele umgefallen find.

In dem ersten Saale dieses Pallastes sind schöne historische Stücke gemalet, die nochAussehen, als wenn sie nur kürzlich verfertiget wären. An einigen Orten hat man wilde Zie.gknjagden, anderswo Gastereien und eine grosse Menge kleiner Kinder, die mit allerhandThieren spielen, vorgestellet. Von da gehet man in andere mit Marmor ausgelegte Zim-mer, deren Decken auf Pfeilern von Porphyr und schwarzem Marmor ruhen. Ungeach-Ett des vielen Schuttes brachte es unser Schriftsteller doch dahin, daß er oben auf dis Ge-°aude gelangete, wo er denn die Ueberbleibsel der grösten Stadt, die seinem Bedünken nach^Mals in der Welt gewesen, vor sich sahe; er glaubet, es müsse das alte Theben seyn *),

^wol diese Stadt vermutlich weiter hinabwerts gestanden hat.(^).

Fff - §. 48 ^

4 vbi tupii. Voy. tom. I. p. y8> ^

B.) Hier scheinen zwey verschiedene Gebäude verwechselt zu seyn. Bey den iNlfällen ist

unweit