Band 
Erster Theil.
Seite
413
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i Abschritt. Beschreibung von Egypten. 41z

^ auf beyden Sekten des Eingangs ausbreitet, mit drey Reihen Seulen, deren eine acht-lan kaunz umklaftern können, darüber ist eine stäche Decke von sechs bis sieben Fus drei-en und ungemein langen Steinen. Diese Decke scheinet vormals gemalt gewesen zu seyn,nd wird man noch einige Farben, so die Zeit verschonet hat, daran gewar. Die Seulenrad aus grossen Granitsteinen gehauen, und voller hieroglzrphischen Bilder in erhabenem^chnihiverk; der Knauf ist an einer jeglichen mit vier aufgeputzten Weiberhäuptern bebe-die hinterwerts zusarnmenstossen, fast wie die Gesichter eines zweiköpfigen Janusussehen, und von gehöriger Verhältnis gegen die Seulen sind; darüber stehet ein viereckiger.1 nnerner Würfel, ohngefär sechs FuS hoch, und etwas länger als breit, welcher die Decke^aget. Um diesen ganzen Platz gehet eine Art eines Gesimses von besonderer EinrichtungrAuni; und in der Mitten, über dem gewölbten Eingänge, sind zwey grosse zusammenge«IHIungene Schlangen zu sehen, deren Häupter auf zwey grossen Flügeln ruhen, die auf bei-ey Seiten auslaufen. Ob nun gleich diese Seulen über halb im Schur vergraben sind, so^ man doch ihre Höhe aus dem Umkreis abnemen; denn nach den in der Baukunst ge.Änlichen Verhältnissen müssen sie wenigstens vier bis fünf und vierzig, oder, wenn man den^eulenstuhl und das Gebälke mitrechnet, hundert und zwanzig Fus hoch gewesen seyn.Dem gewölbten Eingänge grade gegenüber kömt man in einen grossen viereckigen SaalMt drey Thüren, die in verschiedene Zimmer gehen, aus welchen man wieder in anderekommen kan, die auch von riner Menge schöner Seulen unterstützet werden, aber dunkel*Md mit Schut angefüllet sind.

- , Well dieses Gebäude arischer einen Seite fast ganz unter Schut und Steinhau-mi vegraben lieget, die gleichsam einen Berg ausmachen; so kan man leicht oben hinaufommen. Um dem keser einigen Begris von seiner Grösse zu machen, dürfen wir nur an-^lgen, daß die Araber vorzeiten eine grosse Stadt darauf gebauct haben, wovon die Ue.oerbleibsel noch zu sehen sind. In einiger Entfernung von der vörderen Seite ist ein gros-ser Bogen nach einer schönen Bauordnung aufgcfüret, ohngefär vierzig Fus hoch, so dasäusserste Thor gewesen zu seyn scheint.

Einer Ueberlieferung der Einwoner zu folge sol bis Gebäude ein Tempel des Se«

*apis gewesen seyn, welches eine griechische Aufschrift an dem Borten zu bestätigen schei-

"ot, worin der Name dieser Gotheit vvrkomt, sie ist aber durchgehends so unleserlich, daß

dlan nichts zuverläßig daraus urtheilen kan. Sie geben auch vor, dieser Tempel habe so-

Fenster gehabt, als Tage im Jahre sind, deren jedes mit einem Grade der Sonnen-

°an dergestalt übereingestimmet habe, daß die Sonne alle Tage einen von den daselbst be-

llndliche» Schußgöttern, und zwar nach der Ordnung einen nach dem andern, gegrüsset ha-be »»^ (294^

Fff 3 §.490.

.p-tar-k dtem. rici ^tigionr tonn. r. p >58. Vo^nx. tom. S. p. IZZ. fg.

,.(ry4 B.) Zu Dandera sind grosse und prächtige Arabern oben mit kleinen Häusern von ungebran-Ueberbleidsel von 4 ziemlich nahe bey einander gc- ten Ziegeln bebauet worden, welche eine Länge von

'/Leuen Tempeln anzutreffen . die doch an Grösse roc> Fus.und eine Breite von 14; ausmachen S 8, rc.

«"d Kostbarkeit den thebischen nicht zu vergleichen Die Verfasser wurden diesen Abschnit ohn« ZwnsttDas Vorgeben von der auf den Trümmern ziemlich vergrößert haben, wenn sie anstat der maw-i einen Gebäudes erbauten Stadt wird vorn Po- richten des Lucas. dessen Reis-beschreibungen lon,r

'ehr deutlich wiedcrlegt, indem er die Aus- unstreitig unter die besten zu rechnen sind, pocoas"Mutigen von diesem Tempel anzeiget, der von den weit umständlichere und genauere Beschreibungen

Weitere

beschreibung

desselben.