4i6 m.Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zelten Alexanders des Grossen.
vor ein älteres Volk erkant, und ihnen desfals den Vorzug eingeräumet, sich selbst abernur dre zweite Stelle beigeleget haben H 2 »«"ler, ,-cy I I
Regierungs-
«rc.
§. 49z.
Die Egppter sollen die Regeln der Regierungskunst, und die Vorteile das lebe"bequem und ein Bock glücklich zu machen, als den wahren Zweck der Staatskluaen ;uersterfunden ha en. A-G-seßeund Verfassungen wuLenLknm ^
?? "Eßbaren E-nfluö derselben lebten, verehret, sondern auch von fremden Völker",absonde^ deren erste Weisen und Gesetzgeber nach des^l Lande g-^
set, um sich dieselben bekant ;u machen, und daher den besten Theil derselben die sie n-H'gehends zu Haust eingehet, entlenet haben. ' ^ '
§. 494 . .
Lebensart Die königliche Würde war in Egppren erblich; ihre erste Könige aber lebtenihrer könige. regierten nicht, nach Art anderer Monarchen, nach ihrem wilkürlichen Gutdünken und BMgefallen, ohne jemandes Nachfrage unterworfen zu seyn: vielmehr musten sie sich nichtsin Verwaltung der öffentlichen Rekchögeschaste, sondern auch sogar in ihrer häuslichen ^bensart nach den bestätigten Landesgesetzen richten. Kein nur Geld erkaufter Sclave, au«kein Knecht, der in ihrem Hause geboren war, wurde zu ihrer Bedienung gelassen; sonder"sie wurden von den Söhnen der Priester von der ansenlichsten Geburt bedienet, welchen"*"gehabter anständigen Erziehung im zwanzigsten Jahre anfingen um den König zu seyn, d"'mit er Tag und Nacht mit Leuten von »»gemeinen Vorzügen umgeben seyn, und nichts irr'nen möchte, das der königlichen Majestät unanständig sey, und also desto weniger Gest*
^ 1.2, lud. mit. Vi-I. ü-pr, Haupt,?. 2. Abschn. 6. §.-75. sg.
(2,9;. B.) Die Unrichtigkeit der egyptl'stbenNachrichten von ihrer ältesten Zeitrechnung fält indie Augen, und ist unleugbar. Folglich können da-her keine Destimmungsgründe der biblischen Zeit-rechnung genommen werden, weil jene selbst ausanderweitigen Gründen verbessert werden mus, wennsie nur einige Warscheinlichkeit bekommen sol. Wieim folgenden auSfurlicher wird können untersuchtwerden, auch überhaupt sus-Herm.Lonrings sä-
ueriariis clironoiogicis äe /l üse et snti-
quiss. -lvnrstil- c. >6 tg. zu erschen ist, reiche inJoh. Ge. Gcavii svutsxmLt. V2r. äillert. rsrio-r»m das ?te St. ausmachen, ingleichen aus Jac.perizonü Leg^ptlscsrum orißinuui et tempor. an-rigulll' imiettiZstione c. L ig. Eine änliche Nach-richt von den Gebräuchen und Altertümern derÄgypter, als m diesem Abschnit vorkamt, ist inRol-lins Klstoire sncicnne liv. l. psrt. r. befindlich,dessen Fleis unsere Verfasser sehr übertreffen haben.Diese ganze Abhandlung ist, ausser dem algemeinenNutzen der Einsicht solcher Altertümer, zu richtigerUntersuchung und Entscheidung einer doppeltenStreirigkeitsehr dienlich, ja nnentberlich. Indemsowol der Streit von dem egyptiftben Ursprungder iscaelitrsmen Gesetze und gottesdienstlichen Ge-bräuche, dabey man aus beiden Seiten zu weit ge-gangen; als auch das Gedichte einiger neuern Der,sien, von der betrieblichen Einfürung des Gottes-
dienstes unter den Ägyptern durch den ErzEJoseph , welches Morgan sonderlich auszuschÄ,eken gesucht, ohne diese Einsicht nicht füglich geEwerden kau. Indessen mus die mangelhafte »a.ungewisse Beschaffenheit der gesamten davon»"*behaltenen Nachrichten zum voraus bemerket Eden, welche theils aus den häufigen Veränderung'''der Regierung in diesen Landen herrüret, so 00"'Aenderung der Gebrauche und Einfürung frem^Gewonheiten, sonderlich der Völker, unter dEBotmäßigkeit fie geraten, auch Verlust altermale, Urkunden und Nachrichten, nicht abgehennen; theils aus der grossen Seltenheit, ja beEgänzlichem Mangel alter Geschichtlicher vonsem Lande, indem alle Ueberlieferungen» die wir^von haben, durch der Griechen Hände geganEdie entweder in den spätern Zeiten der griechisch'^Herschaft in diesem Lande gelebt, oder auf lv^,Reifen und Besuch desselben einige aufgetrieb»"Nachrichten gesamlet; theils aus der geheinn"'vollen Lehrart und Einkleidung nicht nur der W>N j^schaste», sondern auch Geschichte in Sinbilder, >geflissentlichen Einschränkung aller Gelersamkeitdas Geschlecht der Priester bey diesem Volk^Anen daran gelegen gewesen, alle Nachrichten,von Begebenheiten als algemeinen Warheiten.möglichste zu verbergen.