r Abschn. Vom Altertum, Regieruugsätt, Gesetzen rc. der alten Egypter. 421
. §. s02.
, D»e Kriegeöleute hiessen, nach den verschiedenen Ironien oder Landschaften, wor- Von den«en ^ woneten, Talaffrier oder Hermotybier. Den letzten Namen fürten die aus^'^sleuten.En randschaften Bustris, Gais, Chemmis, Papremis, und der einen Helste der Insel^'vsopis, woraus man an die 160000 Man nemen konte, wenn sie am zalreichsten waren;e ! 4 omen aber der Calalyrier waren Theben, Bubastis, Aphthrs, Tanis, Men-Sebennyrus, Athribis, pharbächus, Thmuis, Onuphis, Anytis und Myec-^oris, welches letzte auf einer Insel, der Stadt Bubastis gegen über lag; und diese^lr>wen der Lalafyrier tonten aufs höchste 250000 Man stellen. Beide Gattungen von""egsleuten durften kein Handwerk lernen oder treiben, sondern waren verbunden, vom Va«er auf Sohne sich einig und allein auf die Kriegeskunst zu legen »-); daher man leicht er-Aen daß sie eö darin ungemein weit gebracht haben. Ihre gröste FürtreflichkeitiHe,net indessen in der Reitkunst, und Gefchicklichkeit Wagen zu regieren, bestanden zu ha-darin sie, wie aus der Schrift erhellet, hauptsächlich und zeitig berümt gewesen").
^rrrn sie ihre Pflicht nicht beobachteten, in Schlachten die Flucht ergriffen, oder sich sonst^ghaft betrugen, wurden sie nur mit Beschimpfungen gestraft; indem man es vor ratsamerMt, ste durch Ehrbegierde, a!ö Furcht vor Leibesstrafen in Ordnung zu erhalten«).
§. Zvz.
Die Länder, so den Kriegsleuten gehörten, waren, gleichwie der Priester ihre, von Weitere be-urgerlichen Abgaben frey. Einem jeglichen waren zwölf Arura zugetheilet, deren eine derselben,hundert egyprische Ellen ins Gevierte ausmachet (^). Des Königes Leibwache bestandaus tausend ^»ermotybiern und eben so vielen Talastriern, die alle Jahre abgelöset wur-damit sie insgesamt nach der Ordnung zu dieser Ehre und Vortheil gelangen möchten;enn diejenigen, so bey Hofe Dienste thaten, bekamen ausser den Einkünften ihrer Felder^Zlich fünf Pfund Brot, zwey Pfund Rindfleisch, und zwey Maas Wein. Diese reichst-^ Versorgung der Kriegesleute gereichte ihnen zur Aufmunterung sich zu verheiraten, mit-^ das Land bevölkern zu helfen, und eine zur Vertheidigung des Reichs hinlängliche Nach-^Mmenschaft von Kriegesvolk zu hinterlassen -).
.. Dem allen ungeachtet kau man von den Egyptern doch nicht sagen, daß sie ein"egerisches Volk sollen gewesen seyn, indem Soldaten durch wirkliche Kriege und nichturch Spielgefechte zugezogen werden. Sie erweiterten ihre Herschaft mehr durch An-auung anderer Länder vermittelst ausgesandter Pflanzstädte, als durch ihre Waffen; wie-Wol wir doch einige gar berümte Eroberer unter ihren Königen finden werden.
, Wir hatten bey nahe vergessen, noch zu bemerken, daß, wenn die Egypter jemalstinen neuen König durch geschehene Wahl ernanten, welches sich zuweilen zugetragen, er je-^tzeit aus den Priestern oder Kriegesleuten gewälet wurde; wenn er nun von den letzteren^ar, so wurde er alsbald in den Priesterorden aufgenommen, und in ihrer GelersamkeitM Geheimnissen unterrichtet») *).
Ggg z §. z°4.
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^wywng geschickter Weltweisen und verständiger (A) Eine egyptistbe Arura mus demnach et-ss,ss>gkeiken anzuvertrauen, um nur der Auslcgcr was über drey Viertheil eines englistbeit AckersStichen Offenbarung los zu werden,dergleichen gewesen seyn.
Ich. ium Unglück für diese Erfindung, die egvpti- Ä-) Zn den ältesten Zeiten sprachen die Prie»'wen Priese auch gewesen. ster