Band 
Erster Theil.
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428
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428 m.Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen. ^

zu übertreffen schienen: so thaten sie es denselben doch an Gottesdienstlichkeit und Aberglau» iden noch weit mehr zuvor.

Die Abgötterey war bey ihnen so alt, daß die Griechen gestanden, nicht nur ihre got'tesdienstlichen Gebrauche, sondern auch die Namen fast aller ihrer Götter aus Egxpch/entlenet zu haben. Denn die EMprer sollen das erste Volk gewesen seyn, so Altäre, Eli*der und Tempel errichtet, auch die ersten Erfinder von Festtägen, Kirchengebräuchen undterhani^mgen mit den Göttern durch anderer Vermittelung, und also den zwölf Götttt"zuerst Namen beigeleget haben ").

§. Zls.

Ähre götter. Die Egpprer hatten eine grosse Menge von Gotheiten, von verschiedener WiWund Ordnungen. Die, so in EgMen am meisten verehret wurden, waren Dsrris und ^si^ ?worunter sie, der warscheinlichsten Vermutung nach, anfänglich die Sonne und denverstanden haben (^), deren Einflüsse die Welt regieren und erhalten: daher sie diese beidenHimmelskörper als die Hauptursachen der Unterhaltung und Zeugung, ja gleichsam als dieQuellen angesehen, woraus die übrigen Theile der Natur herflöffen, die sie ebenfals untssdie Götter gerechnet, und mit verschiedenen Namen belegt. Dieselbe waren nun Jupictt'/oder der Geist, die lebendigmachende Kraft der lebendigen Geschöpfe; Vulcan , oderFeuer; Ceres, oder die Erde; (Dceanus, wodurch dieEgypter den Nil verstanden, odssdie Feuchtigkeit; und Minerva, welche dis Volk auch Neirh genant, oder die Luft (^)>

§. Zll;

a) S- l. r.

(C) Hiermit körnt übereil,, daß man berichtet, men. Daher die gehäufte und höchst verschiedeneder Name Osirr's heisse auf egyptisch so viel als Deutungen einer und eben derselben Gocheit e»t*vielaugig, welcher Beiname sich sehr wohl vor die standen. Sowol die wirkliche Vermischung fren"Sonne schicket. Isis svl alt bedeuten (r). der Gottesdienste mit den einheimischen, die bey den

Indessen giebst es noch unterschiedliche andere Egyptern um so chiel leichter gewesen, je mehr Sp»*Auslegungen dieser beiden Gotheiten nach den Göt- ren des Ursprungs und der Aenlichkeit solcher au^tergedichten. Bisweilen ist Isis die Erde überhaupt, ländischen Göttergedichte aus und mit den ihrigenzuweilen blos das Land Egwren; und Osi'ris ist sie gewar worden ; als auch die bey den Grieche»der Mond, oder auch der Nil, der sich in dem Meer, übliche Vergleichung fremder Gottesdienste und Gör»so sie Typhon nennen, verlieret oder zerstöret wird. ter mit den ihrigen, nebst der daraus herrürendeNSonst ist auch Gsiris Pluto und Bacchus, und Benennung derselben mit griechischen Namen, vck»Isis ist Ceres. Prostrpine, Lybele, u. a. m. Der mert die Dunkelheit und Ungewisheit dieser Nach*eine glaubet,' Gsiris bedeute die wirkende Ursache richten nicht wenig. Daher nicht nur plmarck»/der Dinge; Isis hingegen den Stof oder die Ma- Porphyr,'i, Iamblichi, und anderer neuer»terie derselben; ein anderer aber mutmasset, Isis Griechen; sondern selbst DioSori und -Herove»deute die Natur überhaupt an (z). Berichte mancher Prüfung bedürfen, diese Verweb

selung zu vermeiden. Indessen hat sich der eigens(gozB) Von den egyptischen Göttern ist nebst liche egyptische Gottesdienst nicht nur unter d/sCasalio, Marsham, Witsio, Athan. Rircher persischen, griechischen und römischen Botwäi»im aeclip. segypt. tom. l kynt.Z 5g. und Ioh. Gerh. sigkeit erhalten; sonder» auch, ausser der uralten 2st»Doßio in lkeol. genkil. zu vergleichen Banker in stammung des griechischen aus demselben, in ds»der m^Mol. expllg. psr kkittoire tom. L liv.6 ch. folgenden Zeiten weit ausgebreitet, sowol durch dsti-7- Die geheime Deutung derselben ist theils von abendländischen und mitternächtigen Gegenden, st»*historischer Art, so aus-alten Begebenheiten und derlich Gallien und TeutschlanS, als auch durch die' grossen Thaten berümter Helden und verdienter Lan- Morgenländer, alwo sogar der ganze neuere Götze»*

desherren hergenommen wird, und die älteste zu seyn dienst SchcRia. aus demselben entstanden zu st»»scheint; theils aus der Naturlehre, und sonderlich scheinet sg.;.) Von der egvptischen Göttcrstheeder Sternkunde ^hergeleitet, welche durch manche verdienet auch Hr. Iac. Brocker in der Kitt. ceN-neuere Lehrbegripe der griechischen Weltweisheit pirüos tvm. i p. azo 5g. nachgesehen zu werden»in Egypten viel Zusähe und Veränderungen bekom-

ts) O-o-e. vbi 5upr» p. lo. ii. (z°) E, äe !5ul« er üüriäc. .Vlelsw« b »'

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