' 2 Abschn.Vom Alterthum, Regierungsart, Gesetzen rc. der alten Egypter. 429
§. zn.
Ausser diesen himlischen und ewigen Göttern hatten sie auch irdische und sterbliche Weitere be-^theiten, welche die ihnen erzeigte Ehre durch die Wohlthaten verdienet hatten, die sie den""scher, bey ihrem Leben erwiesen; wie denn verschiedene derselben Könige in EgyprenSpesen. Einige unter ihnen fureten einerley Namen mit den himlischen Göttern, anderev, ^ hatten eigene Benennungen. Dergleichen waren die Sonne, Cronus oder Sarury,
I^ea, Jupiter, den sie Ammon „anten, Juno, Vulcan, Vesta, Hermes oder Mer,urrus, Grus, Venus, pan, Arveris, Nephchys, Harpocraces u. a. m. ^). Se-pls sol eine ganz neue Gothekt gewesen seyn, die von einem der pcolemäer zu Ale-^udrien eingefürek worden "); andere vermeinen, es sey blos ein anderer Name des (Osi-"s, der sonst auch Bachus heiffe ^). Gleichwie man von dem Ostris geglaubt, er sey^ gütiger und wohlthätiger Art gewesen; so ward von seinem Bruder, Typhon, gerade das^gentheil geurtheilet, und derselbe durchgängig verabscheuet, des häufigen Unglücks wegen,
§ser überfein Geschlecht und Volk gebracht; wie hernach wird gemeldet werden. Dieser^pphon hies sonst auch Serh, Bebon und Gmy ').
Ob nun gleich die Leiber dieser sterblichen Gotheiten in ihren Gräbern auf Erden^blieben; so glaubten sie doch, daß ihre Selen in den Sternen am Himmel glänzeten;
Ad zwar insonderheit die Sele der Isis in dem Hundsstern, den sie Sorhis nanten; des^'Us in dem (Orion, und des Typhons in dem Bären (?^).
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S. Kc. I. i. n. H.'teq.xr Oüriüe p. ^ 2 .
B.) Die Meinung, daß Serapis eine^»theit sey , die unter der Prolemaer/'sichaft nach Egypten kommen, und daselbst ein-Mret worden, beruhet theils auf der Erzälungs-ctciti bist. 1 .4 c. rz,.daß Serapis ptolemaoM ersten, oder Lagi Sohn, erschienen und befolen,M Bildnis aus Sinopeu im Ponto holen zu las-welches auch geschehen, und die Verehrung des-Wen in Egfpten verursachet habe; theils auf den"ereinstjmmigen Zeugnissen Grigenis contra Lel-i-;; LlemenrisvonAlexanvrienimprotrept.äe lstäe et Olirläe; ingleichen äe koler-.??"'msliuin,MaLk0bii lrturnL>.I.l c. 7 U.a-M.Mls auf dem Stilschweigen -Herodoti von demstl-der Auslassung seines Bildes auf der be-sten Tafel der Isis- Allein, wie bey dem letztenk, "Wurf das unerweisliche Vorurthcil angenommen^"6 alle egyptiscke Gotheiten auf derselbenbefindlich seyn- oder auch Herodows keine^,'klben ausgelassen, da von beiden das Gegentheilk, !> 3 bar ist: so reichen die angesäete Zeugnisse sobi.? 3 hin, dis Vorgeben zu erweisen, daß sie viel-er das Gegentheil bestätigen. Denn zu geschwei-ft daß die Nachrichten selbst einander sehr wieder-U» » und was nach einiger Erzälung prolemä-d, gethan haben sol, nach anderer Bericht^lomäus Soter vorgenommen, auch anstat Si-ch?» ^ Seleucien von einigen gesetzt wird; inglei-^ " daß Origenes stwo! als Clemens beiläufigh,r"^uen Ursprung der heidnischen Gotheiten zu"im, die Meinungen und Ueberlieferungen an,
c) ront. klclliim, Viil. T'-rc-/. bist. I. 20.
«) läcm ldul. p. ZÜ7. /) lärm lb. p. z;y.
§. 5l-.
füren, die zu ihrem Vorhaben am dienlichsten ge-wesen: so füren Tacirus und Plutarckus aus-drücklich die gegenseitige gewöhnlichere Meinung an»die mit der Begebenheit unter Ptolemäo gar wolbestehen kan, daß derselbe den Dienst einer altenegyptiscken Gotheit, die sonderlich zu Memphisverehret woren, erneuert, und sowol vermerkt, alsweiter ausgebreitet,sogar inGvieckenlanv zu Athen.Zudem die sinopiscke Gotheit Pluto gewesen, de-ren Bildnis von den Egyptecn ihr Serapis zuseyn sogleich erkant worden. Seit welcher Zeit derDienst dieses Gottes, der weder Osiri« noch La-ch««, sondern Pluto ist, fast aller andern Gothei-ren Verehrung übertrossen; wie aus den Bege-benheiten Vespasiani beym Tacito, -HavrianrBriefe beim Vopifco, ingleichen Pausämä Ltticisp. 42, der kühniscken Ausgabe erhellet. WovonUpilh. Spencers annot. sci Oriße». contraLeistim p. 6; tg Ersb. Cuper ole blsrpocrstep. tzz fg.undBanierszoZip.Z4; st,, zu vergleichen.Welcher letzte doch die Quellen dieser Untersu-chung alhier nicht mus nachgesehen haben, da er seht,Tacitu« melde nicht, unter welchem ptolemäosolches geschehen, und daß es Lagt Sohn gewesen,als welches erst tNacrobius berichte, da doch derAugenschein das Gegentheil erweiset: daß er also,wie fast jederzeit von ihm geschehen, unreinen Aus-zug neuerer Schriften ertheilet. Die erste Mei-nung hat sonst Bockart tiieror. park. I I. L c. Z 4 ,witsius seZyptisc. I. r c. Z,die zweite aber Vofisius äe iiiolvl, 1. I c. 29 behauptet.