rAbschft. Vorn Altertum, Regieruiigsart, Gesetzen rc. der alten Egypter. M
§. s!4.
. Diese Verschiedenheit des Gottesdienstes zog zuweilen üble Folgen nach sich, abson, „.. ..Sittich wenn sichö zutrug, daß ihre Gotheiten mit einander in natürlicher Feindschaft stun- derselben.
immassen die Einwoner eines Orkes öfters die Gattung von Thieren anbeteten, die von^n Nachbaren aufs äusserste verabscheuet ward. Woraus eingewurzelte Streitigkeiten"nd gefärliche Kriege entstunden; dergleichen insonderheit zwischen den Einwonern von He-.ücleopolis, die den Ichneumon verehreten, und denen von Arsmoe, die dem Lroco-^gütliche Ehre erzeigten, vorgefallen; ingleichen, anderer nicht zu gedenken, zwischen denLabten d)xyrinck)us und Cynopolis, indem in der erstem die Hunde, so der letztem Got-gewesen, geopfert und gegessen worden, zur Rache, daß diese Art Fische vondenselben zurspeise gebrauchet worden, so die erstem verehreten H. Man hat indessen vermeint, daß7^ Könige selbst aus Staatsklughekt dergleichen Zwistigkeiten zuerst veranlasset, oder doch^lgstens befördert und unterhalten, um dadurch das Volk abzuhalten, nichts wieder den^aat zu unternemen ; denn Diodorus berichtet uns, daß, da einer von ihren ersten und^'festen Königen verspüret, daß die Egyprer zu Empörungen sehr geneigt seyn, so habeEk einer jeden Landschaft die Verehrung eines besondern Thiers auferlegt, so von allen übri-3en verschieden gewesen, nebst dem Gebrauch verschiedener Arten von Speise: so daß, dadie Egyprer durch solch Mittel in soviel verschiedene Geselschaften zertheilet worden, undwit Vorurtheilen des Gottesdienstes wieder einander eingenommen gewesen, ja sich ihrerverschiedenen Gebräuche wegen in den gemeinen Händeln des menschlichen Lebens untereinander verachtet, keine Warscheinlichkeit ihrer jemaligen Wiedervereinigung mit einanderM gefunden '«).
§- N.
Eö würde dem Leser eher verdrkeslich fallen, als zum Vergnügen gereichen, wenn Bonden gS-wir alle Fabeln und ungewisse Ueberlieferungen von den ägyptischen Göttern, die man Wildern O.vH den alten Schriftstellern finden möchte, hersetzen wollen; deren einige doch vieleicht im - '
Agenden gelegentlich vorkommen werden. Wir wenden uns demnach sosdrt zur Erkhei- .
M einiger Nachricht von den Bildern, worunter sie diese Gotheiten vorgestellet, die diesemM besonders eigen gewesen, ingleichen von ihren Opfern, Festlägen und gottesdienstlichm^brauchen.
. Dstris wurde auf mancherley Weise abgebildet, zuweilen mit einem Zepter und Au-seine Macht und Vorsehung anzudeuten; manchmal unter dem Bilde eines Falken, sei-Schursfichtigkeit, Geschwindigkeit, und anderer Eigenschaften wegen; und in den späte-.
Zeiten in einer menschlichen Gestalt, jedoch in einer nicht gar ehrbaren Stellung, die sei--^ zeugende und närende Kraft vorstellen sollen «), Die grösts Verehrung aber ward sei-lebendigen Bilde, dem Ochsen erwiesen; wovon wir bald weiter handeln wollen.
. Das Bild der Isis war gemeiniglich in der Gestalt einer Frauen, mir Kühhörnern^f dem Kopfe so das Ansehen des Mondes bey seinem Ab-und Zunemen vorstellete; infw rechte» Hand hielt sie das Gistrum, so eine Art von Zimbeln gewesen, und in der lin-^ kinen Krug. Jenes zeigte die unaufhörliche Bewegung an, so in der Natur ist; dieser
aber
^ vbi luprs p. ZSO. S.t«»,»-,/. kst. , 5 . er vrgk. cont. lulis». Z». 1. 1 . p. 80.
vbi tupra p. Z 7 >. ») vbi lux».
Gotheiten gewidmete, «nd entweder zn ih- Dinge mit den eigentlichen Gotheiten verwechseltdienst yher finbilblichen Vorstellung geheiligte haben.