Band 
Erster Theil.
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4Z4 m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grosse

von dem Priester mit der äussersten Behutsamkeit angestelt; worauf er auch die Zunge au^dem Halse hervorzog, um zu sehen, ob derselbe daran rein sey; und zuletzt untersuchteden Schwanz, ob die Hare desselben natürlich, und so beschaffen seyn, wie sie seyn st't^'Wenn nun das Thier ohne Tadel befunden wurde, so bände ihm der Priester einen tappe"um die Hörner, und versiegelte ihn mit seinem Petschaft, worauf er es wegbringen und vek'waren lies; denn es stand der Tod drauf, ein dergleichen Thier zu opfern, wenn es nichtsolchem Siegel bezeichnet war. Die Ordnung und Gebräuche des Opfers bestunden dar"''nachdem das Opferthier zum Altar gebracht war, zündeten sie sogleich ein Feuer an,Wein darauf, und verrichteten ihre Gebete zu dem Gott. Sodann schlachteten sie ^Thier, zogen es ab, und hieben ihm den Kopf ab, den sie mit vielen Flüchen auf den ÄModer an einen andern öffentlichen Ort brachten, und einem Griechen verkauften, wen"!"einen antrafen; wenn aber niemand fremdes zu finden war, so warfen sie denselben in de"Flus, mit dieser Art der Verwünschung: Alles Uebel, so denen, die anjetzo opst""'oder den Egypcern überhaupt bevorstehet, müsse auf diesen Ropf komme"'Dieser Gebrauch der auögegossenen Trankopfer, und die Art den Kopf des Opferviehes i"verwünschen, war in ganz Egppten eingefüret; daher kein Egypter von dem Kopfe irg^eines Thieres as. In der Wahl der Opferthiere aber gab es an verschiedenen Orten amverschiedene Gebräuche ^).

§. 5l9.

; Wenn der Apis gestorben und sein Lekchengepränge vorbey war, so suchten die Pr>"ster, denen dieses oblag, einen andern mit eben den Kenzeichen auf. Wenn sie nun einendfunden hatten, so nam das Trauren und Wehklagen auf einmal ein Ende, und die Pri"sier leiteten das Kalb erstlich in die Nilstadt, woselbst es vierzig Tage lang gefüttert ward!von bannen brachten sie es auf einem Schiffe mit einem vergüteten Zimmer, als ihrel"Gott, nach Memphis, und begaben sich in das Gebüsch des Vulcans. Die vorhin g"dachten vierzig Tage über wurden nur Weiber vor das Kalb gelassen, die sich vor demselbenstelleten, die Röcke aufhuben, und ihm ihre Scham zeigten, nach der Zeit aber den neue"Gott nicht mehr sehen durften. Die Ursach dieser Verehrung war, ihrem Vorgeben na^daß die Sele des Gsiris in einen solchen Ochsen gefaren, und durch eine Reihe von Wo"'derungen von einem in den andern komme, so oft einer sterbe und ein anderer dagegen g"'funden werde. Andere aber sagen, es geschehe solches, weil Isis, nach ErmordungGsiris vom Typhon, die Glieder desselben in eine hölzerne Kuh gethan und mit feiner Lein^wand bedeckt, daher die Stadt Busiris ihren Namen bekommen §)

§. 520.

Das Fest der Isis ward ungemekn feierlich begangen; denn sie fasteten den Tagzuvor, und nach verrichtetem Gebet opferten sie einen jungen Stier, dem sie die Gebärdausnamen, das Fet aber nebst-den übrigen innern Theilen im Körper liessen. Sodann

be"

/") j. x, 5.-e. !. I, p, f6.

(zlo. B.) Die Unterhaltung zweier Ochsen inEgppren zu gleicher Zeit an verschiedenen Orten, zu-Heliopolis und Memphis, hat bev einigen die umw'.rscheinliche Mutmassung verursachender eine ha-be-den Osiri», der andere die Isin vorgestellet!da andere weit warscheinlicher vermeinet haben, esrüre solche Gewoicheit aus der Zeit der Theilung

Egpptens in verschiedene Herschaftei», und sondersin zwey Hauptreiche, her, in deren jeglichem ein lUlebendig Bild des Osiris verehret worden,man nachher, bey erfolgte»- Vereinigung ÄReiche, beide beibchalten, wobey aber doch berAP^vor dem Mnevi einen grossen Vorzug erhalten-