Band 
Erster Theil.
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435
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r Abschn. Vom Altertum, Regierungsart, Gesetzen rc. der altenEgypter. 4Z)

sie die Beine, das Schwanzstück, den Hals samt den Schultern davon, und MetenM holen Leib mit feinem Brot, Honig, Rosinen, Feigen, Weirauch, Mirrhen und ande.reni Räuchwerk, worauf sie zur Opferung selbst schritten, und dabey sehr viel Oel darauf gosi>en. Sie opferten nüchtern, und schlugen sich so lange als das Fleisch auf dem Feuer lag,^chgehendö aber asten sie von dem übriggebliebenen. Das Vieh, so zu diesem Opfer ge-braucht wurde tonte jung oder alt seyn, muste aber mänlichen Geschlechts ohne Fehl seyn;denn das Vieh von weiblichem Geschlechte war der Isis geheiliget, und durste daher nichtAropfert werden. Daher nKete es auch, daß die Egpprer dergleichen Geschöpfe die mek-^ Ehre erwiesen, und die Griechen verabscheueren, weil dieselbe nicht gleiches thaten.

Wen» eine Kuh starb, warf man sie in den FluS; ein Ochse hingegen ward vor der Stadtbuchen, und lies ein Horn, bisweilen auch beide, zum Merkmal der Grabstäte hervorra-gen. Wenn das Fleisch gänzlich verweset und nur noch die blossen Knochen vorhanden wa-M so brachte man dieselben auf eine Insel in dem Delta, Namens Prosopiris, von man-be« Schiffe nach verschiedenen Theilen des Reiches abgeschicket wurden, die Beine zu sam«len und wegzuführen, um sie zusammen zu begraben. Eben dieses wurde auch in Absicht desandern Viehes beobachtet, indem die Egpprer keines davon tödten durften *)

§. Z3I.

Jupiter ward vornemlick zu Theben verehret, welche Stadt daher Diospolis ^dies; man hielt den Widder vor heilig in Absicht dieses Gottes, enthielt sich auch der Scha- ^ -

se und opferte demselben nur Ziegen. Nur ein einigesmal des Jahrs, an dem Jupiters-feste, schlachteten sie einen Schafbock, streiften das Fel ab, und deckten es über das Bilddes Gottes; wobey sie zugleich ein Bild des Hercules vor denselben brachten, zum Anden.

Jii 2 ken

1.2.

- Von diesem Opfern der Thiere ist zu mer-

daß dasselbe so beschrieben wird. wie es zu des'versvotus Zeiten, nicht aber in den ältesten Zei-bey den Egypterw im Gebrauch gewesen. Manhievon das Zeugnis des Macrobii wohl zuWerken, der schreibet in seinen Laiurnsl. >. i c. 7:^ungurm fss fuit ^egyptiis pecuäibus sut tsnZui-precibus et tbure solo piacsre äcos. DasA Es ist Ven Egpptern nie erlaubt gewesen,llo'l unvernünftigen Thieren odkr Blut sieW versönen. sondern es hat mit Gebet-Deirauck geschehen müssen. Aus diesem^ >st ganz deutlich, daß die alten Egypter vonAHen blutigen Opfern nichts gewust. Porph^, u« schreibet auch in seinem Buch -le adttinentiaä?, §- 59 , daß keine andere Opfer zur Ehre der^°iter im Gebrauch gewesen, als Kuchen und Erd-^wachse, dergleichen er auch von den Syrern be-Met, I. 4 § Und Alexander Sardua be-uaklget eben dieses in seinem Buch äe moribus et-llldus Pentium. Siehe des Herrn DriebergeAnmerkungen über den Prideaux p. 2, p. 2Z24.

dieses Volk sich nicht nur vor Alters des O-^rns der Thiere enthalten, sondern auch dieselben^ nicht geschlachtet habe, das erhellet aus rMosi Viä. inter slios eüric«/ sä rMos L, 26.'ruosgs, Z 4 .

(zn.B.H Die Verehrung der Ist« hat das vor-nemste Stück des alten egyptistben Gottesdienstesausgemacht. Ausser der berümten isisthen Tafel,von deren verschiedenen Deutungen und jetzigenVerwarung zu Turin Hr. Brucker in der bist.crit. pbllos. tom. 1 p. 245» lq und Joh Ee lReys. -ler in der neuesten Reise Br. 26 S. 265 nach-gesehen werden kan, ist ein fruchtbares Denkmal desgottesdienstlichen Altertums der Egyptcr in Mar-tin« explicscion äc äivers monumens lmguliers.gut ont rspport 2 la rclizion äes plus ancienspeuples anzutreffen, welches aus einer Wanne oderBehältnis der Ist« besteht, so mit vielen sinbildlichmGestalten und Vorstellungen der Gebräuche bey der-selben Verehrung angefüllet ist, in deren Auslegung,oder der äissert. lur la religion äes egypüens p.144.200 auch viel andere Feste und Gottesdiensteder Egypter erleutert worden > wohin auch ebendaselbst »och die Abhandlung äes äisterente» anneesäes cgxpciens p roi-rzc> und sonderlich liis ilNAii-Iiere p.zi--zr4 gehören; ingleichen hat Lanier inder ls niytliol. et les fadles erpl. pLrl'dist. liv. 6cd. 7 vo! 2 P. 406 sg. eine explication äe Is tadlelstague ertheilet, alwo sie doch unrichtig vor ganzverloren ausgegeben wird.