4Z6 m H-uptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grosses.
ken der oben errventen Begebenheit zwischen diesen beiden Gothekten; worauf ein jegvon den Anwesenden dem Bocke einen Schlag gab, der alsdann in einem geweiheten Sargbegraben wurde ('").
§. 52-.
Opfer des Die Einwoner von Mendes hingegen opferten Schafe und keine Ziegen, weil sie ^Paus. pan anbeteten, den sie vor einer» von den acht ältesten Göttern hielten, und, gleichwieGriechen, allezeit mit einem Zkegenkopfe und Ziegenfüssm vorsielleten. Nicht als ob !>sich eingebildet, daß er wirklich diese Gestalt gehabt, denn in diesem Stück, glaubten sie,andern Göttern änlich; sondern aus einer geheimen Ursache. Ob nun wol die Mendes^den Ziegen von beiderley Geschlecht gotteödienstlkche Ehre erzeigten, so hielten sie doch Eauf den Bock als auf die Ziege, und machten auch viel Werks aus den Geiöhirten, und ab'sonderlich aus einem, der bey seinem Tode durchgängig betrauret wurde. In der egyp^'scheu Sprache bedeutet Mendes sowol den pari als eine Ziege') (^).
§. 52z. ,
Opfer des Dem Monde pflegten sie zu opfern wenn er vol war. Das Opfervkeh, so sie diesaMonds undGöttin brachten, waren Schweine, welche die Egyprer vor unreine Thiere hielten, undDachus. E andern Gotheiten, als diesem Planeten und dem Bacchus, opfern durften.
sie dem Monde ihr Opfer brachten und das Opfervieh geschlachtet hatten, so steckten sie ^SpiHe von dem Schwänze, nebst der Milz und dem Fette, in das DarmneH, und verbratten es also zusammen mit heiligem Feuer, das übrige Fleisch aber äffen sie an dem Neumondvb sie dasselbe gleich zu irgend einer andern Zeit nicht würden gekostet haben. Diejenige^so dergleichen Opfer aus Armuth nicht bringen tonten, opferten ein Stück Teig, dem sie ^Gestalt eines Schweines gegeben.
An dem Bacchusfeste muste zwar jederman des Abends einen Eber vor der Haus'thüre schlachten; doch ward der Körper desselben sogleich dem Schweinhirken wieder zug*'stellet, von dem sie ihn gekaufet hatten. Im übrigen wurde dieses Fest in Egppten ebe»so gefeiret, wie in Griechenland, ausser nur, daß die egpptischen Weiber an stat desphallus kleine Bilder, etwa eine Elle hoch, herum trugen, deren jedes einen Priapus hol'te, der fast so gros war als der übrige ganze Körper, und so zubereitet war, daß er mit F»'den beweget werden kante. Hiermit hielten die Weiber einen Umgang, wobey sie ohne U»'«erlaß dem Bacchus zu Ehren Loblieder sungen, und einen Flötenspieler vor sich hergehenhatten*) ("*).
I. 2. t) I. 2.
(?lr. B.) In den ältesten Zeiten ist zu Theben»in järlich Fest von ir Tagen sehr feierlich begangenworden, darin man das Bild Jupiters und andererGocheiten mit gottesdicnstlichen Umgängen imganzen Lande umher getragen. Welche Gewonheitvom -Homers, im ersten Buch der Ilias, von denEthlopiern angefüret wird, welchen Namen dieEinwonervon Gberegypten damals noch gehabt.Wovon Marrin (zu) S. ,64 rc. zu vergleichen ist.
(z iz.B.) Von der Verehrung des Pan« bey denEgyptern wird im Baniee (Zu)p. ZS4 sg.gehan«delk-
(U 4 .B) Der phallus ist bey den gottesdienstli-chen Gebräuchen der Egypter in der Verehrung
§. 524 '
des Gsteis und ai,derer Gotheiten häufiger gsbraucht worden, als bey irgend einem andern Pol«daß sich die neuern Egyprer im vierten Jahrh»»/dert nach Christi Geburt dieser unanständige» DAder geschämt haben, und äusserst erbittert worden,»'*der alexanvrinisthe Bischof Theophilos bergle»chen in einem zerstörten Tempel häufig gesunde»*Gestalten öffentlich herumtragen, und jederman vor-zeigen lassen, da man damals nach entstandenemChristentum den Götzendienst aufs ehrbarste e>».zurichten gesucht. Von den geheimen Deutungensolcher Vorstellungen handelt Martin szn) § . ,x. iSo lg. qusc in Krens segxpcircis z-riiuo i»tu»n