Band 
Erster Theil.
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rAhschn, Vorn Altertum/ Regiermgsart,Gesetzenrc. der altenEgypter. 4)7

§. 524.

Man hielt es in EgpPtM nicht vor hinlänglich, die Festtage der Götter alle Jahre Von dem festE^mal zu feiren; sondern sie hatten verschiedene Zeiten im Jahre dazu bestimmet, da sie die der Isis.Städte besuchten, worin besondere Gotheiten mit grosser Andacht verehret wurden.

Diejenigen, so zu Ehren der Isis zu Bustris, und des Jupiters zu Theben gs-stiret wurden, haben wir bereits angefüret; in Ansehung des erstem müssen wir nur nochMelden, daß, nachdem die O^ser gebärend verrichtet gewesen, Männer und Weiber, die bey^r Gel" - nheit zusammen kommen und sich auf viele tausend belaufen, sich mit einem In-mument züchtigten, das unser Schriftsteller nicht hat entdecken dürfen. In welcher An-dacht die Tarier, die sich in Egppren aufhielten, alle übrige übertroffen, indem sie sogar'hre Angesichter mit Schwerdtern zerschnitten (^).

§. 525. .

Die übrigen merkwürdigsten Feste sind noch folgende: der Dianen zu Bubastis, so Fest der Dia-dtt Name dieser Göttin bey den Egyptern gewesen; der Minerven zu Sais; der neu.

Tonnen zu Heliopolis; der Latonen zu Bums, und des Mars zu Papremis. DieLeute, so sich bey diesen feierlichen Gelegenheiten zu Heliopolis und Bums versamleten,opferten blos, ohne einige weitere gottesdienstliche Gebräuche, die übrigen aber verdienen ei.lle umständlichere Beschreibung.

Das Dianenfest wurde in der Stadt Bubastis folgendergestalt begangen: EineMenge Männer und Weiber begaben sich untereinander zu Schiffe; auf der Reife schlugenetliche von den Weibern die Trommel, da indessen einige Männer auf der Flöte spieleten;die übrigen von beiden Geschlechtern sungen wärender Zeit und klatschten zugleich auf einmal indie Hände. Bey jeder Stadt, worauf sie zukamen, hielten sie an, wrd die Zeit ihres Aufent»

Halts hindurch beschäftigten die Weiber sich zum Theil mit ihrer Musik, zum Theil spottetensie der Weiber des Ortes, oder sie tanzeten und zeigten sich nackend. Wenn sie endlich zububastis angelanget waren, so feireten sie das Fest mit zalreichen Opfern, und verthatendabey mehr Wein, als sonst in dem ganzen Jahre; denn der Zulauf des Volks bey dieserGelegenheit sol sich gemeiniglich bis an die 700020 Männer und Weiber, ohne die Kinder,

"streckt haben.

§. 526.

. Wenn sie sich zu Sais zum Opfer der Minerva versamleten, so behkengen sie alle Fest der Mi-^austr rund herum mit einer Menge von Lumpen, die mit Oel angefüllet waren, so mit Salz uerven.^ermengk gewesen, und worauf der Tocht, so aus Werk bestanden, oben geschwommen.

Dieselben brauten die ganze Nacht hindurch, und das Fest hies daher das Scheinen derRampen. Die EMpoer, die bey dieser Feier zu Sais nicht zugegen waren, beobachte«doch eben diese Gebräuche, wo sie sich auch befinden mochten, daß also in derselben Nacht>iicht blos zu Sais, sondern in ganz Egppren Lampen brauten. Die Ursachen dieser Er-richtungen, und der dieser Nacht angethanen Ehre, wurden geheim gehalten.

Zu Papremis war eine ganz besondere Gewonheit eingefüret; denn nachdem der ge-^ ^

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^oens viäentur, imsßinem rerum cnm öimna-' nsturslium rekerunt, welche Abhandlung/'"isch ist, da sonst die übrige Schrift französischfasset worden.

"'; B )Vvn dieser Gcwonheic, sich selbst bey

solchen Festen zu peitschen, rüren die häufigen Geis-seln her, so auf den «Zyprischen Denkmalen undalten Vorstellungen ihrer gottesdienstlichen Gebräu-che vorkommen.