Band 
Erster Theil.
Seite
438
JPEG-Download
 

4Z8 m Haüplft. Geschichte Egypkcrrs bis zu den Zeiten Ale^ande/s deö Grys^^

wönliche Gottesdienst volbracht war, verfügten sich gegen Untergang der Sonnen einigesnige Priester zu dem Bilde des Mars; da indessen der gröste übrige Theil derselben siwStäben oder Keulen an die Pforten des Tempels stellen; wogegen ein Haufen von M^leuten,die sich zu diesem Dienst gewidmet hatten, und sich öfters auf mehr als tausend^streckten, mit gleichen Waffen aufzog, die Priester, welche die Zugänge des Tempels bMreten, anzugreifen. Das Bild des Gottes, das in einem hölzernen vergülveten Sch^"stunde, und den Tag vor dem Feste aus dem Tempel in eine andere Kapelle gebracht >v^wurde darauf von den wenigen, die dazu bestellet waren dasselbe zu begleiten, ,' sE* Schrank auf einem Wagen mit vier Rädern wieder nach dem Tempel hingezogen.

nun die Priester, die den Eingang besetzt hielten, sie nicht einlassen wollen, so fiengen diev^hin gedachten Männer, die sich dem Gott durch ein Gelübde gewidmet hatten, an, mit ih^Prügeln auf dieL Gegner loszuschlagen; woraus denn ein gefärlicher Kampf entstE 'dabey sie sich vornemlich einander nach den Köpfen schlugen, daß, aller Warscheinlichkeit rMviele an ihren Wunden gestorben seyn müssen, obgleich die Egpprer solches niemalsgestehen wollen. Die Einwoner dM Ortes gaben folgende Begebenheit zum Grunde ^ser barbarischen Gewonheit an: Mars sey in der Fremde erzogen worden, bis er dasiicheAller erreichet gehabt: da er nun nach Hause kommen, seine Mutter zu besuchen, die ^diesem heiligen Orte gewonet, hatten ihn ihre Knechte, die ihn niemals gesehen, nicht einEwollen, sondern gewaltsamer Weise weggejaget: worauf er sich in eine andere Stadt kEben,und, nachdem er eine gute Anzal Männer zusammen gebracht, umgekeret, und sei^Mutter Knechte überfallen, und sich mit Gewalt den Eingang geöfnet habe. Zu diesergebenheik Gedächtnis sey nun solche Schlagerey eingefürek worden (^ 6 ).

. §. 528.

Von der ver- Doch ist bey dem egyptischm Gottesdienste nichts so merkwürdig gewesen, als ^

thllre? ^^verkerte Dienst, den dieses Volk den Thieren erzeigte, als der Katze, dem Ichneum^dem Hunde, dem Ibis, dem Wolfe, dem Crocodil u. a. m.; welche sie sowol im Leben ^auch nach dem Tode in grossen Ehren hielten. So lange sie lebten hatten sie befand^Felder, die zum Unterhalt der Thiere von jeder Gattung ausgesetzet waren; es wurden ^sondere Männer und Weiber gebraucht, sie zu füttern und zu bedienen: welch Amt von ^Eltern auf die Kinder erbte, und so wenig geflohen oder verachtet wurde bey denprern,daß sie sich damit als einer hohen Ehrenstelle viel wüsten, und gewisse MerkmalesEhrenzeichen trugen, woran man sie von ferne erkennen konte, da sie denn mit Kniebeug^und anderen Ehrenbezeugungen gegrüsset wurden. An diese Thiere nun, und die Gotl/ten, denen sie gewidmet waren, richteten die Einwoner der verschiedenen Städte, wo dEbe verehret wurden, ihre Gebete; sonderlich für die Genesung ihrer Kinder, deren Häup^sie zuweilen ganz und gar, zuweilen aber nur halb oder zum dritten Theil bescheren, und ^

(U6.B.) Dis Fest zu papremis ist dem Ana- im folgenden bey den Geschichten dieses Volks fAbis, der Nephthen Sohn, gefeiert worden, wodurch licher gehandelt werden. Sonst kan bey diels,sowol der Grircken Mars, als noch häufiger Abschnit noch verglichen «erden pocock B -5 f.Nterenrius vorgestellet wird. Martin deutet den ok tiie m^tlioloAx ottfie sncicnt Lgxplisns und ^ ,Stock, den Anubis gemeiniglich füret, auch die ok tlle sncient ilicrogl^piiics of tiie 7.

Vorstellung cmi^r Bilder mit Hundeköpfen und auch im 60 bis Szsten Kupfer verschiedene Df. .Stäben vor den Tempeln, auf dieses Fest und die Ge- egyptiscker Gotheiten ertheilet, Scbawschichte desselben (z li) p.187 lg. Von dem Rem S- 94 -14;' und Maillet lc«r. 10 Th.r g-pban, auch den Nachamungen dieses Gottesdienstes äe la reliZion lies egxptiens tank ancieiis ^unter den in Abgöttern) verfallenen Israeliren, wird äernes el äc Icur xrincixrler Ceremonie».