Band 
Erster Theil.
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440
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m HaupA-Gesi-hichte Egyptens bis zu den ZeitenAlexanders desGrojsett^

Weitere ab- Wenn eines von diesen Thieren starb, so betraureten sie es, als ob es ihr »eosseHandlung da-A'ntz gewesen wäre, und verwendeten öfters mehr zu ihrem Begräbnis, als sie im Derw ^gen hatten. Wovon man folgendes Beispiel erzälet: daß, da im Anfange der Neue-rung pcolemäi, des Sohns Lagus, der Apis vor Alter zu Memphis gestorben (//sein Wärter fünfzig Talent Silber, oder fast 13000 Pfund Sterling mehr, als er in seine"*ganzen Vermögen hatte, auf desselben Begräbnis verwandt habe. Und damit solches nlcvcunglaublich scheine, so meldet man gar, daß einige Wärter dieser Thier- an d>eI0OOOO Talente, eine fast unermeßliche Summe, zu ihrer Unterhaltung verschwendet ha-ben »). Wenn irgend in einem Hause eine Katze starb, so beschoren sich alle Hausge-nossen die Augenbraunen, und wenn ein Hund verschied, den ganzen Leib; sie genösse"auch nichts von allen Speisen, die etwa zu der Zeit im Hause gewesen. Bey einer Feuers-brunst hörte man unter den Egppcern ein algemeines Wehklagen über ihre Katzen ; den"'ob sie gleich in solchen Fällen mehr vor die Erhaltung ihrer Katzen als ihrer Häuser sorg-ten, so funden doch diese Thiere, indem sie entweder behend an der Erd^ wegkrochen, oderden Leuten über die Köpfe sprungen, mchrentheils Gelegenheit, sich ins Feuer zu stürze"'Die todten Körper der heiligen Thiere wurden in feine Leinwand gewickelt, und balsamim'auch mit Zederöl und anderm zubereiteten Gewürz gesalbet,um sie vor der Fäulnis zu beiva-alsdenn aber in heiligen Sargen begraben. Todte Katzen wurden nach des

ren,

Stadt Budastis gebracht, um daselbst beigesetzt zu werden ; Falken und giftige Maulwürsifürete man nach Bums; Hunde, Bären, deren es sehr wenige in Egppreir giebt, undeine Gattung von kleinen Wölfen, die nicht grösser sind als ein Fuchs, wurden auf derStelle begraben, wo man sie todt antraf. Die Egypter waren so genau, ihnen diese letzt«Ehre zu erzeigen, daß, wenn sie in auöwertigen Kriegen aussei^andeö gewesen, sie öfterstodte Katzen und Falken zu dem Ende mit sich nach Hause brMlen, unter großen Traurig'keitSbezeugungen, wenn es ihnen gleich indessen selbst an eigener Nothdurft gebrach °)

§. 5Z2.

Gründe der So ungereimt und lächerlich nun auch dieser Aberglauben zu seyn scheinet, soVertheidigung es doch nicht an Leuten, die ihn mit mancherley Gründen zu vertheidigen suchten, obgleichsolches dien- Priester in solchen Fällen mit Fleis ein beständiges Stilschweigen erwäleten, und allesvor Geheimnisse ausgaben, so sie nicht offenbaren dürften.

i) D«*

O-a-/. tu. l. I, p. 75. o) löem er I. s.

(E) Dis wiederspricht der Meinung derjenigen, derselben bey mehrern Jahren erst mögen zu bEdie da behaupten, daß man den Apis nicht über ei- Ehrenstclle gelanget seyn , auch vieleicht die 3 ^ne gewisse bestirnte Zeit leben gelassen, und daß ihndie Priester, nach Verfliessung derselben, in einemheiligen Brunnen ersäufet haben (z).

Zndenmemniresäelitteratlire äel's-csäemie äes iiilcriptions lg. tom. iz p.zl - 57 stehteine weitläufige Abhandlung vom Hrn. Blanckardllir los snimsux reipeÄes en kigypte, darin abernicht viel erhebliche Untersuchungen vorkommen.Daß sonst der Apis zuweilen von den Priestern er-

ihres notwendigen Todes nicht blos durch dieihres Lebens oder genossenen Verehrung, sondern^dere Merkmale und Bestimmungsgrände mag st""verordnet und abgemessen worden. Das hoheturn dieser Verehrung der Thiere erhellet nichts"aus dem Kälberdienst der Ifraeliten in derrMosizr, sondern auch aus der Rede Mosi's pwPharao c.8,2,6, welcher nach angebotener ssrcM'im Lande Egypten zu opfern, geantwortet: v,taugt nickt, daß wir also thun, denn wir w"-

säuft worden, beruhet nicht blos auf Marcellini, den der Egypter Greuel opfern unsermsondern auch Plinii Zeugnis bist. not. I. z c. 46 dem -Herrn. Siehe, wenn wir denn der

und kau mit dem natürlichen Tode einiger dieserThiere vor Alter gar wol bestehen; indem manche

(;) rr, P.L27.

pter Greuel vor ihren Augen opferten,den sie uns nickt steinigen?

um?'