Beschaffen-heit ihrer tem-pel.
4-4-6 mHauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
je» der genauen Warheit in etwas überschritten habe"); inzwischen mag diese Meinung ei-nigen Grund gehabt haben in der ängstlichen Enthaltung verschiedener Erdgewächse, als lin-sen, Bonen und Zwiebeln, die von einigen in diesem Volk beobachtet worden; die letzten wur-den von den Priestern verabscheuet, weil Dictps, einiger Meynung nach, der von der Istsauferzogen worden, bey Aufsuchung derselben ersoffen, oder vielmehr, weil die Zwiebeln un-ter allen Pflanzen allein von der Art sind, daß sie im abnemenden Mond zunemen")
§. 54l.
Ehe wir diesen Vorwurf verlassen, verdienet die Bauart der egyptisthen Tempelnoch einige Meldung. Das erste, was einem davon ins Gesichte fiel, war ein Zugang odersteinernes Pflaster, ein plethron oder etwas weniger breit, und ohngefär drey bis viermalso lang, mit einer Reihe Sphinxe auf beiden Seiten, deren jede zwanzig Ellen von verän-dern abstünde. Dieser Gang ging auf eine Bogenstellung zu, hinter welcher noch eine zwei-te, und bisweilen noch eine dritte stunde; denn die Zahl dieser Bogenstellungen war nichtallemal gleich. Der Tempel selbst bestünde aus einem grossen und prächtigen Vorhofe, undeiner nach guten Verhältnissen aufgefürten Kapelle; worin sich gemeiniglich kein Bild be-fand, denn in den ältesten Zeiten brauchten die Egyprergar keine -), oder wenn ja eines dar-in stunde, so war es nicht von menschlicher Gestalt, sondern hatte die Gestalt eines unver-nünftigen Thieres s) *) (^).
§. 54 ''
«) lak. 15. verr. 10. 0) vbl liipr»
8 xr,r. l. l?> p. >158-
(zrr.. B.) Dem Ausspruch Juvenalia ist um soviel weniger zu trauen, da er nicht nur in dem un-mittelbaren Zusammenhange dieser Nachricht un-leugbare Unrichtigkeiten begangen, sondern der gan-ze Hauptinhalt der izten Sakvre aus einer höchstfabelhaften Begebenheit bestehet. Indessen ist dasmeiste in dem Eingänge derselben wahr.
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kortis
dtumins! Isnatiz animslibus sbltinet omnisd/Ienl»: nefre illic koctum iußulare capcllse etc.prudenrii Zeugnis laymno iv in 8 . Uomsnumv. 2,;; und Üb. r. in 8 ymr»scluim v 866 ist vonkeiner grössern Erheblichkeit. Allein plinü Be-richt Nist. nst. Irk>. „y x <5 oder zr sllium c,e-pssgne intcr Ocos i„ iureiursnäo lisket ^e-gyptus, wurde glaubwürdiger seyn, wenn nichtdie ausdrückliche Einschrenkunq solcher Verehrungauf Eidschwüre, sowol den Grund seiner ganzenErzälung, als auch die Art solcher Hochachtung
p. Z 5 Z. Viö. l. I. l». So. F) L«»---. lle äe»
hinlänglich anzeigte: indem die Ägypter bey ih-ren Reichtümern und gewönlichsten Speisen habenschwören können, auch gewisse Gewächse als S>wbilder der Gokheir ansehen, ohne sie unter die Göt-ter zu rechnen, als welches mit der Unleugbarkeitdes häufigen Genusses derselben (§. 441) nicht füg-lich bestehen kan. pxrbagorä Enthaltung vonBonen scheint aus EgVpten entlenet zu seyn, »nvhat zu vielen Mutmassunaen der verborgenen Ursa-chen solcher Gewonheit Anlas gegeben, wovon HrN-Jac. Druckers lült. crik. xkil. tom. i p. lopziss.vergleichen ist, und mehrere in Hrn. D. -HeumanS, 6 t. pilil. vol. l p. »zo und vol. r p. 488 angesätte Schriftsteller.
(* -H ) Diese Gebäude waren übrigens so ein-gerichtet , daß sie gegen die aufgehende Sonneden, dergestalt, daß das Sonnenlicht durch Thurmund Fenster auf denjenigen Platz fiel, auf welchesdie Opfer verrichtet wurden l.7).
(zrz. B.) Im Rufino(zri) ist eine weitläufigBeschreibung des prächtigen Tempels Seravis a"/zutreffen, von welchem Alexanderen, nachscher Gewonheit, zuweilen die Serapisftadr genauworden. Und ohnerachtet dis erstaunliche GebaEerst unter der griechischen Herschaft erbauet woden: so ist doch warscheinlich, baß man dabey ° ,wesentlichsten und erheblichsten Stücke der Einrikling der ältesten berümtesten Tempel werdebehalten haben. Wohin sonderlich der Umstand ghöret, daß man in der Mauer des Tempels a-A.
(7°) x,'---cö-vk vc-HpuL kam. I. p. 2 Zi.