Band 
Erster Theil.
Seite
448
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448 m Hauptst. Geschichte Egyptens bis M den Zeiten Alexanders des Grossen.

§. 544»

Speise und Was die Lebensart der Egypter anbelangt, so haben wir bereits manches davontrank dersel- beiläufig gemeldet; dem wir noch beifügen, daß sie es vor verwerflich hielten, Brot vonden. Gersten oder Weizen zu esten; an dessen Stelle gebrauchten sie ein seines Mehl , so von ei-

nigen E»lyra, von andern aber Zea oder Spelz genant wird; und solch Brot heiffen sieEoilcstis, vermutlich weil es zähe und klebrig war"). Ihr gewönlichcs Getränk war,und ist noch jetzo, das LTtilwasser, welches einen sehr angenemen Geschmack hat, und so fetmacht, daß sie es dem Apis niemals reichten, damit er nicht zu dickleibig werden möchte*).Das Wasser dieses Flusses ist zwar ungemein trübe, doch wissen die Egyprer es klar zumachen, inoem sie das Gesas mit etwas gestoßenen Mandeln reiben *). Ihre bessere Artvon Getränke, oder Wein, wie eö Hcrodoms nennet, wurde von Gerste gemacht, weil siein den alten Zeiten keinen Wein in ihrem Lande hatten *), oder vielmehr denselben nichtanbaueten; welches auch noch jeßo nirgendwo, als in der Landschaft al Leyyum geschie«HerWir haben also vermutlich diesem Volke die Erfindung des Biers zu danken (^*).

§- 545.

Weitere nach- Die Egypter enthielten sich in den verschiedenen Theilen des Reiches verschiedener

richt davon, , nach den verschiedenen daselbst verehreten Gotheiten, in dem Abscheu vor Schwel«

nefleisch aber kamen sie alle miteinander überein; welches sie vor so unrein hielten, daßwenn ein Mensch, auch nur unversehens, dergleichen Thier angerürt, er unverzüglich hin-ging , und sich mit den Kleidern in den Fluö tauchte. Und aus dieser Ursache dursten nurallein die Schweinhirten unter allen Egyprern in keinen Tempel kommen, auch gab nie»mand seine Tochter einem Manne von dieser Handthierung, so wenig als jemand ein Weibnam, die von solchen Eltern gezeuget war; daß sie sich also unter einander verheiraten wü-sten. Sie aßen eingesillzene oder an der Sonnen gedörreke Fische, ingleichen Wachteln,Enten und kleinere Vögel, wenn sieeingesalzen waren, ohne einige weitere Zurichtung. Al-le andere Vogel und Fische, blos diejenigen ausgenommen, die sie vor heilig hielten, aßen sieohne alles Bedenken, gesotten oder gebraten. Die Einwoner der Marschländer genosschverschiedene Pflanzen, die daselbst jarlich wachsen, sonderlich aber den Lotus, woraus sie ein^Art Brot machten, wie auch die untern Stengel des Papyrus, wovon das obere Ende aberzu andern; Gebrauch aufbehalten ward ^).

§. 546.

Malten Bey ihren vornemsten Gastereien hatten sie die Gewonhckt, daß wenn sie nach betst m. Malzeit anfiengen Wein zu trinken, sie einen Sarg mit dem Bilde eines todten Mensche»/in Holz geschnitten und angemalet, von einer bis zwey Ellen lang, hineinbrachten; oder,anderere sagen, eine wirkliche Leiche c), so von jemand, der dazu bestellet war, in der garst^Geselschaft herum getragen ward, mit vermutlicher Wiederholung folgender Worte:he diesen an, und sey frölich; denn st>, wie dieser ist, wirst du auch seyn, wenn ^

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(524. B.) In den heißesten Gegenden von Afri. mals viel Schwierigkeit finden, und sich gewei»Aca ist die Zubereitung und Erhaltung des Weins lich des SaftS in Wasser erweichter Rosinen besehr schwer, indem nicht nur die Trauben sehr bald nen müssen, wovon Renauvots Zusätze zu ,,ausgedörret, sondern auch der Wein leicht z» Eßiq Vo^Zc tust. ci-abstiisiniu P. zr8 nachgesehen w«zu werden vfleat. Daher die dortigen Christen, den kan Daß also der Wei» in diesen Orten, Ion"sonderlich in Abyßmien, bey Haltung des Abend- lich in Oberegypcen, nie sehr üblich gewesen.