Band 
Erster Theil.
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451
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rAbschri. Vom Altertum, Regierungsatt, Gesetzen re. bep alten Cgppter. 4zr

gen von Thieren, die in der Luft, auf der Erde und im Wasser leben, durchgehen, endlichaber nach dreitausend Jahren wieder in einen menschlichen Körper kommen sollen Au-sleser Ursach bemüheten sie sich, den Körper so lange zu erhalten, als nur immer möglichseyn wollen, damit die Sele genötigek werde in demselben zu bleiben, und nicht sobald ineinen andern übergehen dürfe «). Weil nun die entfetten Leiber durch die von ihnen ge-brauchten Mittel eine sehr lange Dauer erhielten; so spareten sie keine Mühe noch Kostenin Erbauung ihrer G^k.»., welches ><e ihre ewige wonungen »anten; und waren dabeysehr wenig bekümmert um die Aussürung ihrer Häuser, welche sie Herbergen hiessen, inwelche» sie sich nur kurze Zeit aufhielten, da sie hingegen in den andern eine lange Reihe*wn Jahren verblieben -).

§. 5Zl.

Mit der Trauer über die Tobten und den Beerdkgungsgebräuchen hatte «6 in Egp« ForHhunzPten vor Alters folgende Bewandnis: Wann ein. angesehener Man starb, so beschmiere-derselben,te» sich alle zu demselben Hause gehörige Weiber ihre Häupter und Angesichts mit Koth,sodann entblößten siedle Brüste, umgürteten ihre Kleider, liessen die Leiche zu Hause, undSingen durch die Gassen der Stadt mit Wehklagen, und schlugen sich im Gehen, wobey sievon allen Anverwandten ihres Geschlechts begleitet wurden; die Männer machten indesseneine andere Geselschast aus, und traureten auf eben diese Art. Und das dauerte bis die Lei«che beerdiget war, in welcher Zeit sie sich des Badens, des Weins, und leckerhaster Speiesen enthielten, auch ihren besten Schmuck beiseit legten.

^ §. 552 .

Wenn die erste Wehklage vorüber war, so brachte man den tobten Körper zu den- Balsamiru«zjenkgen, welche die Kunst des Balsamirens trieben, und dieselbe, gleich andern Handthierun- wichen,gen, von ihren Vorfaren erlernet hatten. Diese zeigten den Verwandten des Verstorbenenverschiedene hölzerne und gemalte Muster, nebst einem Verzeichnis der Kosten von jeglicherArt der Zubereitung, und befragten sie, welche sie erwälen wollen; denn man hatte dreyverschiedene Arten, die Leichen zur Beerdigung zuzubereiten. Die erste war sehr köstlichund theuer, und kam auf ein Talent Silber, oder ohngefär zweihundert acht und fünfzigPfund, sechs Schilling, acht Pence Sterling; die zweite war geringer, und von mäßigemPreise, indem sich die Kosten nur auf zwanzig Minen, oder den vierten Theil des vorigenGeldes beliefen; die dritte war sehr schlecht, und kostete eine Kleinigkeit.

Wenn nun dieses vorläufig abgethan war, so namen die Balfamirer den Körpersjogen ihm vor allen Dingen das Gehirn mit eisernen krummen Werkzeugen von Eisen durchdie Naselöcher heraus, und fülleten dagegen den leren Raum mit gewissen Arzeneien an.

Sodann zeichnete einer, den sie den Schreiber nanken, an der linken Seite des Bauch-ab, wie lang der Schnit daselbst gemacht werden solle; worauf der paraschistes, dessenAmt es war den Schnlt zu verrichten, einen scharfen erhiopischen Stein nam, und denleib, so well als das Gesetz verordnete, ausschult; darauf aber so schnel als möglich davonlief, und alle Anwesende ihn verfolgten, mit Steinen nach ihm warfen, und ihn verwünsch,ten, um den verschuldeten Fluch auf ihn zu werfen. Denn eine Leiche zu verwunden, oder anderselben einige Gewaltthätigkeit zu verüben, ward vor ein abscheuliches Verbrechen gehalten rdie Taricheutä oder Balfamirer hingegen waren in hohem Werth und besondern; Ansehen,

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