4)6 m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grosse«.
bestehen, der fast kugelrund sey, von dergleichen hartem und schwarzem Marmor, worausman Mörsel gemacht, und auf einem grössern Steine stehe, und über sich noch ein andere«Stern habe, davon doch einige auf der blossen Erde stehen: der Durchmesser des grössestenderselben sey von zwölf Fus gewesen: die kleinesten aber über halb so dick >) (^).
§.' 555 .
Künste und Die alten Egypter sind die Erfinder vieler nützlichen Künste und Wissenschaft^Wissenschaften gewesen: und ob sie gleich dieselben vieleicht nicht zu der Volkommenheit gebracht haben, diederselben. EN von ihnen erwarten können, da jederman unter ihnen verbunden gewesen, ,'sich auf sei'ne. väterliche Handthierung zu legen, und dadurch in eine einige besondere Kunst oder Theilder Gelersamkeit eingeschränkt worden: so wird doch ein jeder, der nur erweget, wie schweres falle, die ersten Gründe einer Wissenschaft zulegen, solten sie auch noch so gering seyn, th'nen vielen Rum beilegen.
Gleichwie sie sich nun ihren ersten Königen vor ihre Anfürung zur Verschaffung dergemeinen Bedürfnisse und Bequemlichkeiten des Lebens verbunden erkanten: so legten sie dirEhre der ersten Erfindung der Wissenschaften ihren Hermen oder Mercuren bey *)-Wieviel es deren gegeben, die diesen Namen gefüret; wenn sie gelebet, und was sie erfundenode? geschrieben haben, das wollen wir an einem andern Ort untersuchen, und uns alhier miteiner kurzen Nachricht von den Künsten und der Gelersamkeit begnügen, welche diepcer den übrigen Menschen sollen mitgetheilet haben, ingleichen des Fortgangs, den sie darrin gemacht haben.
Es erhellet aus vielen alten Schriftstellern, ja aus der heiligen Schrift selbst, daßdie Egyprer ihrer Weisheit und Gelersamkeit wegen zeitig berümtgewesen sind. Unter awdern Dingen, die zum Rume Mofils gemeldet werden, heists: er sey in aller TVeisheicder Egypter unterrichtet gewesen und wenn Salomons Weisheit erhoben wer'den sol, so geschiehet es mit den Worten, daß sie grösser gewesen, als aller Egyprelihre ö). Die weltlichen Schriftsteller bezeugen auch einmütiglich, daß dieses Volk dirMutter aller philosophischen Erkentnis, und die einige Menschen gewesen, so die götl>'chen Dinge völlig verstanden c) (^s).
A) I. 17. p. 117). r) 1.p.
c) in iomn. 8cip. I. l. c. iy. er inrurnLl. I,
Von den Mumienbrunnen bey Sac-cara sind sowol im Pocock als Malllet Zeichnun-gen anzutreffen, auf dem ixsten Kupfer bey dem er-ster», und bey dem andern Th. r S. ri. Die Öff-nung des Brunnen ist gemeiniglich von 4 Fu«, dieLöcher an den Seitenwänden auch so abgebrochenund verwüstet, daß nian vermittelst derselben nichthinunter kommen kan Die besten und in Särgen,oder ausgehölten, nach Menschengestalt gebildetenund in der Mitte zusammen gefügten Stämmenbefindliche Körper sind aus diesen Lgtacombenlängst weggebracht worden, so baß nur noch gerin-gere Körper von schlechterer Zubereitung darin an-getroffen werden; indeln oft blosse Knochen in Tü-cher eingewickelt, oder mit etwas Harz überzogen,oft andere in Schilf gelegt, ja unzalige Überbleib-sel zerstückter Körper daselbst befindlich sind.
Ors.B.) Ueber dem Altertum und der Beschaf-
41. «) Apg. 7, so. t) 1 Län. 4, ^
».c.l4. «I.7. c.iz.
fenheit der egyptisthen Wissenschaften ist in ^neuern Zeiten heftig gestritten worden, nachd^-Herm. Lonring in der Schrift äe KerweN-,
segyptionnn veterurn et parscelsica recentioN'incsticins und derselben spologctico die gewönl^Meinung vom Ursprung aller Wissenschaft in Epten angegriffen, und Glavm Borickmni soiE,der Schrift lle ortu et progrestu ckeinisc, als!"^derlich in kkermetis segyptiorum et ckciniccss^.fspientis sl> kst. Lnriiißii sniinsäucrfionibtis ^
csts, zum Wiedersacher bekommen. Seit wel«^Zeit mehrere die Gelersamkeit der altenbestritten haben. Wie man nun unstreitig aui^,einen Seite viel zuweit gegangen, nicht nur insicht des Altertums, da man die egyptifckeheit vor eine Ueberlieferung der Wissenschaft?^-sten We't vor der Sünbflut angesehen, die
tcrirdischen Gewölben schriftlich aufbehalten