Band 
Erster Theil.
Seite
459
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L Abschn. Vom Mertum, Regierimgsartz Gesitzen rc. dex asten Egypter. 459

von der Ordnung der grossen Weltkörper, inglelchen von der Materie der planeren undFixsterne gehabt haben; indem sie den Mond eine ätherische Erde genant, und behauptet,daß die Sterne Feuer seyn «). Indessen haben sie nichts weniger als eine genaue Kentnisvon der eigentlichen Beschaffenheit der Bewegung der Irsterne gehabt , daß sie sotten imStande gewesen seyn, durch Hülfe der Kunst einige Ausrechnungen derselben zum vorauszu machen: immassen Thales der erste gewesen, der es gewaget hat, eine Finsternis vorherzusagen"); Eudoxus aber und prolemäus haben die himiischen Bewegungen zuerstnach gewissen angenommenen Sätzen und verfertigten Tafeln erkläret -) (?"). »

§. 559 .

Die Wissenschaft der Arzeneikunst scheinet auch bey den Egpptern ihren Ursprung Arj-neikMsgenommen zu haben §). Gemeiniglich rechnet man die Erfindung derselben dem Aestula»plus zu, welcher Name dem Tosorthrus oder Sesorrhrus, einem Könige zu Mcin-phis, und dem zweiten in der dritten Dynastie des Manetho, seiner besondern Geschick-lichkeit wegen in derselben Kunst, beigelegt worden ^). Dieser Fürst hat weit früher gele-bet, als der griechische Aestulapius 0 « Undobgkekch Africanus denselben einige Jahr-hunderte nach dem Arhotkis, des Menes Nachfolger, setzet, der vor den Thor!) oder er-sten Hermes gehalten wirdso behaupten doch andere, daß sie zu gleicher Zeit gelebet ha-ben ; wie sie auch in der That gewesen seyn müssen, wenn dieser Aestulapius der Sohndes Sydic und Bruder der Tabuen gewesen ist '). Athothis sol ebenfals ein Arzt ge,

Wesen seyn, und einige Bücher von der Zergliederungökunst geschrieben haben "); wo wirnicht diese Schriften lieber dem zweiten Hermes zuschreiben wollen, als welcher verschiedeneErfindungen des ersten Hermes und des Aesculapius bekam gemacht haben mag: dennwir werden berichten, daß unter den hermetischen Büchern sechse gewesen, die von der Ar-zeneikunst, und unter denselben das erste von der Anatomie gehandelt haben *). Isisselbst sol auch verschiedene Arzeneien erfunden, und ihren Sohn Mrus oder Apollo in die-ser Kunst unterrichtet haben; daher sie von den Egyprern vor die Göttin der Gesundheitgehalten worden ^).

. §- ^ ,

Die egypristhen Aerzte, deren Moses gedenket *), scheinen liach dem genauen, sortsehrm-

Wortverstande vielmehr Balsamirer als wirkliche Aerzte gewesen zu seyn; wo wir nicht an-AA. Hand

Mmm 2 nemen,

m l'im. klstonis 1.I. p. 45. s') in vira l'balecis öe climnar. I. r. kiÜ.

«3r. I. 2. c. 12. 6. ^rc^seol. l. 1. p. 7)» nsr. 1.7. c. 56. 8.

ckron«§r. p. 56. 57. esnon. ckron. p. 40. S- vden §. Z14. h-

s-//. vki luprs. ^rom. 1. P. 6Z4. I. l>. 22. L) l Mss. 50, L.

(zzi.B) Wenn wir selbst nur die obcngemeldete delt, alwo theils mehrere von den Alten ihnen bei.genaue Erbauung der grossen Pyramide nach der gelegte aftronomistbe Entdeckungen und Meinun«richtigen Mittagslinie (Z 471), «„gleichen die zeitige cen vorkommen, theils die Unvolkommenheit ihrerEinfarung des Smmenjahres bey den Egyprern Wissenschaft bewiesen, theil« auch die vorgegebene«wegen; so rnu« ihre Sternkunde etwas weiter ge, Erfindung der Sternkunde von denselben untersuchtZangen seyn, als hier behauptet zu werden scheint: wird. Von dem egrptisiben Jahre und dem Ge-rb gleich unstreitig ist, daß sowol die mangelhafte brauch der Sternkunde zur Zeitrechnung bey densel«

Beschaffenheit der MeS- und Rechenkunst, als auch ben verdienet Hr. Alpy. ve« Vignoles ckrona-die häufige Beschäftigung mit der Sterndeutung den loZls äs l'tlittoire fainre liv. 6. oder äillertation^eitern Fortgang der aftronomjsclien Unters»- toucliant la forme klc t'snnbe ancicnne ckap. 4jungen gar sehr müsse aufgehalten und gehindert <lcs LZvptiens 9.649 tq. nachgesehen zu werden,raben. In des Hrn. Joh. LrieS tveidlers Ki- In Reimmans oben angefürten Schrift fzry)

Eraris sstronomise wird c. 4 p. 48 - 65 äe slkro- wird S. L9. Z?. und S. IZ; von dieser Wissenschaftveterum sex>xtiorum ausfüriicher Lchgn- der Egypler gehandelt.