Band 
Erster Theil.
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461
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2 Abschn. Vom Altertum, Regierunasart, Gesetzen rc. der alten Egypter. 461

Egyprer nicht Arzeneien, sondern gottesdienstliche Reinigungen betroffen; daß mithin diepharmacevrischen Bücher nicht mit Verschreibungen vor Krankheiten und Unpäslichkei-angefüllet gewesen, sondern mit verordneten Speisen, Getränken, Salben, Waschen undReinigungen, die bey dem verschiedenen Dienst jeder Gotheit gebraucht worden ; welcheVorstellung mit demjenigen nicht bestehen kan, waö wir bereits aus glaubwürdigen Nach-richten augefüret haben (^).

§. 562.

Noch viel wenigern Grund scheinet das Vorgeben einiger neuern Schriftsteller zuhaben, welche berichten, daß es eine besondere Arzeney gegeben, die blos unrer den egypri-lchen Priestern üblich gewesen, und vor den Griechen und den übrigen Landesleuten selbstgeheim gehalten worden, welche so kräftig gewesen, damit alles ausrichten zu können, nurnicht Todte wieder lebendig zu machen. Dieselbe, sagen sie, sey das grosse Elixir gewesen,r>ne chemische Zubereitung, so mit dem Stein der Weisen verfertiget worden und eine Er-bidung des Hermes sey, wodurch die ägyptischen Könige im Stande gewesen, die Spitz-schien mit den Schätzen zu erbauen, die ihnen ihre Schmelzöfen zuwege gebracht 0- Al»iein, dergleichen Träume werden durch das gänzliche SulsMvcigen der alten Schriftstellerdavon hinlänglich wiederlegt, ingleichen durch die schwachen Beweisgründe derjenigen, wel»che vor dis Altertum der Chymie streiten, die auf verdächtigen Zeugnissen, ungewissen Mut-maßungen, und allegorischen Auslegungen der fabelhaften Geschichte der Griechen beruhen,Welche sie vor verdeckte chymische Geheimnisse ansehen, und sich einbilden, das güldene Vlies,so Jassir aus Colchis geholet, sey nichts anders als eine Vorschrift zum Stein der Weisengewesen, und Mcdaa habe ihren Vetter Aeson durch dieses grosse Elixir wieder verjün-

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§. ;6z.

b) lüonncütvn vc>I. r. p. qc>8, lq, r) <I. 6c vrtu et proxrctlu tüicmlLc. S.

reNeü, vn »ncicnr. LN(I MllU-rn learnmg. ^>, <LO. iij.

B-) Die Einschränkung des Fleisses und derWissenschaft der Aerzte auf gewisse Krankheiten,M Theile des menschlichen Leibes ist so Vortheil-Mt nicht, als sie alhier angesehen zu seyn scheinet:o>°em der genaue Zusammenhang der Theile des^»schlichen Leibes, die gemeinen Quellen und häu-Verbindungen, auch Abwechselungen mehre-.^verschiedenen Krankheiten,keine sichere und gründ-Besorgung einer einigen Arr von Krankheiten^ allen einzeln Fällen, ohne Einsicht der übrigenWissenschaft der.gesamten Arzneikünst, versink«tzs; daher sogar die möglichste Verknüpfung derMchicküchkell der Wundärzte mit der übrigen me-. ftniscken Wissenschaft nicht unbillig gewünschtDen Gebrauch der Rli stire sollen dieEgy-^ vom Ibis gelernt haben, der mit seinem^nabcl dergleichen Einspritzung bey sich selbst vor-ii^'sol; das Aderlässen aber vom -Hippoporamo,pllnji Dericl)t bist. »st. I. 8 c. 25- »6. Ausser°be» angefürten Streitschriften Lonrings undhl°rrick),i (^9). so die egyptiscke Arzneikünsti>iN!läch,jch betroffen, wird sowol in Da», le Llerccio sg mesticine !>v. 1 cd. ;> als noch aus-ser in des Hrn. D. Job- Heine-Schützens

klistoris meäicinac, Hrn. D. Andk. Mttom. Gö-lickens kistor. mestic. per. 2 und Joh. Lonr.Darchustns ste mesticinoe origine er progresti»stillst §2 gehandelt. Die schnckfordscheMeinung istsehr weitläufig beantworcct worden vvmwarbnrron(529) vol. 2 p. 39-66, alwo zugleich das Altertumund die Beschaffenheit der egyptischen Arzeneikunstausfärlich untersucht wird, auch von ÄcimmanlzLK) S. 77 rc.

<Z'Z B) Das scheinbarste, so zum Behuf deSAltertums sowol als grossen Wachstums der Feuer-kunst bey den Lgxptern angefürek werden kan, be-steht wol unstreitig in der vom Most vorgenomme-nen Verwandelung des güldenen Kalbes in Pulver,so ohne viel Einsicht in die Auflösung der Metallenicht möglich gewesen zu seyn, und zu der von ihmgelernten egyprisckren Weisheit (§;;;) gehört zuhaben scheint. Indessen ist das Vorgeben sowolmancher, die sich in dieGoldmachcrey verliebt haben,als auch verschiedener Ausleger der heidnischen, son-derlich egyptischcn Fabeln der Gökterlehrc und hei-ligen Einbildet, von den Geheimnissen der Scheidungund Verwandlung der Metalle unleugbar u»er-weislich Indem Mich Meters srcansarcsnilli-Mmm 3 w.r

Die Chymie.