Zergliede-
kiingskunst.
Naturlehre.
462 iii Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
§. 56z.
Da man sehr zeitig angefangen, die Zergliederungskunst in Egypten zu treiben, N-»anders die oben angefürte Nachrichten Grund haben, auch ihre Könige verordnet, daß mantodte Körper zergliedere, um diesen Theil der Arzcneikunst zu mehrer Volkommenheic j»bringen/): so solte man vermuten, daß sie es darin weiter gebracht, a!s wir zugeben kö»'nen, wenn die zwey Beispiele, so man von der Gcschicklichkeit der egypri scheu Zergliederetanfüret, acht sind. Das erste bestehet darin, daß es eine besondere Senader gebe, die vo»dem Herzen nach dem kleinen Finger an der linken Hand gehe; daher die Egyprer a»demselben Finger allezeit Ringe getragen, und ihre Priester denselben in die wohlriechende»Salben bey den Opfern getunketHernach gaben sie folgende Ursache an, warum ei»Mensch nicht über hundert Jahre leben könne: weil nemlich die alexandrinischen Baissemircr einen beständigen Zuwachs und Abname an dem Herzen der vor ihrem Tode gesundgewesenen Menschen, die sie geöfnet, wargenommen, woraus sie ihr Alterbeurtheilet; indei»sie gefunden, daß das Herz eines järigen Kindes zwey Drachmen gewogen, und solch Gewichtalle Jahre um zwey Drachmen zuneme, bis der Mensch das fünfzigste Jahr erreichet;von der Zeit an es in gleicher^rdnung wieder abneme, bis auf hundert Jahre, da den»der Mensch, aus Mangel des Herzens, notwendig sterben müsse
§. 564.
Von der Naturlehre der alten Egyprer, wenn sie hier als von der Gottesgelarth^unterschieden betrachtet wird, so die Alten beständig mit einander verknüpft, haben wir nichtviel zu sagen. Ihre Neigung von dem Ursprünge der Dinge und den VeränderungenWelt, haben wir bereits bey anderer Gelegenheit betrachtet °). Ihren philosophischenLehrbegrif kan man, wie es scheinet, am besten kennen lernen, durch Erwegung der lehre»derjenigen a'ten Griechen, die ihre Schüler gewesen, und nach Egypten gereistt, in solche»höheren Theilen der Gelersamkeit Unterricht zu holen. Woher demnach auch pythagora»,aller Wnrscheinlichkeit nach, die Erkentnis der alten Vorstellung des Weltgebäudesnach Hause gebracht, welches von ihm den Namen hat, und jetzo durchgängig als riclB
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/) kiiü. kiit. >. ky. c s. «h << stric. 1.10. c, lo. lskuru, 1.7. c. 15, »)
Ub. y. c. äe äi- „iirsN c. 17. s) <F. TilllttlUNg §. 28 ch.
«i^k.e.lrieroFl^phicssexypkio.Zrsecs.vlilKoncc- bracht worden. Womit Rcimman» snt. ^äum coßnitL, sä äeuionftrsnäsm fslsornin spuä seZypt. p. 8l und lZ7 zu vergleichen, nebstsnkiguo» äeornm,.äcsrum, , snimsntium oben angefürten Schriften Dorrichir (zr-).
et inüitutorum pro lscris rcceptorurn originem, ^
er vn 0 seZyptiorum srlikcio, guoä sureum sni- (ZZ4. Bch. Die oben beschriebene Art des DEmi et corporis meäicsmentmn peregit, äeäuüum, mirens (§. ;;r) zeiget zur Gnöge an, daß die Ein»^,vnäe rot pv'etsrum slleßorise, ftriptorum nsrrs- der innern Theile des menschlichen Körpers undtiones fsbulotse, et per tntsm cncvclopscäisro er- samten ZergliederungSkunst daher wenig Nutze»,«rore, sparll clsrilluns vericstis luce msnifeksutur erwarten gehabt. Die vom plinio B. >9 r. 5tusegue tridul tinAuls reiiltuuntur, lex libris ex- richtete Verordnung der egpprifchen Könige,polits , und Iac. Tollii 5 ortuits mehr belesenen Witz Ausschneidung der Körper., die Ursachen derals Richtigkeit der Beweise enthalten. Indessen Heiken zu erfaren, scheint in die spätere Zeile» Akan aus der späten Meldung der Metallenverwand- griechischen Herschast zu gehören. Und die ^liing, erst nach Lonfianrini Zeiten, die gänzliche Un- wonheft der Egyprer bey Gastmalen ein To»« ^wissenheik derselben in den ältern Zeiten und bey gerippe vorzustellen, kan diese Wissenschaft am ^den Egyptcrn nicht füglich geschlossen werben, wie wenigsten erweisen, indem solches eine Vorsteu^,von einigen geschehen: weil wir nur von dem kleinen eines eingewickelten Körpers gewesen (§- ;4^-> /prUsberrest der aufbehaltenen Bücher des Altertuins von Herr D. Schulzen» iuü, meä. p- -xA.urtheilen können; uoerdis auch manche Künste vor» vergleichen ist, wie auch Rer'mmans ant. tut.dem lange bekant gewesen ehe sie in Schriften ge» x. 79 tg.