Band 
Erster Theil.
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464
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46-t- ul. Hauptsi. Geschichte Egyptens bls zu den Zeiten AleMders des Grossen.

ten, waren die Priester und heiligen Schreiber, aus welchem Orden zwey, Namens Mannesund Iambres, ausgesucht wurden, gedachtem Propheten zu widerstehen H. Dochsolche Wissenschaft in den ältesten Zeiten nicht in dis Volk allein eingeschränkt: es erhelletvielmehr aus der Warnung, die Moste den Istaelireir vor derselben gegeben °), daß un'ter den meisten abgöttischen Völkern Leute gewesen, die sich unter verschiedenen Benennt»"gen vor Zauberer ausgegeben haben, und Bileam insonderheit hatte es, allem Ansehen nach,darin sehr hoch gebrachtDer Anspruch des Zoroasteru und der Babylsnier auf dieEhre, die Magie zuerst getrieben und geleret zu haben, sol an einem andern Ort erwogt»werden (^).

§. 566 .

Fortsetzung Wir können nicht eigentlich sagen, worin die wirklichen Gründe dieser Wissenschallderselben. bestanden haben. Es giebet inzwischen eine unschuldige Art der Magie, welche in einer aus',nemenden Erkentnis der Natur, nach ihren manchsaltigen Kräften und Eigenschaften >». ihren verschiedenen Wirkungen, bestehet, und in der Anwendung gewisser wirkenden Dingtauf gewisse leidende, welche vermöge besonderer Eigenschaften Wirkungen hervorbringen,die von denen gar sehr unterschieden sind, so man gemeiniglich warnimmet und leicht be«greift Allein die magische Wissenschaft der Egyprcr muS davon gar sehr unterschiedden gewesen seyn, oder muS das alles weit übertreffen haben, was wir davon heut zu Tagtin unserer Gewalt haben, der neuern grossen und manchsaltigen Entdeckungen der Eige»'schaffen natürlicher Körper ohnerachtet; denn, unsers Erachtens wird sich jetzo wol niemalsdafür ausgeben, daß er vermögend siy, die wundervollen Dinge zuwege zu bringen, diepharaons Zauberer verrichteten, da sie mit Most stritten; der Unwarscheinlichkeit nichtzu gedenken, daß dieser Gesetzgeber die Uebung einer Kunst solle verboten haben, die er dochselbst nicht nua vor unschuldig, sondern auch vor schätzbar erkennen müssen.

§- 567.

Weitere ab- Es wird daher angenommen, daß diese alten Zauberer die Regeln ihrer Kunst ettl'h^lung der- weher aus ihrem Aberglauben, von dem grossen EinstuS der Himmelskörper in die untere^ Welt, hergenommen, oder auch aus der andern, obwol etwas neueren Meinung, daß die

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ken können. Mithin können die Knechte Josephsaus dieser Gewandelt, die sie an ihm bemerket, ge-schlossen haben, daß er den Becher warhaftig alsein Mittel brauche, wenn er etwas verborgenes ent-decken o^er Sachen von grosser Wichtigkeit über-legen wollen. Daß aber die Sache nicht allemalso beschossen gewesen, erhellet daraus, weil des Be-chers aar nicht gedacht wird, als Joseph im i;tenVers von sich selbst saget: Wisset ihr nicht, daß einMan, wie ich bin, solches erraten könne (iz). Wirhaben vor nötig erachtet, eine Anmerkung Hiebey zufügen, weil die Verfasser ganz und gar nichts da-von gedacht haben. Es ist ah«r auch aus dieserStelle kelneöwcges zu schössen, baß die Egvptecbereits zu der Zeit eine solche Warsagerkunst imGebrauch gehabt hatten-

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(>z) Dieft'Meiming lß weitläufiger abgehandelt in dem ä<i<il»me-w. -ä Ol-Lrv. m>. »blcrv. 4.

fz;6. B-i Von dem Becher Josephs ist im tlies^r» lkeol. pllilol. vn>. l p. L;9 5g. XVolfg. BalchlTsnuners llilll lle In5epllc> non ex pexpiro ^

anzutreffen, und in Hm. D- Ikens rllcsi nono co^p. 2145g. Joh. ckasp Rraustns ciiwei-t.lle 5e>'k^to'epkl. Wenn die i Mos 44, ; befindlichedes abgeschickte» Bedienten Jostphs Mit dereig^Rede Josephs v. l; verglichen, und der Um!^„des ErratenS diirch den entwandten Becher als ^Zusatz des erstern angesehen wird: so fallen w §nur die meisten Schwierigkeiten des Aberglaubeober strafbarer Verstellung beim Joseph hiu^,sondern die damals schon in Egrpcen übliche .schiedene Arten des Warsagens und der ?ben aus dieser Begebenheit allerdings erweislich'