Band 
Erster Theil.
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466 m H-Uptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

boten sey, oder nicht; hat man nicht eben so gar klar zu seyn geglaubt, ob derselbe gleichden Christen deutlich untersaget worden, entweder weil die Verwaltung der Geifterwelt beyder Zukunft Christi geändert worden oder vielmehr, weil übelgesinte Leute dadurch Ge-legenheit bekommen möchten, viel Unheil anzurichten, und zugleich der Abgötterey und deinAberglauben eine Thüre geöfnet werde. Daß dergleichen Umgang möglich ist, oder dochwenigstens vordem möglich gewesen, können wir nicht anders als zugestehen; und wir haltenes vor ungemein schwer, verschiedene Stellen der heiligen Schrift zu erklären, ohne zuzuge-ben, daß dergleichen wirklich stat gefunden habe; wie wir im folgenden bemerken werden.Indessen ist das allermeiste von demjenigen, was zu dieser Art der Magie gerechnet wor-den, unstreitig eine Wirkung des Betrugs und der Verblendung gewesen, welche in ver-schiedenen Fällen so deutlich offenbar worden, daß man beinahe in Versuchung gerät, vonallem übrigen ein gleiches zu glauben (^).

§. s6g.

Uebrige kün- Einige von den übrigen Künsten der Egypter, die von geringerer Erheblichkeit ge-st» derselben. Wesen, haben wir bereits gelegentlich gemeldet. Die griechischen Schriftsteller berichtenuns, daß in Egypten alle Arten des Gewerbes und der Handthierung, auch die allergering-sten derselben, nicht vor unedel gehalten, auch Ackersleute, und diejenigen, so Vieh gehütet, ins-besondere hochgeachtet worden"); obgleich diese letztem in einigen Gegenden des Landes nichtgeduldet, sondern vor einen Greuel gehalten worden"); wovon die Ursachvornemlich in derVerschiedenheit des Gottesdienstes bestanden. Was die Geschicklichkeit der Egyprer inder Baukunst, Mechanik, Malerey und Bildhauerkunst anlanget, so dürfen wir uns nur aufdasjenige beziehen, was wir in dem vorigen Abschnit davon angefürek haben: doch mag inAnsehung der letztem noch bemerket werden, daß ihre Bildhauer nach den regelmäßigstenVorschriften der Verhältnis gearbeitet, und nicht nach dem Augenmas, wie die griechisthengethan; wie sie denn auch die Richtigkeit des Ebenmasses nach denselben beurtheilten. Dennsie theilten den ganzen Körper in ein und zwanzig Theile und ein Viertel. Wenn daher dieKünstler, so ein Bild verfertigen sollen, über die Grösse der Bildseule einig geworden, st

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«) S. L»»-»,/ Xrcksrol. 1.1. p. IOZ. «) O,'-></. 1.1. p. 87. ig. 0) I Mos. 4t!, ;q.

(N 7 .B) Bey Geschichtschreibern und Weltwei.fen würde es unverantwortlich seyn, wenn sie sichLurch dergleichen Versuchung wollen hinreistenlassen: indem dle erstem aus Erfarung, die andernober aus Gründen die Unrichtigkeit eines solchenSchlusses einsehen müßen. Da ein einiger unleug-barer Fal die Möglichkeit einer Sache völlig erwei-set, wenn sie sonst auch »»erweislich und unbegreif-lich seyn solle: so kan dagegen weder der Mangeldes Augenscheins und der eigenen Erfarung, auch derinnern Begreifiichkeit, noch die Unieugbarkeit unzä-liger aus Betrug oder Einbildung herrürender Un,warheiten zum Beweis des Gegentheils hinreichen;als woraus nur eine Notwendigkeit genauer undregelmäßiger Prüfung der historischen Richtigkeithichrr Erzalungen'erweislich ist, die von nieman-den leicht in Zweifel gezogen wird- Die übrigenneuern Einwürfe gegen alle Möglichkeit der Zaube-rey, von Unbegreistichkeit der Geisterwirkungen undvon Unmöglichkeit eigentlicher Verträge zwischenMenschen und Geistern, beruhen auf Vorurteilen.

und beweisen unstreitig zu viel. Von den alh>ekangefürten Quellen der egyplischen Zauberey S<'hört wenigstens die zweite unleugbar in weit später*Zeiten, und ist ein Lehrbegrif der eclectiscben oderneuern platonischen Weltweisen nach Christi K*'burt in Egypten. Nach der eingefürrcn Vielesterey, und sonderlich der egyptischen Götterlehre,e« anfänglich einen guten und gottesdienstlE"Schein haben können, alle ungewönliche und außer*ordentliche Dinge vor Wirkungen der Götter aus)"'geben; wie sie denn niemals ihre Zauderey eir>EUnterhandlung böser Geister, die den meistenNischen Völkern unbetont gewesen, sondern ih"?Gotheiten zugeschrieben. Daher man nicht füg""alles, was zur Magie von den Allen gerechnetden, Zauberey nennen kan, nach dem bey uns wdiesem Ausdruck verknüpften Degrif. Don d>eiganzen egypn'stben Kunst kan Hm. Druckers » 'pllil. I.» c.7 vol. r p.»78lg.undReimwasnt.litt. seg. p.4;tg. verglichen werben.

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