Band 
Erster Theil.
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471
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2 Abschnit. Vom Mertum, Regieruttgöätt, Gesetzen rc. der alten Egypter. 417

§. 574 »

Bey den Forschem der Altertümer sind große Samlungen von hieroglyphrschen Beschlns derInschriften, Bildern und Gemälden anzutreffen, welche sich viel Mühe gegeben, dieselben ^ben.ju erklären, doch mit sehr schlechtem Erfolge»). Denn wenn wir einige wenige von diesenZeichen ausnemen, deren Deutung von alten Schriftstellern aufbehalten worden (L): s» hatMan hohe Ursach zu vermuten, daß ihre Mutmaßungen sehr schlechten Grund haben, son.derlich in Ansehung derjenigen Bilder, die ihrer Meinung nach die alten egyprischen Göt-ter vorstellen sollen, wovon die mehresten menschliche Gestalt haben mit dem Kopffe einesThieres, oder sich durch eine thierische Vorstellung, die ihnen auf das Haupt oder neben dem-selben gesetzt worden, von einander unterscheiden ; indem, wie wir schon angemerket ha-ben, die Götzenbilder von menschlicher Gestalt erst zu den neuern Zeiten in Egppten ein-Sefüret worden. Und wir können nicht absehen, warum dergleichen Bilder nicht zum Anden-ken einiger ihrer berümtesten Leute gemacht seyn sollen, da die alten Egpprer die Gewonheithatten, nicht die Gestalt eines Menschen, sondern seine Sitten, Eigenschaften, Stand undEinstellen vorzustellen »), welches sie durch hieroglyphische Zeichen gethan (?").

§> 575 .

S. o-äip. LNtlg. crplicj. mensi» Illacr l-j. ») S- Lrvkic.

762, cvnnca, vol, r. Z^8. tlj.

ber chinesistbett Schrift änlich gewesen, vermittelstwelcher mehrere Völker von verschiedenen Spracheneinerley Zeichen ihrer Vorstellung gebrauchen kön-nen, ob sie gleich höchst verschiedene Worte damitverknüpfen. Die andereHauptarc der Schrift durchBuchstaben ist bey den Egpptern gleichfals gedop-pelt gewesen; indem sie ausser den gemeinen Buch-staben besondere und geheimere Züge derselben gehabt,ihre Schrift dem gemeinen Man unleserlich zu ma-wen. Die erste öder Bilderschrift ist allem Anse-in nach die älteste gewesen, wobey eine unmittel-bare Nachamung der Natur geschehen, dergleichenbey manchen americanischen Völkern beibehalten,worden. Daher Gchuck'fords Meinung aller-bings »»gegründet und unwarscheinlich ist. Wo-ben sehr weitläufig und gründlich in Will). Vvar-

vUrtons äiv. leZstikn ok btoie8 st 4 lcA. 4 vol. Lp-66-206 gehandelt wird, welcher SchriftstellerinbeuNebenuntersuchungen weit glücklicher und brauch-barer ist, als in seiner eigentlichen Hauptabhand-wng, die ihm äusserst mislungen und höchst irrigSeraren.

^(L) So werden wir berichtet, daß sie die höchste^vtheit durch eine Schlange mit einem Falkenko-»le vorgestellet haben (141. Der Falke selbst war einvieroglyphisck) Bild des Gsirr's; das Wasserpferd,?s Tpphon; der Hund, dcsMercurs; die Katze,bs Mondes, »der der Diana; der Käfer, einesAbigen Kriegers; ein neugeboren Kind, der ans-ehenden Sonne, u. d. (iz).

b B ) Beide Meinungen können füglich ver-luden werden. Aus vielen Zeugnissen des Älter-es) ae prgepr,-. eu^nxel. 1.7. c.io. p

k-> 45 - O-me-ri/SSk--. ürom, l. 5 . p. !6ü.

tums, sonderlich Disvoro V.I. und 17, auch Ta-cito snnal. I. L. erhellet unleugbar, daß gescheheneBegebenheiten und gewönllche Handel des Mensch-liche» Lebens durch die Bilderschrift ausgedrucktworden. Die Vorstellung der Götter aber, auchalgcmeiner Begriffe und Sähe, ja mancher Ge-heimnisse, ist aus noch häufigern alten Zeugnissen er.weislich; da einerley Bilder eine eigentliche histo-rische, oder »«eigentliche symbolische Bedcutrmggehabt haben. Daß demnach nicht nur die verschie-dene Errichrungszciten, sondern auch besondere Ab-sichten und Bestimmungen der mit hieroalyphi-scher Schrift angefülten Denkmale, deuSchlüsseldesVerstandes derselben müssen ertheilt haben, der inden folgende» Zeiten verloren gegangen. Daherwir heutiges Tages über einige ungewisse Mutmas-sungen in Erklärung solcher Bilderschrift nicht kom-men können. Welche Ungewisheit durch die Schrif-ten der neuern Griechen in Egvplen sowol, alsdurch die ausschweifende Träume neuerer Auslegerderselben, sehr vermerkt worden, da jene ihre pla-tonische, oder aus der morgenländischenWeltweiS«heit hergenommene Meinungen in diesen Bildern an.zutreffen vermeint, oder sie vielmehr darauf gedeu-tet: diese aber, sonderlich Riecher, mit unglaubli-cher Fruchtbarkeit der Einbildungen, in Kleinigkeitengrosse Geheimnisse zu finden vermeinet, oder viel-mehr selbst erfunden. Nebst den bereits anaefürten -Schriften sind ^ol, prerii Valeriani ttietogly-pkrca s. sie tsrriz egyptinrum sliarumgue gc-n-tiuni Itttcris commemariorum libri 58 und D.Schuws voysges vol. r chgp. z ». 94 ig. zu ver-gleichen.

( 15 ) S. /'/«eii-'k'ö, lls !st,Ir st OstriUs, 2-«-/, 6--°, l,),