Egyptische
buchstaben.
Weitere abHandlung der-selben.
472 m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.
§. t?s.
Ausser diesen brauchten die Egypcer auch Zeichen der Buchstaben, deren sie zweyGattungen gehabt: die eine Art nanten sie die heilige Buchstaben, womit ihre öffentli,che Bücher, und alle Sachen von grosser Erheblichkeit geschrieben wurden; die andere >Gaitung waren die gemeine oder Bnesbuchstaben, die jederman in gemeinen Ge»schäften brauchte «). "Die Egppter waren jedoch nicht das einige Volk, das dergleichenUnterschied im Schreiben beobachtete; sondern verschiedene morgenländische Völker, sonder-lich die Erhiopier und Babylonier, hatten gleichsals zwey Arten Buchstaben ?); und dieheutigen Brammen unter den Indianern haben nicht nur eine heilige Schrift, sondernauch eine heilige Sprache, mit deren Offenbarung an Fremdeste sehr an sich halten
§- 576 .
Wir wollen anjetzo nicht untersuchen, wenn und von wem die Buchstaben erfundenworden; alhier wird genug seyn, zu bemerken, daß obgleich die meisten andern Völker die-selben von den Eg^prern sollen bekommen haben, sie selbst doch dieselben vermutlich vonden Erhiopieru erhalten haben, als bey welchen Buchstaben sehr zeitig im Gebrauch ge-wesen, und deren gemeine Schrift die heilige derEgypter geworden"). Diese beide Gat-tungen alter egyprijcher Buchstaben sind verloren gegangen; und wenn ja die Gestaltenderselben noch in einigen alten Inschriften vorhanden seyn sollen, so sind sie doch unverständ-lich, daß ihre Bestimmung nicht heraus gebracht werden kan. Alles, was wir davon wisisen, läuft darauf hinaus, daß ihr Alphabec aus fünf und zwanzig Buchstaben bestandenvnd sie von der rechten Hand zur linken geschrieben ^), wie die meisten morgenländischenVölker noch jetzo thun. Wir können die Meinung derjenigen keinesweges annemen, diesich einbilden, daß die heutigen copttWen Buchstaben der alten Egypter ihre gewesen (M);
denn
I. 2. I.,. P.72. V„I. « 7 //«. ström. I. 5 - k> 555 . vi» pyrii.ixvmr. p. > 81 -
-) S- I. p.>44 inOemu.riko. 6e iVlz^rllii. r) Vist. /eretaical,
i. I. e. 8- a) y-e. I. z. p. 144. <>e lilcie ec Oür,<j>: p. Z74. e) I. 2.
(Z44. B) Aus dem Ueberblcibsel Manethons gewesen, ehe diese Art zu schreiben verloren gega»-beim Euftbio erhellet, daß die egyptische Priester gen. (16). Woraufsich aber antworten läst, daß derausser den heiligen Buchstaben auch eine heilige griechische Zalbuchstabe 5 und das coplischeSprache gehabt, ihre Geheimnisse zu verbergen. in der That nichts anders ist, als das umgekcrtti/M', Della Halle meinet, die heutigen coptischen samariranische Waw, oder das äolische Digaw^Buchstaben seyn die gemeinen Buchstaben der alten ma, welches die Griechen nachgehends aus ihrcisEgyprec, die nicht von den Griechen erst angenom- Alphabet weggeworfen, wie sie dem Roppa undmen worden: weil >. die Griechen, wenn sie die Zalen Sanpi auch gethan, so das sämaritamschrRoPÜmit Buchstaben, nach der Ordnung des Alphabets, und Sade find, die auch nur als Zalbuchstabe^ausdrucken, 7 für 6 brauchen, welches für keinen gebraucht worden; die Lopten hingegen haben da»einfachen Buchstaben, sSndern für ein zusammen- Waw behalten, und nennen es So oder SoU-gesetzt Zeichen, Gigma-Tau, gehalten werde, ohne welches die Zahl sechste bedeutet, wofür es gesehnim Stande zu seyn, einigen Grund davon anzuge- wird, ob sie gleich dalselbe, wir wir glauben ,ben; dahingegen aus dem coptischen Alphabet er- mals anders, als für einen Zalbuchstaben gebEhelle, daß es ursprünglich der sechste Buchstabe ge- chcn: ja in einigen coptischen Alphabeten sindwesen , ohnerachret derselbe im griechischen feie. das Ropp« und Sanpi befindlich (17). WELopten sprechen die selbstlautendcn und dop- denn, mir den beiden übrigen Gründen despeltlantenden Buchstaben nicht nach der verdorbenen Valle zusammen genommen, wol erweisen kam darAüSlMwe der heutigen Griechen, sondern nach die griechischen Buchstaben sehr zeitig in Es^der alten Urt aus^ 4. ^ einige copkische pten üblich gewesen, nichtaber, daß sie ursprüng"^
Buch-laren untei kierogl^phifi^n an einer tNu egyrc:sch seyn.
mie gefunden, welches anzeige, daß sie gebräuchlich Rirchsr (18) gehet »och etwas weiter. ^
(16) vi-gx. teer. 2. (171 S r-bul, -ipk-der n. - 5 . I" 0 ^>'
pu rvm. p. 42. tg. et in lurr. Nsvei. x>. ,77. gj.