z Abschn. Egyptischc Zeitrechnung bis anfoie Zeiten Alerandri M. 49)
§. 606.
Das stärkste Vorurtheil gegen die Glaubwürdigkeit dieses Schriftstellers rüret dem-- Schwierignach aus seiner Zeitrechnung her. Es ist an dem, daß die Egsprer auf ein ausschwei- rrchnung?"fendes Altertum Anspruch gemacht, und vorgegeben haben, zuverläßige Urkunden von er-staunlich langen Zeiten her zu besitzen. Dieses erhellet nicht nur aus der oben gedachtenalten Chronik, sondern auch aus den ausschweifenden Zalsn der Jahren, so die Priesterdem Herodorus, plaro^und Diodorus aufgebunden (^). Allein Manerho scheinetweit bescheidener gewesen zu seyn. Die Summe seiner ein und dreißig Dynastien, vondem Menes an bis auf funfzehen Jahre vor Alexanders Zeiten, ohne die Regierungender Götter und Halbgötter mitzurechnen, erstreckt sich indessen über zzoo Jahr, welchesweit über die Erschaffung der Welt hinausgehet; und Joseph Scaliger hat dem zufolge die Zeitrechnung derselben so abgefasset, seiner eignen Rechnung nach, daß sie die Zeitder Schöpfung ganzer izz6 Jahre übertrist. Jedoch wird beim Gyncellus eine geringereZahl gemeldet; indem er versichert, die Summe aller Jahre der Dynastien belaufe sich aufZ5Z5, welches zwar weit vernünftiger ist als das erste, dennoch aber mit keinem Lehrgebäu-de ordentlicher Zeitrechnung übereinkamt, es sey denn, daß wir einen Theil dieser Zahl aufdie Regierungen der eMptisthen Fürsten vor der Sündssut rechnen. Manerho sieng,wie wir schon bemerket haben, seine Geschichte mit sieben Göttern und neun Halbgötternan l), welche 1589 Jahre regieret haben; worauf sterbliche Könige gefolget seyn/ unterwelchen Menes der erste gewesen. Diese drey Stämme scheinen mit denen einerley zuseyn, die in der alten Chronik Auritä, Mestrai und EgMer heissm'"). Wenn wirnun zugeben, wie es sehr vernünftig ist, wenn anders in diesem Theil der Geschichte einigerSchatten der Warheit seyn sol, daß die Götter, oder Auritä, vor der Sündssut gewesen,
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Lrnoii. Itaxox.l. 2. x>. 228. S. oben Hmiptsi. i. Abschn. 4 §. rc> 8 . v>4. >K.
worden, welche dadurch notwendig sehr wilkürlichWerden mus. Wenn wir den weit grösser«, Unter-schied der alten egxptischen Sprache von der he-ssischen, als daß jener Worte aus dieser derge-M selten können erkläret werden, sonst nicht wü-hln : so würden die von« Erarofthene ertheilteMlegungen aller Namen seines Verzeichnisses dasGegentheil zur Gnüge erweisen. Ja.wenn in der co-ptsschen Sprache nichts von« alten egxprischcn mehr^»treffen wäre; wovon doch das Gegentheil nn-'^gbar ist. und wodurch Erarosthenis Uebersetzun-»e>« bestätiget werden: so wäre gcwis zu MancthonsM Eratosihems Zeiten dergleichen Umvisscnheitcg^pcischen Sprache unbegreiflich, daß sie enk-°Eder selbst aus Unwissenheit diese Worte vor Na-gehalten, oder die unverschämte Verwegenheitkönnen, vorschlich dergleichen zu erdichten, oh-daß solches zu ihrer Zeit oder nachher vom Io-Mo oder aiidern gemerkt worden, die tNanethonsganz gehabt, und der hebräischen Spra-^ nicht unkundig gewesen. Zu geschweige««, daßNamen bey solcher Deutung aus dem griechi-hergeleitet und erkläret «verden, da in solchen
^6) kn ^rovem. (« 7 ) I, l.
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alten hebräischen Denkmalen wol nimmermehrgriechische Worte können gestanden haben; auchselbst sehr unerweisliche Bedeutungen der hebräi-schen Worte und Sprachregeln angenommen «Ver-ben.
(P) Einige dieser i'ngeheuren Rechnungen sindfolgende: Jahre
Vom Vulcan bis aufden Alexander (>6) 4886z
Von der Sonnen Regierung bis zu Ale-xanders Zeiten (.17^) « - 2;oOo
Vcm chsiris bis auf Alexander» («8) über «oooooder beinahe - - - 2Z2oa
Vom -Hercules bis auf Amasis (19) 17000
Vom Bacchus bis auf den Amasis (22h i;-ooDie Götter und Helden regierten (21) - izoocrVon dem Grus, dem lebten unter ihnen,bis an die «8 ste tplympiade(22) - - i;oooDie Könige in Egxpten vor dem Amasisregierten (2z) - - - , izooo
Von ihrem ersten sterblichen Könige an bisauf den Serhon (24) - , ,iz4-r
Zu Lais waren Jahrbücher (2;) von - 8°°°
k 22 , 0.20.
(2S)lg.ib. I.c. ;. (.24)//-.