Band 
Erster Theil.
Seite
498
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498 III Hauptst. Geschichte Egypttns bis zu den Zeiten Alexanders des Grossen.

§. 612.

Man glaubet, daß diese Reihe des Erarosthenes mit einer betauten Zeitbestkni-derftlben. mung in den griechischen Geschichten verbunden sey, vermittelst einer Anmerkung des Di-caarchus, eines Schülers des Aristoteles; welcher meldet, daß von der Regierung desGesonchosts, der auf den Orus, den Sohn der Isis und des Ostris, gefolget, bis aufdie Regierung des Nilus, 2720 Jahre, und von dem bJtlus bis an die erste Olympiade4)6 Jahre verflossen seyn ^). Wer Sesonchosts gewesen, ist sehr ungewiö. Der erst«König in der zwölften Dynastie bey den^Manecho scheint diesen oder einen sehr änlichenNamen gesurrt zu haben; allein derselbe mus so spät gelebet haben, daß er die alhier ge-meinte Person nicht seyn kan: und wenn er für den unmittelbaren Nachfolger des Orusangenommen wird, so mus er einer von den Halbgöttern, und eben derselbe mit dem Aresoder Mars gewesen seyn; wodurch wir in die fabelhafte Zeit geraten. Es kan demnachdas erste Stück dieser Anmerkung nicht sonderlich gebraucht werden: denn nach dieser Rech-nung müste Sesonchosts, selbst der strmariranischen Zeitrechnung zufolge, beinahe 700Jahre vor der Sündflut gelebet haben. Der andere König aber, den Dicäarchus nanuhaft macht, findet sich in dem Verzeichnis des Erarosthenes, als worin der letzte Königohne einen phruron ist, oder Nilus. Da man nun daher die eigentliche Zeit desselbenweis, so können die Jahre aller vorhergehenden Könige leichtlich in einen Zusammenhangder Zeitrechnung gebracht werden. Dieses sieht nun zwar sehr scheinbar aus; allein wir be-sorgen, es werde mit des Diodorus Bericht gar nicht zutreffen. Es ist klar, daß Dicä-archus angenommen, Nilus habe zur Zeit des trojanischen Krieges regieret^ denn seineRechnung bringt uns so hoch hinan: nach Diodorus Berichte hingegen mus tJilus etlicheGeschlechte nach dem proceus gelebet haben, der nach desselben und des Herodorus über-einstimmigen Zeugnis -) zur Zeit des trojanischen Kriegs in Egypren geherschet hat:so daß Dicäarchus von seinem Alter nur eine erträgliche Mutmaßung ohngefar vorge-bracht, nicht aber dasselbe mit solcher Gewisheit festgesetzt habe, daß wir dadurch im Standeseyn solten, dasselbe zu bestimmen, ohne wenigstens über ein Jahrhundert dabey zu felen.Ueberdis ist es mehr als warscheinlich, daß diese Tafel des Erarosthenes, sowol als desManethons Dynastien, durch die Zeit und Abschreiber gelitten habe, und es finden sichunstreirig sowol in den Zalen, als in den Namen, hin und wieder Versehen; z.E.die ganzeSumme, die Syncellus auf 127z rechnet, trist mit den besondern Zalen nicht zu, denndiese belaufen sich, wenn man sie richtig zusammenrechnet, nur auf 125z.

§. 614.

Ansehung Jmmittelst reimet sich, nach dieser Rechnung des Dicäarchus, des Erarosthenesderselben. Tafel noch gut genug mit der jamariranischen Zeitrechnung. Denn wenn man zu deinJahr 776 vor Christi Geburt, als dem Anfange der Olympiaden, 436 rechnet: so fäll

das

Lpu<I, 8clio!Ir0. Hpollon, l. v. >5». 1.1. p. 56. I. S.

erleutert, sondern auch manche glückliche Mut- So wie durch diese Stelle Drcäarcb'

Mästungen, über Verbesserung der Lesearten in Ergrosshem's Zeitrechnung mit der gereckstsMNdemselben, vorgetragen: welche snnotsiiones in L- auswerkigen verbunden wird: so hängt jene wieder,

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i„m aee^pti, guiiuis poiii!!,»,»!, interpretstio eins dernm des alten egypttstlien Jahres, Mit der Zewßi-secs nominell» Legypriscornni cxsniinatur et il- rechnung H7aneth>ons zusammen, die uns ohneIiickestur, dem anderen Theil der cllronolozie des che thedische Nelchsfolge noch unbrauchbarer stV"Hrn.Ses Vignoles S- 7Z5'7^;> einverleibet wor- würde,den.