Band 
Erster Theil.
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zoo m Hauptst. Geschichte Egyptens bis zu den ZeitEkMdtts des Grossen.

auf solche Begebenheiten gründe, die bey andern Völkern zu gleicher Zeit vorgefallen sind?aus welchen wir in dem Verfolge unserer Geschichte von Egypren hauptsächlich die eigent«liche Zeiten solcher Begebenheiten zu bestimmen suchen wollen, bey welchen wir dergleichenmöglich zu seyn erachten werden, und dieselben dem zufolge in daö algemeine chronologischeVerzeichnis setzen. Nach unsrer Einsicht ist dieses alles, was man mit einigem Grad derGewisheit thun kan: daher wir erstaunen muffen, daß Leute vorgegeben, die egyptisicheZeitrechnung von den ersten Zeiten an, bis auf die genaueste Bestimmung weniger Jahre,in Ordnung gebracht zu haben, und dabey in einer Sache von so gänzlicher Ungewisheitund Verwirrung so meisterliche Aussprüche gethan, als in Lehrbegriffen von Wissenschaftenimmer geschehen kan.

§. 6i6.

Ehe wir schließen, wollen wir nur noch in Ansehung der hebräischen Zeitrechnung,

Weser untersu-d^en Unvolkommenheit wir mehr als einmal gemeldet haben, bemerken: daß, wenn manchung. sich auf die bisherigen Nachrichten von den egyptischen Begebenheiten nur einigermassenverlassen darf, der Anfang dieses Königreichs weit zeitigergefttzet werden mus, als die gedachteRechnung zulässet. Denn, nach der bescheidensten Rechnung, welche des Erarosthenes sei-ne ist, so wie sie durch des Dicäarchus Anmerkung festgesetzet worden, mus Menes seineRegierung vor Ablauf der ersten zweihundert Jahre nach der Sündflut angefangen haben;welches nach unsrer Meinung höchst unwarscheinlich ist , wenn wir gleich zugeben wölken,daß Menes einerley mit dem Mizraim gewesen, wie die Vertheidiger dieser Zeitrechnunggemeiniglich annemen, wovon wir doch das Gegentheil wahr zu seyn glauben, und im fol-genden zu erweisen suchen werden (^).

Vierter Abschmt.

Geschichte des Osiris, der Isis, des Typhon lind des Oms.

Inhalt.

,) Algmm'ne Nachricht von der sonderbaren Herkunft Reise ausgerichtet 6-o. wie er aber nach seiner

Wiederkunft sein Leben kläglich cwgebüffet 6-1.Isis sucht ihren Gemal mit vieler Bekümmer-nis und lZefar 6rr. vermaltet die Regierung nachihres Gemals Tode wohl 6-z. sie stirbt und wirdru Memphis begraben 6-4.

dieser egyptischen Gothcilen §. <->7,

r) Besondere Nachricht von dem Osiris und seinenReise», insonderheit was für Gcfärten er dazu cr-walet habe 618. wie er vor seiner Abreise die Re-gierung in EZypten besorget 6i§. was er auf seiner

§. 617»

Siehe eben §. 40s. sg.

(?58 B.) Ansehen diese von den Verfassern er- nniS, welche biblische Zeitrechnung die richtigstewälle Art hat Rollin seine egyptische Historie, doch sey. Da denn nach der bebräischen von diesenviel kürzer, eingerichtet, welche auch allerdings der Nachrichten so viel zuverläßiges übrig bleibt, als nachVerwegenheit mancher Zeitrechner vorzuziehen ist, irgend einer andern. Die besondern Einwürfe da-dir oft m,f sehr wilkürlichcn Gründen und Mut- gegen werden sich im folgenden süglicher prüfen las-masinngen ein Gebäude der bestimresten und aufs sen. Die alhier vorgegebene Ünwarschemlichkeitgenaueste ausgerechneten Geschichte aufgefüret ha- des Ursprungs dieses Reichs vor Abiauf des rrenden, mit Uebergehung nnd Verwerfung alles dessen, Jahrhunderts nach der Sündflut, ist so uneriveiS-was sich in dasselbe nicht schicken wil. Die hebräi- lw!>, daß vielmehr ein späterer Ursrruna nnwar-stke Jettrechnung burch dies? Nachrichten von scheinlich seyn würde: zumal da man sich überhauptegyptrssbcn Begebenheiten nicht beflrikten werden, keine so grosse Reiche und zalre-che gemeine Wesenals welche notwendig durch anderweitige und zuver- bey der ersten Anbauung der Länder vorstellen mus,läßigere BestiMmungsgnmde in Ordnung gebracht als nachher in denselben entstanden; und bey denwerden müssen, wenn sie eine erträgliche Glaub- Verzeichnissen alter Könige die ersten Stifter derWürdigkeit haben sollen. Daher schon vorausgesetzt zeitigsten Völker nicht Übergänge«, werden können,und aus andern Gründen angenommen werden