Band 
Erster Theil.
Seite
507
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4 Abschn. Geschichte des Ojms, der Isis, des Typhoii llnd des Omö. 507

gen. Und das sol der Maneros gewesen seyn ^). Sie brachte darauf den Körper nach Bu-tus, und versteckte denselben; allein Typhon geriet bey Nachtzeit darüber, wie er im Mon-denschern auf der Jagd war, und zerstückle ihn in vierzehn Theile, die er hm und her zer-streuete. Darauf schifte Isis in einem Bot von Papyrus über 8ie Seen und wässerigenGegenden, des Osiris Glieder aufzusuchen. Daher glaubte man, daß diejenigen, die sichin Böten von dergleichen Holz zu Wasser begäben, vor den Crocodilen sicher seyn, als wel-che vor diese Göttin Ehrerbietigkeit oder Furcht hegeten. Wo sienun ein Glied fand, da be-grub sie es auch; daher dem (Dsiris viele Gräber zugeschrieben worden. Andere hingegenbehaupten, sie habe verschiedene Abbildungen von seinem Körper gemacht, und dieselben ebenso vielen Städten übergeben, auch dabey einer jeden versichert, daß sie den Körper selbst über-kommen; wodurch sie die Verehrung Osiris an vielen Orten veranstaltet, und es demTyphon schwer gemacht, das wahre Grab zu stnden, wenn er jemals wieder die Ober-hand erhalte-,, und seinen unversönlichen Has gegen den Osiris fortsetzen solle *). Vondiesem Begräbnis hat man noch einen dritten Bericht, der wieder fast ganz anders lautet.

Denn der Schriftsteller, aus welchem wir die erste Erzälung von seinem Tode genommenhaben, meldet, Isis habe die sechs und zwanzig Stücke seines Körpers zufammengenom-men und balsamiret; sodann aber die egyprischen Priester vermocht, in feine Vergötterungzu willigen und dieselbe zu befördern, wovor sie ihnen den dritten Theil von Egypren ge-schenkt habe; welche ihn demnach zu Memphis begraben. Jedoch ist über den Ort sei-nes Begräbnisses viel gezankt und gestritten worden; obgleich einige nachfolgende Aufschriftvorgebracht haben, die, ihrem Vorgeben nach, auf einem Pfeiler in Arabien gestandenhaben so!:

Saturn, der jüngste unter allen Göttern, warmem Vater. Ich bin der Rö-ntg Osiris, der ein Rriegsheer bis an die indianischen wüsten, von bannengegen Mitternacht bis an die Duelle des Jsters, und endlich bis an dasgrosse Weltmeer fürte. Ich bin Saturns ältester Sohn, aus einem hohenGramine und .edlen, Geblüt entsprossen, und ein Vetter des Tages. Esist kein Orr in der Welt, wo ich nicht gewesen, der ich alle Menschen mei-ner Wohlthaten theil hastig gemacht habe.

So emsig die Isis auch nachsuchte, konee sie doch des Osiris Schamglieder nicht wieder-finden, weil sie in den FluS geworfen, and von dem Lepidorus, dem Gquameus, demphagrus und dem Oxyrinchus verzerrt worden, welchen vier Fischen die Egypter des-wegen gehäßkg sind: doch hat sie diesen unwiederbringlichen Verlust dadurch reichlich erse-het, daß sie eine Art eines besondern Gottesdienstes eingefüret, der dem Bilde solcher Thei-le nach der Zeit durchgängig und mit vieler Andacht geleistet worden.

§. 62 z.

Von den Verrichtungen der Isis und des Grus nach des Osiris Tode, sowol als Regierung desüuch vom Typhon, giebt es mancherley Nachrichten. Zum ersten versichert man, daß sie2^-denselben in einer Schlacht überwunden und erleget habe -"). Bors andere, sol ihn Jupiterdurch den Donner erschlagen und in den sirbonmschen See gestürzet haben«) («). Weil

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(B- Nach desDiodorusSicylusVmcht sol der See oder Sumpf Sirbon, Serbonis oder Sclbo-

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